in wußte der reich Duiel ver⸗ und jett derzens, Erden!
1„wohl Wort, jg, neij, die
ben mit⸗ Nielſen
de Nacht a Küſten⸗ hat. Wie ohne ge⸗ inen Her⸗ Mißgunſt chen den ſteht in Pöͤltchen und den zuckenden ie Mabl⸗ t umſonſt auſes prü⸗ Knechten ftärkſten u waͤren; 1 Nacht,“ er Nacht. er und in gen üiber⸗ um laut dkreiſchte le Syitzel ) tauchte. fen bargen I ihm, von geſellen, iſchen del muſendes d klagend nchdem en anlab ge⸗
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Vierle
Athemzüge von der Diele her zeigen, daß die Knechte in Frieden ausruhen von ihrer Arbeit, auch Knut legt ſich nieder und bald ſchlummert Alles drunten im Hauſe trotz des tobenden Sturmes; droben aber im Erker, wo die Edda ſchlief, hat die ganze Nacht über das Lämplein gebrannt und iſt erſt mit dem Morgen erloſchen; weiß nicht, was im Kämmerlein ſelber ſich begeben, die Schiffer aber, die der Sturm draußen überraſcht auf der See, haben das Licht an⸗ geſehen wie ein Sternlein des Himmels, das ſie warnt vor der verderblichen Brandung und haben Gott dafür gedankt.
So hat jede Sache ihre gute Seite; Edda kann nicht ſchlafen die ganze Nacht und die Schiffer danken dafür Gott.
Wo aber iſt Erich Niegelſon? Schläft er?
Und der Sturm zog vorüber bis an die Klippen von Haina und prallte zurück an den mächtigen Stei⸗ nen, zurück in die enge Bucht, und wie er toſend ſich wieder in die ſchäumende Fluth tauchte, traf er auf eine Mannesgeſtalt, die düſter und des Sturmes nicht achtend am Hange der Felſen ſtand. Erich, was willſt Du hier draußen am Strand? Wild ſchüttelt Dich der Sturm, Dein Haar flattert im Winde und die toſende Fluth netzt Dir gierig den Fuß. Erich, geh hinein in das Haus Knut Hioreif's, wo Edda den Schlaf ſucht und nicht finden kann!“
„Der Abend war ſo ſchön und heiter,“ murmelt er dumpf,„die Nacht iſt um ſo wilder, mein Herz war ſtille im Hoffen und Träumen, nun iſt es er⸗ wacht, und ringsum iſt es Nacht und entſetzliches Dunkel! Kein Licht allüberall, kein Stern am düſteren Himmel! Stehe ich nicht hier, wie das Kind, das ſelig in ſeines Vaters Schooße ruhte und nicht der Zukunft gedachte, da es ſich von ſeines Vaters Liebe geborgen und in alle Zeit geſichert wähnte; nun iſt der Vater plötzlich geſtorben, erſchoſſen, im Meere er⸗ trunken, vom Felſen geſtürzt, das iſt Alles Eins, denn er iſt todt, und hohnlachend haben ſie das Kind aus dem Erbe hinausgeſtoßen in den wüthenden Sturm
und haben die Thür hinter ihm zugeſchlagen ohne Er⸗
barmen! Der Sturm heult, das Meer brauſt, es iſt ſo kalt und feucht, aber was kümmert das Alles das Kind? Mein Vater iſt todt, kreiſcht ſeine Seele und alle Fibern ſeines Körpers ſchlagen es nach, mein Vater iſt todt, auf ewig verloren, das Kind iſt ver⸗ wieſen und weiß nicht wohin, während Andere in ſeinem Hauſe es ſich wohl ſein laſſen werden und ſich freuen, denn was denken ſie an das elende verſtoßene Kindesherz!“
Verſtoßen, verſchmähet! Das iſt der Liebe ent⸗ ſetzlichſter Fluch, geſtorben dagegen klingt ihr wie ein
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Folge. 407
Engelsgruß, denn ſie weiß ja doch dann das Gras, darauf ſie weinen kann!
Und Erich lachte gell auf in dem Gedanken an die verlorne Edda und das Meer brauſte und am Felſen klang das Lachen wieder, daß Erich ſelbſt über den Klang ſeiner Stimme zurückbebte.„Lebe wohl,“ flüſterte er dumpf,„lebe wohl, Du heißgeliebte, auf ewig verlorne Edda!“
Da legte ſich eine Hand auf ſeine Schulter, er⸗ ſchrocken ſchaute er ſich um, Nielſen Trampe ſtand vor ihm.
„Wißt Ihr noch, Junker,“ ſprach er mit leiſer gedämpfter Stimme,„das Märlein vom Hakonfelſen? Der Normanne umfreiete vergebens die Edda von Island und nimmer hätte er ſie ohne den Axel, den Freund, gewonnen: wohlan, Junker Erich Niegelſon, Nielſen Trampe will Euer Axel ſein! Nehmet die Edda hin, möge ſie glücklich in Euren Armen ſein; ſie iſt ein herrliches Weib und ſelig iſt der zu nennen, dem ſie ihre Liebe und ihr Herz ſchenkt! Ihr habt drüben eine andere Art, ein Weib zu gewinnen; glattes Wort und ſüße Rede ſind Eure Waffen, während Islands Sohn für die Geliebte in ſtürmender See den Dorſch fängt und das Netz wirft, oder am ſchwankenden Seil das Neſt der Möve und Eider ſucht— allein Edda liebt Euch und Nielſen Trampe iſt ihrem Herzen nur Bru⸗ der! Junker Erich, ich ſtand hinter den Felſen, als Euch Edda den Eiderdaunenfang von Skaga erzählte: Nielſen Trampe wollte damals ſein Leben hingeben für Edda, um ſie zu erfreuen— wohlan, Nielſen, jetzt kannſt du ſie glücklich machen, nun zaudere nicht und opfere dein Herz für ſie! Sagen Sie, Junker Erich, meiner Schweſter Edda, ihr Bruder Nielſen führe morgen mit hinüber auf den Seehundsfang gen Grön⸗ land und nie würde er heimkehren und die Edda umfreien, ihr Herz ſei frei und ſie möge es dem Hakon geben, Axel's Werk ſei vollbracht!“
Und ehe Erich dem Nielſen Trampe hatte ant⸗ worten können, hatte ſich dieſer in das Dunkel ge— wendet und war verſchwunden; als der Junker ſchnell an das Ufer eilte, um ihn zurückzuhalten, hörte er ſchon Nielſen Trampens Ruderſchläge.
„Bleib, Axel, bleib!“ rief Erich hinaus in den wüthenden Sturm,„die Edda iſt Dein!“
„Nein, Hakon,“ tönte es wieder aus dem ziſchen⸗ den Meer,„nein, denn nur mit Dir kann ſie glück⸗ lich werden! Aber Eines noch—(und die Wuth der Wellen legte ſich, als wollte ſie mit bitten im Flehen Nielſen Trampens)—: mache die Edda glücklich und bleibe mit ihr auf Island, denn die Eisblüthe des Eilandes kann nur auf heimiſchem Boden gedeihen, „Bleibe auf Island!“
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