Jahrgang 
1-26 (1867)
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Was iſt mir wer hat mir das gethan? Bin ich es denn, Erich Niegelſon, oder bin ich es nicht mehr?

Und während er noch ſo ſann, legte ſich leiſe eine Hand auf ſeine Schulter; erſchrocken ſchaute er auf, und blickte in das Angeſicht Edda's, die wunderſam verklärt im ſilbernen Mondenſchein vor ihm ſtand. Die ganze Geſtalt Edda's war von einem weiten weißen Mantel umhüllt, den ſie um ſich geworfen, zum Schutze gegen die Nachtkühle; nur das bleiche, wunderſchöne Antlitz war frei, denn ſelbſt um das Haupt ſchlang ſich in bauſchigen Falten das ſchim⸗ mernde Kleid. So ſtand ſie vor Erich, wie eine Norna aus Islands grauer Vergangenheit, wie eine Heldin aus Oſſians verklungenem Reckenlied, und das Meer rauſchte tief auf wie zum Gruße der geliebten Herrin, dann legte es ſich wieder leiſe plätſchernd zu ihren Füßen nieder.

Was treibt Euch, Fremdling, hinaus aus dem luſtigen Reigen von Island? ſagte ſie ruhig und feſt, ohne ihre Hand von der Schulter des Fremden zu nehmen.Findet Ihr nicht Luſt an dem Treiben der fröhlichen Jugend, die ſoeben im Kreiſe altis⸗ ländiſche Sage erzählt in Lied, Märchen und Spruch habt Ihr vielleicht Heimweh nach dem fernen Hei⸗ mathslande drüben über dem Meer? Sagt mir's, Junker denn Euer Schmerz bekümmert mich, ich ſah Euch ſchon den ganzen Abend ſo trübe und finſter drinnen auf der Diele und endlich ſuchte Euch mein Blick ganz vergebens in dem fröhlichen Reigen, bis ich Euch im Mondenſchein hier an der Bucht ſitzen zu ſehen glaubte und Euch aufſuchte!

Ihr ſuchtet mich, Edda? entgegnete finſter Erich Niegelſon.Was kann Euch an mir gelegen ſein! Hattet Ihr doch drinnen den Nielſen Trampe, der Euch zum Tanze geführt und Euch im Reigen gewonnen, und den die Leute von Huſavig und Holum und die ringsum aus dem Banne der ganzen Inſel Euren Verlobten nennen allüberall und Ihr ſuchet mich, Edda?

Ich verſtehe Euch nicht, Junker, ſprach Edda und nahm die Hand von Erich's Schulter.Ja, ich ſuchte Euch, wie ich einen Jeden ſuchen würde, der an meines Vaters Herde trübe und bekümmert darein blickt, während ſonſt in jedem Auge Freude und Ver⸗ gnügen lacht. Darum ſuchte ich Euch, und nicht

allein, denn ich bat den Nielſen Trampe, mir zu helfen, daß wir Euch fänden und zurückführen könnten in die Mitte der Fröhlichen. Nicht wahr, Niels, das wollten wir(und Edda wandte ſich um und reichte wem Bauernſohn von Enkernäs, der mittlerweile ans den Felſen zur Seite getreten war, freundlich die

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Folge.

fangen und wollen ihn ſo lange herzlich bitten, bis er wieder mit hinein geht auf die Diele!

Ja, Junker ſprach Niels Trampe mit feſter tönender Stimme, während ſein Auge ruhig und feſt auf Erich haftetetragt uns die Ruhe nicht fort von der Diele, kommt zurück und nehmt fürlieb mit dem, was Euch Island bieten kann. Zu Kopenhagen mag es freilich beſſer und prächtiger ſein, ich bin meine Lebtage nicht über die Faröer hinausgekommen und will auch im Banne meiner heimathlichen Inſel ſterben, weiß darum auch Nichts von Seelands Pracht und Herrlichkeit aber Ihr ſeid nun einmal hier bei uns auf Island und müßt darum zufrieden ſein mit isländiſcher Art und Weiſe. Vermerkt's nicht übel, Herr Junker, ich bin ein ſchlichter Bauer, aber auf mein Island laſſe ich Nichts kommen, denn Is⸗ land iſt ſchön, wunderſchön, und wem ein gut islän⸗ diſch Herz in der Bruſt ſchlägt, dem klingt ſchon der Name Island wie ein herrlicher Glockenton; wie das Islandsmoos ſich an den Boden klammert mit aber⸗ tauſend Wurzeln, ſo tief es nur kann, mit ſeinen tief innerſten Kräften, und verdorret, wenn man es aus⸗ reißt und auf fremden Boden pflanzen will, ſo hängt des Isländers Herz an ſeinen Felſen und bricht, wenn es davon ſcheiden ſoll; wie die Möve immer den Flug heimwärts kehrt nach den Klippen von Is⸗ land, ſo kehrt auch alles Hoffen und Trachten eines gut isländiſchen Herzens nach ſeinem Eiland zurück. Ich möchte wahrhaftig nicht hinaus aus dem Lande, denn ich ſtürbe draußen ſicherlich eiſige Felſen und armes Land, aber das Segel ſchwillt und die Woge ſchäumt, luſtig ſpringe ich auf meines Nachen Bord und rufe fröhlich, daß die Möve es hört und hinaus⸗ trägt über das weite Meer: Hurrah, mein Island!

Und begeiſtert reckte ſich Nielſen Trampens kräftiger Körper, daß er daſtand zwiſchen den Felſen des Ufers ſelbſt wie ein mächtiger Felſen von Island: ſein Auge blitzte und hochauf ſchwang er den Hut mit dem Hurrah für Island!

Ja, Niels, rief Edda und lehnte ſich vertrau⸗ lich an ihn,Island iſt ſchön und ich möchte nicht von ihm laſſen mein Lebelang; wollten ſie mich fort⸗ nehmen von dem heimiſchen Boden, ich würde ver⸗ dorren wie das Sandhaargras aus der Ebene von Holum, wenn man es ausreißt und auf den Felſen wirft!

Und zu Erich ſich wendend ſprach ſie:

Meinet Ihr denn, Junker, Island ſei nicht ſchön? Ich will Euch hinausführen auf unſer mäch⸗ tiges Eisfeld, auf den Brendermark, wenn die Sonne darüber hingeht und ſchier blind wird vor dem un⸗

Hand) und nun haben wir den Entflohenen ge⸗

endlichen Glanze der Eisberge, und dann ſollt Ihr