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ciell einzugehen, ſo werden Sie es gewiß dem Inter⸗ eſſe für anpaſſend halten, wenigſtens einige Andeu⸗ tungen zu machen. Der Verfaſſer ſtellt ſich faſt nir⸗ gends auf den Standpunct traditioneller Shakeſpeare⸗ verehrung, und wenn er auch zu den Verehrern ge⸗ hört, ſo will er doch immer nur mit eigenen Augen ſehen und ſich Ueberzeugungen ſtatt Vermuthungen holen. Es kann dabei nicht feblen, daß dieſe Rich⸗ tung oft im Gegenſatz zur Uebertreibung des blind gebornen oder blind gewordenen Jüngers vom Shake⸗ ſpearecultus hin und wieder etwas ſehr Oppoſitionelles erhält und ſich dem nackt Realiſtiſchen, der Profani⸗ tät nähert, eine Neigung, die einem geiſtreichen, ge⸗ bildeten, aber immer doch dilettantiſchen Autodidakten, wie es Rümelin in Bezug auf Dramaturgie des wei⸗ teſten Begriffes iſt, immer ſehr nahe zu liegen pflegt. Aber es wird dadurch manchem eingebürgerten zopfigen Meinungsauswuchs mit geſundem Raiſonnement ent⸗ gegengetreten. Dieſe Einfachheit der Betrachtung ohne Voreingenommenheiten mag ſich am beſten im nachfolgenden Reſumé über des Dichters Lebensver⸗ hältniſſe zeigen; es heißt da:
Von einem wohlhabenden und angeſehenen Bür⸗ ger eines engliſchen Landſtädtchens und einer adligen Mutter abſtammend, mußte er gleich als Knabe Zeuge von dem allmäligen ökonomiſchen Ruin und dem ſin⸗ kenden Anſehen des elterlichen Hauſes ſein. Zuerſt für eine höhere Bildung beſtimmt, wurde er mit zwölf Jahren aus der Schule genommen und mußte für ſeinen und des Hauſes Unterhalt arbeiten. Mit achtzehn Jahren kam er in die Lage, daß er ein acht Jahre älteres Landmädchen heirathen mußte oder heirathen zu müſſen glaubte. Sei es, daß die Stel⸗ lung und Lage, in die er ſo gekommen war, ihm über⸗ haupt unerträglich ſchien oder daß ihn ein beſtimmter Anlaß, insbeſondere ein Conflict mit den Behörden forttrieb, mit zweiundzwanzig Jahren verließ er ſeine Frau und drei Kinder und ging nach London auf ein Theater, an dem er durch Landsleute eine Fürſprache hatte. Es war dies ein Schritt, durch den er nach den damaligen Begriffen die öffentliche Sitte auf's Schwerſte verletzte und für Lebenszeit die Acht der bürgerlichen Geſellſchaft auf ſich zog.
Anfänglich für niedere Dienſte und Rollen ver⸗ wendet, fand er bald, daß er ſolche Theaterſtücke, wie er ſie täglich hörte und wie ſie vom Publicum immer wieder neu begehrt wurden, wohl auch ſelbſt zu machen im Stande ſein würde. Die Verſuche, die zuerſt nur in neuen Redactionen und Nachahmungen beſtanden, gelangten in Kurzem zu überraſchendem Erfolg. Er erregte den Neid ſeiner Zunftgenoſſen und die Auf⸗
merkſamkeit und Bewunderung der Theaterfreunde.
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Unter den Letzteren war ein ſchöner, reicher Jüngling, ein eifriger Liebhaber der Kunſt und Mäcen der Muſenſöhne, der den Genius unſeres Dichters er⸗ kannte und ungeachtet der Kluft des Standesunter⸗ ſchiedes in ein näheres und danerndes Verhältniß zu ihm trat. Durch dieſe Neigung beglückt und durch die wachſende Gunſt des Publicums gehoben, ſtieg er nun raſch empor. Er dichtete und widmete dem jun⸗ gen Freunde die beiden größeren lyriſchen Dichtungen: Venus und Adonis, Tarquin und Lucretia, ſowie einer damaligen Sitte gemäß einen Sonettenkranz, wodurch ſein Name und Ruf zuerſt und allein auch in ſolche Kreiſe drangen, die ſich dem Theaterweſen fern hielten. Auf der Bühne aber folgte nun raſch eine Reihe ſeiner gefeiertſten Dramen.
An ſeiner bürgerlichen und geſellſchaftlichen Stel⸗ lung änderte ſich durch den ſteigenden Dichterruf und das nähere Verhältniß zu dem Grafen Southampton und einigen andern vornehmen Theaterfreunden wenig oder nichts. Er blieb auf die Kreiſe des Theaters, auf die in demſelben herkömmliche Lebensweiſe be⸗ ſchränkt. Ohne Frauenliebe konnte er nicht leben, aber ſein Beruf wie ſeine Stellung als flüchtiger Gatte und Vater verſchloſſen ihm den Zutritt in acht⸗ bare Familien. Dagegen geſtaltete ſich ſeine ökono⸗ miſche Lage ſehr günſtig; durch die Unterſtützung ſeines hohen Freundes und Gönners wurde er in Stand geſetzt, bei zwei Theatern die Stellung eines Miteigenthümers und Directionsmitgliedes anzutreten, und da dieſe Theater ſehr gute Geſchäfte machten, ge⸗ langte er hierdurch zu einem bedeutenden Einkommen. Er beſaß wirthſchaftliches Talent, unterhielt die Seinigen, unterſtützte die Eltern und legte daneben von Jahr zu Jahr ſeine Erſparniſſe in Häuſern, Gütern, Zehnten und Grundrenten an. Wenn es wahr iſt, daß Shakeſpeare es zu einem Jahreseinkommen von 5 bis 600 Pfund Sterling, was nach jetzigem Geld⸗ werth der vier⸗ bis fünffachen Summe entſprechen würde, gebracht habe, ſo wäre er die glänzendſte Aus⸗ nahme von der Regel, nach welcher die Dichter die Zeit, da die Güter der Erde vertheilt werden, zu ver⸗ paſſen pflegen. Daß er zu anſehnlichem Reichthume gelangte und mehrere Häuſer und Grundſtücke beſaß, gehört jedenfalls zu den ſicherſten Thatſachen ſeines ſonſt ſo dunkeln Lebensganges. Wer ſich aber nur das genauer vergegenwärtigt, der wird nicht im Zwei⸗ fel ſein, daß ihm ein ſolcher Goldregen nicht ohne ſein Zuthun in den Schooß fallen konnte.
Im Lauf der Zeit, etwa gegen das vierzigſte Lebensjahr des Dichters hin, traten allmälig innere und äußere Veränderungen in ſeinen Verhältniſſen ein. Ohne daß ein Wechſel in den gegenſeitigen Ge⸗


