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Privatgeſellſchaften und andere geſellige Zuſammenkünfte, bei denen ebenfalls getanzt wird, nicht mitgerechnet. Man ſchätzte nun, daß jeder dieſer Bälle durchſchnittlich von 150 Perſonen beſucht wird, was für dieſen Winter 180,000 Perſonen geben würde, welche dieſe Bälle beſuchen. Ange⸗ nommen, daß ſich darunter 30,000 Herren befinden, die ſich der Mode gemäß kleiden und von denen Jeder ſechs Bälle beſucht, ſo würden die Auslagen derſelben dafür die enorme Sume von 5,700,000 Dollar erreichen, und wenn nur 5000 Damen für ihre Ballanzüge das ausgeben, was von vielen Modedamen als eine ſehr mäßige Durchnittsausgabe betrachtet werden würde, ſo würden wir zu jener Summe noch 1,425,000 Dollar hinzufügen müſſen. Für dieſe 7,125,000 Dollar, welche dem Vergnügen des Tages zum Opfer gebracht werden, könnten 3,500 bequeme Häuſer zu 2000 Dollar jedes für arme Familien erbaut oder 20,000 fromme Familien während der fünf Wintermonate mit Nahrung und Kohlen verſorgt werden. Und wie manche Geſundheit würde erhalten bleiben, wenn die Zahl der Bälle um drei Viertel vermindert würde! C.
Ein Heilmittel für Brandmunden.
Der Graf de la Tour du Pin empfiehlt das folgende Mittel zu dieſem Zweck:
„Es genügt in einer großen Zahl von Fällen(ich rede nicht von denen, wo die Desorganiſiation der Gewebe voll⸗ ſtändig iſt), den verbrannten Theil in eine Compreſſe einzu⸗ wickeln, die in ein ſtark mit Salmiak verſentes Waſſer ein⸗ getaucht worden iſt. Der Schmerz vermindert ſich augen⸗ blicklich und die Heilung läßt nicht lange auf ſich warten. Ich habe die Gelegenheit gehabt, den Verſuch mehrmals an mir ſelbſt zu machen.
Als ich vor nicht langer Zeit aus Unachtſamkeit mit ganzer Hand einen Schmelztiegel ergriff, der eben glühend gemacht worden war, empfand ich den heftigſten Schmerz; ich ſteckte aber dieſe Hand ſofort in Salmiakwaſſer und wickelte ſie dann einige Stunden in mit dieſem Waſſer ge⸗ tränkte Compreſſen und dadurch wurde der Schmerz ſofort gemildert und bald ganz beruhigt, und die gänzliche Heilung erfolgte in wenigen Tagen, ohne daß ſich Brandblaſen ge⸗ bildet hätten oder Eiterung erfolgt wäre. Worin hat die Wirk⸗ ſamkeit des Salmiak ihren Grund? Ich würde nicht wagen, es zu behaupten, aber könnte man ſie nicht ſeinen außerordent⸗ lich verflüchtigenden Eigenſchaften zuſchreiben, welche die von der Hitze erzeugte entgegengeſetzte Wirkung bekämpfen? Was aber auch die Urſache davon ſein möge, ſo iſt die Wirkung davon nicht weniger reell, und ich hoffe, daß Die⸗ jenigen, welche unglücklicher Weiſe ſich veranlaßt ſehen, von dieſem Mittel Gebrauch zu machen, mir es Dank wiſſen werden, es ihnen kennen gelernt zu haben.“ C.
Der Meteorregen.
Der von den Aſtronomen angekündigte Regen von Sternſchnuppen hat in der Nacht vom 13. zum 14. Novem⸗ ber wirklich ſtattgefunden. In rheiniſchen Städten, wo der Himmel klar war, ſah man deren in dieſer Nacht Tauſende. Der in London erſcheinende Expreß vom 14. November ſagt:
„In der vorigen Nacht, kurz nach Mitternacht, ſahen Per⸗ ſonen in Highgate 5 oder 6 Sternſchnuppen am Firmament vorüberfliegen. Von dieſem Augenblick bis Morgens 5 Uhr wiederholte ſich dies Schauſpiel in ſehr kurzen Zwiſchenräumen.
Novellen⸗
Jeitung.
Mitunter ſah man 8 bis 10 Sternſchnuppen gleichzeitig nach verſchiedenen Richtungen fliegen, die einen langen Licht⸗ ſchweif hinter ſich zurückließen; in andern Augenblicken bemerkte man nur ein Meteor. Die Farben veränderten ſich unauf⸗ hörlich; eine große Zahl derſelben erſchien gelb, andere dunkelroth. Manche ſchienen ſo nahe zu ſein, daß man ſie für Raketen halten konnte. Während der Dauer der Meteore war das Licht der Sterne kaum bemerkbar. Eine große Zahl Perſonen blieb die ganze Nacht auf den Anhöhen in der Umgegend von London, um dieſes Schauſpiel zu ſehen, das ſich nur alle 33 Jahre wiederholt.“ C.
Adam und Epa.
Wir ſprechen von unſern Stammeltern, daß dieſelben vor dem Sündenfall in einer ſehr glücklichen Lage geweſen ſein müßten, aber etwas fehlte ihnen doch— ſie warennie Kinder. Adam wußte von keinem Spiel, das die Kindheit unſrer Knaben verſchönert; er hatte auf keinem Schaukelpferde geritten, nie Ball geſpielt, war nie Schlittſchuh gelaufen oder auf dem Handſchlitten gefahren. Und Eva— ſie hatte nie ein Puppenzimmer, kleidete nie eine Puppe an und aus, hatte nie ein andres kleines Maͤdchen zu ſich zum Thee geladen, war nie Seilchen geſprungen, hatte nie Blindekuh und Käm⸗ merchenvermiethen geſpielt. Wie leer mußte ihr Alter ſein, da keine Erinnerung aus den Tagen ihrer Kindheit daſſelbe erheiterte! C.
Wie erhielt Vandiemensland ſeinen Namen? Vandiemensland verdankt ſeinen Namen dem liebes⸗
kranken Holländer Abel Tasman, welcher die Inſel zuerſt
entdeckte und der von den Reizen einer ſeiner Landsmännin⸗ nen ſo bezaubert war, daß er, anſtatt ihren Namen in die Rinde jedes Baumes einzuſchneiden, ihn in einer viel wür⸗ digeren Art unſterblich machte. Viele von ihm neu entdeckte Inſeln und Vorgebirge wurden mit Theilen deſſelben benannt und ihren ganzen Namen gab er dem nördlichſten Puncte von Neuſeeland, das er Cap Maria Van Diemen nannte. Ob es dem enthuſiaſtiſchen Bewunderer dieſes Namens je gelun⸗ gen iſt, die Trägerin deſſelben zu beſtimmen, ihn mit dem ſeinigen zu vertauſchen, iſt leider unbekannt geblieben. C.
Ein Denkmal für Karl den Großen.
Die Stadt Lüttich, welche auf die Ehre Anſpruch macht, der Geburtsort Karl's des Großen zu ſein, hat beſchloſſen, dieſem großen Mann zu Ehren ein Monument in Bronce zu errichten, deſſen Ausführung dem Bildhauer Jehotte über⸗ tragen worden iſt.
Das Muſter ſtellt die Reiterſtatue des Stammvaters der Karolinger dar, die auf einem Fußgeſtell von Stein auf⸗ gerichtet werden ſoll, um welches herum ſich eine Reihe von
Basreliefs zieht, auf dem die Könige dieſer Familie figuriren. 5
Der Künſtler hat in ſeiner Compoſition weit mehr geſucht, den Verfaſſer der Capitularien, als den Beſieger der Sachſen darzuſtellen. C.
Eiſerne Maſtbüume.
Eine Geſellſchaft Rheder in Havreshat beſchloſſen, auf ihren Schiffen die hölzernen Maſtbäume durch eiſerne zu er⸗ ſetzen. Die beiden Schiffe Batavia und Valparaiſo ſind


