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ſüdlichen Sonne hatte ihren Brand nicht auf ſie ge⸗ worfen, und ſo war ſie erwachſen in lieblicher Sanft⸗ heit; ein einfaches blaßblaues Kleid ſchlang ſich um ihre zarten Glieder, das blonde Haar war ſchmuck⸗ los und einfach um die weißen Schläfe geordnet und auf dem Antlitz ruhte ein ſeliger und beſeligender Frieden, während in dem blauen Auge ein wunder⸗ ſamer, unausſprechlicher Reichthum lag. Wie ſie nun fröhlich auf Norſen zuſprang und ihm die Hand bot, da hätte auch der glühendſte Verehrer der ſüdlich⸗ brennenden Granate zugeſtehen müſſen, daß die Lilie des Nordens in ihrer Sanftheit und Stille von un⸗ ſäglicher Schönheit iſt.
„Ei grüße Euch Gott, ſchöne Edda, zu Eurem Wiegenfeſte!“ rief Norſen fröhlich.„Hab' Euch zum feſtlichen Tage auch ein Nüßlein zum Knacken mitge⸗ bracht, ein artiges Räthſel, da ihr doch allezeit daran eine herzliche Freude gefunden: ſaget mir, wißt Ihr denn, wer der Vater der Haimonskinder war?“
„Je älter Ihr werdet, Norſen,“ rief Edda la⸗ chend und legte ihm beide Hände auf die Schulter, „je neckiſcher werdet Ihr, ich will Euch aber den Willen thun und Euch Haimon den Vater nennen!“
„Bravo, mein Mädchen, Ihr wißt doch allemal den Nagel auf den Kopf zu treffen und ſchießt mir
den Vogel von der Stange; Haimon hieß der Vater⸗
ſo gewiß, als der Vater der Söhne Eduard's Eduard hieß und ich Norſen Kordrauſon. Aber verzeihet mir, Edda, daß ich Euch meinen jungen Gaſt noch nicht genannt, und erlaubet mir“— und Norſen verbeugte ſich tief und nahm eine ernſthafte Miene an—„daß ich als Euer Ceremonienmeiſter Euch den Junker Erich Niegelſon vorſtelle, der, von dem Rufe Eurer Schön⸗ heit durchdrungen, von der Fahne zu Kopenhagen deſertirte, um auf ewig zu Eurer Fahne zu ſchwören. Und Ihr, mein Erich“— fuhr Norſen fort, ſich zu dieſem wendend—„Ihr ſehet hier Edda, die Toch⸗ ter Knut's.“
Edda trat ruhig auf Erich zu, der ſie mit trun⸗ kenen Blicken anſchauete; erröthend ſchlug ſie die Au⸗ gen aber nieder, als ſie dem glühenden Blicke Erich's vegegneten, doch der Junker bemerkte es nicht, er faßte wie im Traume Edda's Hand, und betrachtete ſie lange und durſtig, Alles ringsum vergaß er, den Vater und den Norſen und das einſtöckige Haus am Iſefjord, ſein Traum erſtand wieder mit dem luſtigen Reigen und der einen ſchönen Jungfrau, und ihrer wunderſamen Augen Pracht drang ihm tief in das Herz und ſich ſelbſt vergeſſend, flüſterte er leiſe: „Edda!“ 4u*
Dann fuhr er verlegen und betroffen empor und Aammelte einige Worte des Willkommens,
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„Ich freue mich, Junker,“ entgegnete Edda, in⸗ dem ſie ihre Hand aus der Erich's zog,„daß Ihr gerade heute zur Feier meines Namenstages auf Iſef⸗ jord eingetroffen ſeid; ich kann Euch da einen lieb⸗ lichen Kranz isländiſcher Mädchen weiſen, obwohl Ihr“— fügte ſie lächelnd hinzu—„daheim in Ko— penhagen viel ſchönere und blendendere Damen haben werdet!“
Und leicht ſich verneigend eilte ſie der Thüre zu, durch welche eben neue Gäſte aus den einzelnen Gehöften Islands zur Feier des Namenstages ein⸗ getreten waren, kräftige isländiſche Männer und zarte Frauengeſtalten. ⸗Willkommen⸗ und ⸗Grüße Dich Gott» rief kräftig Knut Hioreif, und der wackere Stiftsamtmann von Vidöe hatte nicht Hände genug, um die immer ſich mehrenden Gäſte zu grüßen. Im⸗ mer mehr füllte ſich der Saal— Junker Erich Nie⸗ gelſon ſtand immer noch auf dem Platze, da ihn Edda begrüßt. Er war der Zielpunct vieler fragen⸗ den Blicke, und mancher ſchöne Mund fragte, wer der ſtattliche Fremde ſei— Junker Erich ſah Nichts und hörte Nichts, Junker Erich fragte ſich immer und immer wieder, ob das die Geſchwiſter der Lap⸗ pen, Finnen und Samojeden ſeien, und als ihm von ungefähr Klaus Ulfliot mit dem Trinkſpruch, mit den Thrantaſſen einfiel, ballte er erbittert die Hände über die Läſterung, die in dieſen Worten lag; aber Iſefjord, Iſefjord— den Namen mußte Erich ſchon vor ſeiner Ankunft in Island gehört haben, aber wo?
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Es wäre hier eine günſtige Gelegenheit, ſich ein— mal über Liebe weiter auszulaſſen, da Junker Erich nicht mehr weit davon entfernt war; allein es iſt mit der Liebe eine eigenthümliche Sache. Dichter und Sänger haben ſich allezeit Mühe gegeben, der Liebe tiefinnerſtes Weſen einmal ſo klar und deutlich in Worten darzuſtellen, daß man ihre einzelnen Mo⸗ mente daraus entnehmen kann, wie die einzelnen Me⸗ dicamente aus einem ärztlichen Recepte; es iſt aber bisher noch Keinem gelungen und wird auch alle Tage bis an der Welt Ende Keinem gelingen; denn, mag man auch ſelbſt noch ſo gut wiſſen, wie die Liebe ſich fühlt und wie die Liebe iſt, ſo kann man doch nun und nimmermehr mit dürren Worten ſagen, wie und was ſie eigentlich iſt. Da iſt ein Liebesblick, kein Maler kann ihn richtig malen, da iſt ein Liebes⸗ ſeufzer, kein Tonkünſtler kann die Weiſe treffen, worin er klingt, da iſt ein Händedruck, kein Mund kann ihn beſchreiben, da iſt nun gar erſt der Kuß der Liebe,— wozu alles das Mühen und Plagen, wir finden’s ja doch nicht, die Liebe läßt ſich nicht beſchreiben, wie der Stein der Weiſen nicht aufzufinden iſt. Die


