wagen. Er indeſſen, der ſeinen ſchönen Kopf im vollen Lichte trägt, reitet langſam voran, mit einer Majeſtät ohne Gleichen, in dieſer faſt abſoluten Iſolirung der Allmacht, in dieſer faſt göttlichen Souveränetät der Monarchen des Orients. Er iſt der Typus der aſiatiſchen Größe. Der Blitz ſeines Auges, der in ſeinem ännlichen Züge eingegrabene feſte Wille, die Energie ſeiner Haltung, Alles läßt den ge⸗ bornen Herrſcher fühlen. Man hat weibiſche Sultane ſehen können; der Orient hat uns in dem ganzen Preſtige des aſiatiſchen Pomps, im blendenden Mittelpunct eines ſtrah⸗ lenden Lichts irgend eine blaſſe, verweichlichte Figur zeigen können, die ſich unter dem Feuer der Diamanten beugte; ein kriegeriſcher Apparat verſuchte umſonſt ihre Schwäche zu verbergen, die barbariſche Phantasmagorie des muſelmän⸗ niſchen Königthums konnte ſie wohl mit ſeinem Preſtige bedecken, aber dieſe Schattenbilder von Souveränen erregten Lachen. Dieſer Sultan läßt nicht lachen. Auf dieſer mar⸗ morglatten Stirn zeigt ſich keine Weichlichkeit; keine Erſchlaf⸗ fung in dieſem geſchmeidigen und feſten Körper; kein Träumen in dieſem entſchloſſenen Auge.
Der Padiſchah reitet entſchloſſen voran. Sein Blick fällt auf uns; einen Augenblick verweilt er auf den Damen: die höchſte Höflichkeit des ottomaniſchen Monarchen. Er reitet vorüber; er iſt vorbei geritten. Seine Adjutanten folgen ihm in einiger Entfernung; die Schwadron Zuaven gruppirt ſich und reitet an der Spitze. Dann erheben ſich die Stirnen allmälig, aber die Geſichter behalten den Ein⸗ druck der Verehrung. Es ſcheint, daß der Mann, welcher eben mit uns dieſelbe Luft eingeathmet hat, faſt ein Halb⸗ gott ſei. Man kann ſeinem Herzen dieſen ganz orientaliſchen Eindruck nicht verbieten. Niemals verbreitete das durch ſeine Strenge ſelbſt vergrößerte Königthum einen ſolchen Glanz. Nachher ruft man ſich die einzelnen Umſtände ins Gedächtniß zurück; man ſagt ſich, wie das Geſchirr des präch⸗ tigen Roſſes von Silber glänzte, welche Diamanten den Sattel verzierten, man erinnert ſich der Ordnung des Gefol⸗ ges, der Schönheit dieſer arabiſchen Pferde, der maleriſchen Einfaſſung dieſer Turbane, jener Lumpen, jenes Volkes, das zugelaſſen wird, ohne überwacht oder verhindert zu werden, ſeinen Souverän ganz in der Nähe zu betrachten. Aber man hat nur ihn geſehen, man ſieht nur ihn, den Arun⸗al⸗Raſchid, den Sohn Mahomets, die Sonne.“
Die Hunde-Ausſtellung zu Paris.
Bei der bevorzugten Stellung, welche die Hunde in Haus, Hof und Familie, in allen Claſſen der Geſellſchaft, bei Alt und Jung, einnehmen, iſt es kein Wunder, daß die Hunde⸗Ausſtellung in Paris die größte Aufmerkſamkeit Aller, unter denen die Löwen des Tages und zartbeſaitete bejahrte Jungfrauen nicht die Minorität bilden, auf ſich zieht. Ein pariſer Correſpondent ſchreibt darüber, wie folgt:
In Billancourt iſt bekanntlich die Abtheilung der Landwirthſchaft auf der allgemeinen Ausſtellung. Einige hundert Hunde bellten uns melancholiſch und heiſer entgegen; man dachte ſogleich an den ſich langweilenden heimiſchen Hund. Auch auf dieſer landwirthſchaftlichen Ausſtellung und auch unter den Hunden muß das beſcheidene, nützliche Ver⸗ dienſt dem Luxus nachſtehen. Die Landwirthſchaft zählt dort kaum ſechs Schäferhunde, und nur einer iſt darunter preis⸗ würdig. Er heißt„Lump“, und erhielt den erſten Preis.
Novellen⸗ZJeitung.
Er macht ſeiner Medaille eben ſo viel Ehre als ſeinem Na⸗ men; er iſt reiner Race und Vollblut aus der Brie, rauhe dichte Zotten, lang ausgeſchweifte Schnauze, ſcharfe Fang⸗ zähne, ungewöhnlich ſtark und lang; dabei ſanfter, gemüth⸗ licher Phyſiognomie und ſehr lebhaft, unzweifelhaft ein Menſchenfreund. Sein Herr und Ausſteller, ein Hirte aus dem Departement Seine und Marne, läßt keine Fortſchritte in der Civiliſation nach dem Maßſtabe des Seifenverbrauchs errathen, und ſeinem„decorirten“ Hund beläßt er die Local⸗ farbe, indem er ihn ſo unreinlich und ungewaſchen als nur möglich ausſtellt.
Die haarloſen, meiſtens auch ſchwanzloſen Fleiſcher⸗ hunde, welche ſo zu ſagen allein und ohne Knecht eine Heerde von Ochſen auf den Markt treiben, dieſe talentvollen Agenten polizeilicher Ordnung und Sicherheit, fehlen gänzlich. Auch aus anderen Ländern iſt vom betriebſamen oder bäuerlichen Hunde⸗Proletariat auf der Weltausſtellung nichts zu ſehen. Umſonſt ſucht man den ſchönen Hof⸗ und Schäferhund aus Böhmen, der ſeine Verwandtſchaft in der Brie hat. Der Kaiſer von Rußland ſtellte wohl aus der Ukraine zwei bewun⸗ derungswürdige Hunde aus, welche halbwilde Pferde und Ochſen auf den Steppen bewachen und gewiſſermaßen admi⸗ niſtriren; aber ſie beanſpruchten und erhielten eine privilegirte — Sonderſtellung. Die Ausſtellung zeigt uns auch nicht den ſibiriſchen Urhund, den Polarhund, wahrſcheinlich Stamm⸗ vater aller Hunde auf Erden und der einzige Freund und Diener der Oſtiaken und Eskimos.
Hingegen machen ſich die Phantaſie⸗Hunde ſehr breit. Sie werden von Händlern ausgeſtellt. Einer derſelben, Ravy Sohn und Comp., ſchreibt unter ſeine Firma: Specialität von Appartement⸗Hunden. So werden im Geſetz über die Hundeſteuer die Schooßhunde genannt, wovon das Stück ſo viel koſtet, als ein tüchtiges Dienſtpferd. Dieſe noble Cra⸗ pule unter den Hunden wagt es, ſich auf einer landwirthſchaft⸗ lichen Ausſtellung ſehen zu laſſen. einen erſten Preis für eine italieniſche Windhündin: ein ſchönes Thier, ein Modell hündiſcher Vornehmthuerei, einen Mantel mit einem herrſchaftlichen Wappen tragend, von einem Livrée⸗Diener begleitet. Den meiſten Lärm machen die kleinen Habaneſen, welche in der Hundewelt die Dummheit, den Egoismus, die Unduldſamkeit, die Liebloſigkeit vertreten, und wohl deshalb ſo ſehr in der Mode ſind. Auch ſehr häßliche Mopſe ſind ausgeſtellt, jedoch falſche Mopſe; denn die ächten ſind ausgeſtorben.
Durch vornehme, ſchweigſame Haltung imponiren die engliſchen Dachshunde und Rattenfänger; dann große intelli⸗ gente Pintſcher, welche für die Jagd auf Wildenten abgerich⸗ tet ſind. Zwei Schottländer, Stop und Diamond, ſind von ſeltener Schönheit. Glücklicherweiſe ſind die Pudel, dieſe Magiſter unter dem Hundegeſchlecht, noch nicht ausgeſtorben. Sie bilden eine kleine, aber gewählte Geſellſchaft. Einer Gruppe von drei ganz weißen Pudeln wurde der erſte Prſß zuerkannt. Die Bulldoggs, welche die Pariſer Polizei außer⸗ halb des Geſetzes geſtellt und aus der Stadt verwieſen hat, ſind auffallend zahlreich.
Den Glanzpunct der Ausſtellung bilden die Jagdhunde, die zu Preiſen verkauft werden, welche man in ihrer unver⸗ ſchämten Höhe kaum einzugeſtehen wagt. Am ſehenswürdig⸗ ſten iſt wohl ein Pyrenäenhund für die Bärenjagd, ein großes, ſtarkes, muthiges Thier, das ebenſo viel Herzensgüte und Geſellſchaftstalente als Verſtand beſitzt. Neben ihm prangen ſehr ſchöne Neufundländer und mehrere recht ſchöne Alpenhunde, entnationaliſirt und Baſtarde. Sie werden als
Obige Firma erhieee
—
Hun Ber
neugi zu ler gerad teitre
ſcheid
mit u und? genüg
ſchön fachh gorie ihm
Vork
Mar Gel inde ſpri Lint eine ſoß


