Jahrgang 
1-26 (1867)
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drache das kommt es rache uͤber beld hin⸗ den Strom à Kühnen kt, zumal itmenſchen mit dem trinkenden nwürden! elt es ſich Ham Tage höre mich den erſten u bewegt, das ruhe⸗ zu ſehen, ff. Sieh, vig, Oaf Sohn, hat dchen ge⸗ füthe, die d als ich um Deine da ſchrieb ſolle Dich um die in ſchön, was ein HGeſang, Grund⸗ wolle auf gellen in freue ſch Jöland, ten und dersſohl brſt hin⸗ pjanie. 1 Boden, Weihes, tin den ſſon nell

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dann die Reichthümer des Grundbeſitzers auf Island,

Vierte

nung zur luſtigen Freite wie ein Märchen, und wie Fieber ſchüttelte es ihn, wenn er an die beabſichtigte Braut auf Island dachte, denn auf die Seehunds⸗ jagd gehen oder ein isländiſch Weib umfreien, war in ſeinen Gedanken ein und daſſelbe Ding! Wie ſehen doch die Isländerinnen gleich aus? Halbgeſchwiſter der Lappen, Finnen und Samojeden, ſind ſie klein und häßlich, plattnaſig, breitmäulig und ſchlitzäugig; ob ſie wohl Thran trinken und Pelzjacken tragen, die von Schmutz ſtarren, wie die Grönländerinnen? Was, Erich, wenn du ſie nun heimführſt, die pelzige Roſe von Iſefjord und ſie trippelt ängſtlich neben dir durch die glänzenden Ballſälle von Kopenhagen, und beſchauet mit den Schlitzaugen blöde jedes glänzende Ding oder betaſtet, wie ein neugierig Kind, mit dem gelben verkrüppelten Finger die ungewohnte Umgebung oder Du führſt ſie in die königlichen Muſeen und laut jubelt ſie auf beim Anblick der ausgeſtopften Seehunde, und Thränen des Schmerzes laufen ihr über die gelbliche Wange, als ſie ſich von dieſen Albumblättern ihrer Heimath trennen muß; und als nun die Weihnacht kommt, dieſes Feſt der Liebesgabe, und du fragſt dein Weibchen, was du ihr geben ſollſt zum Feſt, antwortet ſie Dir: ach, einen kleinen ausgeſtopften Seehund, daß ich ihn mir in mein Bou⸗ doir ſtellen kann: der Canarienvogel ſchreit ſo ſehr, die Goldfiſche ſpritzen ſo um ſich, die Blumen riechen ſo unangenehm aber ach! ein ausgeſtopfter Seehund! Oder, wenn ein Maskenball iſt zu Chriſtiania, hüpft ſie im Urcoſtüm von Seehundsfellen einen lap⸗ piſchen Rennthiertanz und verlangt am Büffet naiv eine Taſſe kühlen Thran Erich, was helfen dir

wie ſich kein Zweiter findet an Beſitz in ganz Däne⸗ mark?

So ungefähr wogte es in Junker Erich's Sinn bei dem unerwarteten Vorſchlag des alten Niegelſon und dieſer ſprach deshalb, nachdem er eine Zeitlang

Folge. 371

Bucht von Vagnafjord ſchoß, am Vordertheile des Schiffes, gerade unter dem wallenden Danebrog, ein junger Officier ſtand in der Uniform der Leibgarde zu Fuß.

Erich, nun biſt du auf Island, im Vaterlande der Roſe von Iſefjord, und hörſt in Gedanken noch die Spottreden deiner Cameraden und die luſtigen Trinkſprüchlein beim Abſchied auf die wunderſame Freite: weißt du noch, Erich, wie der blonde Klaus Ulfliot dir rieth, vom Glashändler auf der Sund⸗ ſtraße der Roſe zur Brautgabe ein Dutzend feiner Täßchen mitzunehmen, wenn ſie die Freundinnen ein⸗ lüde zum polterabendlichen Thran!

Und während Junker Erich Niegelſon noch ſinnend und träumend ſo ſtand, fühlte er plöͤtzlich eine kräftige Hand auf ſeine Schulter fallen und eine fröhliche Stimme rief:Willkommen auf Island! und wie der Junker verwundert aufſchaute, ſtand vor ihm ein Maͤnnlein, kurz und dick, aber geſund und fröhlich durch und durch, denn auf der einen rothen Wange glänzte die gute Laune und auf der andern eine un⸗ beſiegbare Luſt zum Lachen, während aus den beiden an kleinen Augen Freude und Fröhlichkeit blitzten. Und ehe noch Erich den Gruß hatte erwidern können, rief das Männchen wieder fröhlich:

Und noch einmal herzlich willkommen auf Island! Ich bin der Stiftsamtmann von Vidöe und begrüße Euch kraft meines Amtes auf Islands heimiſchem Boden: laßt Euren Paß und Ausweis nur ruhig ſtecken, Ihr ſtandet unter dem Danebrog, als Ihr in die Bucht fuhret, und wer unter dem Danebrog ſegelt, iſt uns allezeit herzlich willkommen! Eurer Empfeh⸗ lungen von Kopenhagen bedürft Ihr auch nicht, wir Isländer ſind ein armes, aber gaſtfreies Völkchen, und Seiner Majeſtät des Königs Officiere(dabei lüftete er als guter Patriot das Sammetkäppchen) ſind uns allewege liebe Gäſte auf unſerer lieben Scholle mitten im brauſenden Meere. Arm und gaſt⸗

vergebens auf Antwort geharrt, weiter:

Guter Rath will Zeit haben, und kommt Zeit, kommt Rath; Du biſt verwundert über den Plan Deines Vaters und Deines Oheims, er mag Dich in ſeiner anſcheinenden Abenteuerlichkeit überraſcht haben darum will ich Dir Zeit laſſen zur Ueberle⸗

gung!

frei ſind allezeit gern beiſammen, der Arme hat weder Schloß noch Riegel an ſeinem Haus, darum kann der Gaſt jederzeit eintreten und ſich's bequem machen, was ihm die Armuth bieten kann; doch heißt es ja im Sprüchwort, daß trocken Brod mit Liebe beſſer ſchmeckt, denn Braten mit Hader alſo noch ein⸗ mal herzlich willkommen auf Island und flugs hinein

Und Junker Erich überlegte die Sache mit der in das Stiftshaus von Vidöe, daß Ihr erſt einmal

warm werdet auf Island!

Roſe von Iſefjord, die am Sonntag ihre feinſte See⸗ hundsjacke trug, mit Henkelducaten garnirt, aus der Schatzkammer des Grundbeſitzers von Island, und der alte Sture Niegelſon redete ihm zu und das Ende vom Liede war, daß, als ſechs Wochen ſpäter Seiner Majeſtät Dampfer Chriſtian VI. ſchäumend in die

Freudig ſchlug Erich in die gaſtlich dargebotene Rechte, denn freundlicher Empfang iſt allezeit wie ein warmes Tuch, das man dem durchfrorenen An⸗ kömmling umſchlägt, damit er erſt wieder warm werde, und die Eisrinde der Unbekanntſchaft und des Fremd⸗