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Vierte Folge.
denn ich weiß es, ſolch' einem Scherz iſt Goethe nicht entgegen.“
Dafür geſtimmt ſind die Geſchwiſter ſchon, aber dennoch zögern ſie und bringen mehrfache Einwen⸗ dungen vor. Allein Chriſtel malt dieſen Ueberfall mit ſo verlockenden Farben aus und weiß ſo mancher⸗ lei aufzutiſchen, was ihrer baldigen Vermählung— indem man Goethe, der jetzt ſicher die heiterſte Laune habe, die Erlaubniß dazu weit leichter abſchmeicheln könne— von Nutzen ſei, daß Heinrich gar bald auf ihre Seite tritt.„Glaubt mir, ein freundlicher Ge⸗ nius zeigt uns den Weg. Cornelia, fürchte Du nichts. Es koſtet mich ein Wort, und weder Goethe noch ſeine Gäſte haben Dich geſehen, Niemand von ihnen hat eine Ahnung, daß Du in Goethe's Hauſe, daß Du bereit biſt, mit den alten Verhältniſſen zu brechen. Und wenn Ihr an eine Ausſöhnung mit Eurem Oheim denkt, wer kann Euch da wohl nütz⸗ licher zur Seite ſtehen, als Goethe oder Herder oder Wieland, die wir, wie ich vermuthe, dort treffen werden? Ueber uns ſchwebt unſer Schutzengel, über⸗ laſſen wir uns ſeiner Führung!“
Und noch hie und da aufſteigende Bedenken weiß ſie ſchleunigſt zu unterdrücken:„Dein Oheim glaubt Dich bei der Frau Herzogin.“ Sie nimmt Beider Hände und zieht ſie mit ſich fort, und da iſt die Pforte ſchon erreicht, die Steintreppe ſchon erklommen, die Haus⸗ thür ſchon geöffnet. Gleich einem auf der Lauer lie⸗ genden Ungethüm ſteckt der Diener den Kopf aus der Küchenthür. Er traut ſeinen Augen nicht; die Geſtalt der Hand und um den Schleier ch die Neumannin ſein? Er will ndern anhalten, um ſie zu melden,
kann doch unmög fragen, auch die
wie ſich das gehört; aber ehe ihn ſein Erſtaunen noch
zu Wort kommen läßt, iſt der ſonderbare Beſuch ſchon oben und pocht an die Thür.
Iſt das eine Geſellſchaft? Zwei ſtehen am Fenſter, Zwei am Ecktiſch, Einer am Ofen, Zwei oder Drei in der Mitte des Zimmers. Hier gänzliche Stille, dort ein Flüſtern, dort gar Mienen und Bewegungen, als ob andere Meinungen herrſchten. Goethe, die Hände auf dem Rücken, ein„Hm!“ nach dem andern murmelnd, in ſichtbarer Erregung, geht bald nach rechts, bald nach links; iſt denn das der ſonſt ſo an⸗ genehme, liebenswürdige Wirth?— In der That, es war eben etwas geſchehen, was ſich leicht begeben kann, wenn große Geiſter beiſammen: Wieland und Herder, die Wielandin und die Herderin hatten ſich tüchtig gezankt. Und wie das ſo gekommen? Im Grunde war ſowohl Wieland's wie Herder's ſchwacher Magen daran ſchuld, denn Beide hatten am Mittag des Guten zu viel gethan, das heißt, der Eine hatte Speckklöße
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und der Andere Vieſelbacher Kumbs gegeſſen— Speiſen, die ihnen nicht dienlich waren und noch um dieſe Stunde wie Blei im Magen lagen. Natürlich war dieſe Un⸗ bequemlichkeit der Stimmung wenig günſtig, die ſich, als man zu Allem Unglück Wieland's Lieblingskind, den„Oberon“ berührte, Luft machte. Herder wollte im dritten Geſange einen nicht nur harten, ſondern ſogar grundfalſchen Reim entdeckt haben, und Wieland dieſe Entdeckung nicht nur nicht acceptiren, ſondern geradewegs behaupten, die Sucht zu tadeln arte bei Herder in Krankheit aus. Da flogen nun ſpitze Worte herüber und hinüber, da fühlte ſich auch der Wirth getroffen, der dem Dichter bei der neueſten Ausgabe rathend zur Seite geſtanden, da traten die Frauen natürlich auf Seite ihrer Männer und— die allge⸗ meinſte Verſtimmung war fertig. Wie hatten auch die Andern: Corona, Luiſe Rudorf und Knebel dar⸗ unter zu leiden! Lag es doch wie eine Gewitterwolke auf Allen!
„Herein!“ tönt da Goethe's Ruf durch die Stille.
Die Thür geht auf, und ſogleich bemerkt Chriſtel, die voranſchreitet, daß hier nicht Alles in Ordnung. Aber dieſe Entdeckung und die erſtaunten Geſichter ringsumher ſchüchtern ſie nicht im Mindeſten ein, und hinter ſich auf Becker und Cornelia deutend, hebt ſie an:„Wir laden uns ſelber ein und wo wir, Oberon und Titania und Titania's Geſpielin, uns zeigen, da wird man uns freundlich willkommen heißen, denn wir bringen Glück, Fröhlichkeit und Eintracht.“
Wieland nimmt eine Priſe; er iſt überzeugt, daß dieſer Ueberfall die Laune des Herrn Geheimeraths vollends untergraben wird. Und wirklich ſteht Goethe im erſten Augenblicke ſtarr und ſtumm, er überlegt,
dob er ein„Hinaus!“ donnern oder ein„Willkom⸗
men!“ rufen ſoll; aber hat nicht ein freundlicher Ge⸗ nius dieſe Drei geſchickt, damit ihre Gegenwart er⸗ friſchend auf die üble Stimmung wirke?—„Will⸗ kommen!“ ruft er da.
„Schönen Dank,“ ruft Chriſtel,„ſo, die Zweige in die Ecke, nun ſind wir wieder ganz gewöhnliche Menſchenkinder. Wenn wir auch nicht im Faſching ſind, wir bitten, nehmt den kleinen Scherz nicht übel. — Meine Hochachtung dem Herrn Hofrath Wieland. Gelt, was ſagen der große Dichter zu dieſem Oberon und dieſer Geſpielin der Titania?“
In demſelben Grade wie Wieland ſind auch die Andern erſtaunt, in Chriſtel's Begleitung Becker und bei dieſem die Schweſter zu finden.
„Trafet ihr Euch zufällig?“„Um dieſe Stunde?“ „Feiert Ihr das Geneſungsfeſt?“„Was, der Baron hat ſich bekehrt?“ ſo fragend ſtürmt man nun auf ſie ein.


