Jahrgang 
27-52 (1867)
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626 Novellen⸗Jeitung. Paar däniſche Handſchuhe haben, und wenn Du jähriges Quartier noch unbeſetzt zu finden. Sobald ne nicht der Mantelſack ausgekramt, eilte Thekla zu Chriſtel, i Du ſollſt Alles haben, fiel er raſch ein.Bei und dieſe konnte ſich nicht genug über die günſtige dan meinem Barte! Ich habe einen Ausweg gefunden, Veränderung wundern, die während des Winters in nar der ſo originell und dabei ſo verteufelt luſtig iſt, daß Thekla vorgegangen. Jetzt trat ſie anders aus ſich an! Du Dich beinahe todtlachen wirſt! herau wenn ſie jetzt das Auge aufſchlug, wohnte Heraus damit! rief ſie mit der Stimme eines ke ermuth darin, jetzt lag der mitleiderregende un Cavalerieofficiers. Zug t mehr um ihre Lippen; Chriſtel hätte nach inn Morgen kommen das Gänschen und die Tante! dan aenund ede Teuns uden eigchen, win in Be Und weiter nichts?! Ihre Brauen zogen ſich flüͤchtig erührte. lüng ergangenheit nur lich wieder zuſammen. 3 hätte Liebchen, nur Geduld, Du virſt koloſſal über Thekla wollte nichts Halbes verkünden. Ihr meid raſcht werden! Dein Hans iſt der großartigſte Schlau⸗ ſagte das Herz, daß ſie bald, bald ihren Liebesfrühling(tri kopf! Daß Thekla in mich vernarrt iſt, das hab' ich in alle Lüfte jubeln könne. Seit die Tante den Brief diſet ja bereits im vorigen Jahre gemerkt und's iſt ja von Hans empfangen, h ſie ſich als Frau von Blu⸗ kläru auch ſo natürlich. Alſo ich ſitze in Halle und lang⸗ menthal auf dem Rit rgute bei Apolda. Hans kam flbe weile mich furchtbar und zerbreche mir vergebens den ſogleich, den Damen die Hand zu küſſen. Aeußerlich ſten Kopf und denke ſchließlich an Thekla. Halt! bei der erglühte er, innerlich lachte er. Daß er grundſchlecht zam blieb ich ſtehen. An göttlicher Leichtlebigkeit fehltk's handele, das kam ihm nicht in den Sinn; ihm ſchwebten dhel mir ja nicht und einen famoſen Witz darf ja Jeder nur immer ſein koloſſaler Erfindungsgeiſt, die göttliche gin machen. Alſo ich ſchreibe an die alte Tante und Leichtlebigkeit und der famoſe Witz vor. Vmd frage an, ob ich nicht hoffen könne, die Damen in Und richtig, als noch zwei Tage vergangen, da 8 Lauchſtedt begrüßen zu dürfen, ich ſchiebe wegen meiner waren Hans und Thekla Verlobte. Die Braut flog 5 vorjährigen plötzlichen Abreiſe einige Entſchuldigungen mit einem Jubelruf auf der Lippe zu Beckers. Aber ein, ich laſſe ſchließlich fallen, daß ich immer und immer warum theilten weder Chriſtel noch Heinrich ihre n an Thekla denken müßte und daß mir neulich geträumt Freude? und warum klang deren Glückwunſch gar ſo 4* hätte, wir gingen durch einen ſchönen Wald und wären geſchraubt? Wie ſie nun bereuten, daß ſie in Thekla's it ſehr glücklich. Der Brief ging ab, die Antwort war Gegenwart nie über Hans geſprochen! Aber wie ii da. Die Tante ſchrieb, daß ſie jedenfalls kommen bätten ſie auch das, das erwarten können! Hätte b würden und daß Thekla vor Freude geweint hätte. Thekla ſie doch in's Vertrauen gezogen! Als dieſe, Was ſagſt Du nun, Stern meines Lebens? natürlich ſehr erſtaunt, wieder gegangen, rückte unſer

Ja, ſprach ſie gedehnt,das mag ganz gut ſein, aber die Hauptſache! Dein Vater, wenn er wieder Wind bekommt, und das Geld?

Geld? Nach drei, vier Tagen wie Heu! Bei meinem Barte!*

Doch Dein Vater ich begreife nicht

Der wird vor Freude über drei Tiſche ſpringen. O, ich ſage Dir, Dein Hans iſt ein koloſſaler Schlau⸗ kopf! Aber frage nicht weiter, ich verrathe gar nichts, Du ſollſt überraſcht werden!

Sie ſchwieg, obgleich ſie von der Wahrheit über zeugt war. Aber die Klugheit gebot, Hans von ihrem Zweifel nichts merken zu laſſen, und ſie beruhigte ſich mit dem Gedanken, daß ja ſchon die nächſten Tage Aufklärung bringen müßten, ob ſie auf baldigſte Ueber⸗ reichung eines Kleides, eines roſa Hutes, eines weißen Tuches u. ſ. w. rechnen könne. Wenn ſich dann zeige, daß der Galan geflunkert, ſo ſei es ja noch immer früh genug, ihm die Freundſchaft zu kündigen.

Am andern Morgen erſchienen Thekla und die Tante. Es kam den Damen ſehr gelegen, ihr vor⸗

Ehepaar zu einer Berathung zuſammen. Die Si ng währte ſehr lange. Thekla reinen Wein einſchenken? Ihr mit wenigen Worten ſagen, welch' eine Pflanze der Junker ſei? Das wäre grauſam. Denn ſelbſt⸗ verſtändlich würde ſie ſich dann ſofort zurückziehen

wieder vernarben würde. Und wenn Hans, was Beckers ja nicht wiſſen könnten, derweil in ſich ge⸗ gangen? Wenn er ſeit dem Tode Cornelia's den feſten Vorſatz gefaßt, ein Anderer, Beſſerer zu werden? Zwar habe er ſich ſchon im vergangenen Sommer hier aufgehalten, ſtatt in Halle der Wiſſenſchaft obzuliegen, allein man könne ihm ja nicht nachſagen, daß er hier eine Liebſchaft unterhalten oder leichtſinnige Streiche begangen hätte. Ja, es ſei klar und aus dem Briefe, den er von Halle an die Tante geſchrieben, gehe es ja hervor, daß er während der vorjährigen Saiſon nur um Thekla's willen hier gelebt, und ſeine Liebe zu Thekla ſel ja der ſicherſte Beweis, daß er mit der Vergangenheit gebrochen und die beſten Vorſätze ge⸗

faßt habe. Darum Schweigen. Was in Hans noch

mit einer Wunde in der Bruſt, die nie, niemals