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wieſene ſelber darin einen Vortheil erblicken. Aber die Ausweiſung der deutſchen Macht aus Deutſch⸗ land—?“
„Iſt ein nicht winderer Gewinn für eben dieſe Macht!“—
Victor zuckte die Achſel.„Dürfte eine Nachweiſung ertragen!“
„So weiſe ich vor Allem,“ fuhr ich fort,„auf die Thatſache hin, daß der Kaiſerſtaat in Deutſchland eine ähnliche Erfahrung gemacht, wie in Italien! Italien proteſtirte gegen das Regiment Oeſterreichs, Deutſchland gegen ſeinen Einfluß!“ 3
„Nicht das ganze Deutſchland, aber allerdings ein reſpectabler Theil davon. Wirſt Du aber in Abrede ſtellen wollen, daß dieſer Einfluß bei uns doch etwas natürlicher und ſachgemäßer war, als jenes Regiment?“
„Nichts weniger! Dieſer Einfluß war begreiflich im Hinblick auf die Zukunft. Nicht mehr wünſchens⸗ werth für Oeſterreich ſelber! Darum fiel er— zum Heile Oeſterreichs!“
Victor blinzelte mit Laune.„Hören wir die Er⸗
Folge.
läuterung!“ 4
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Ich fuhr fort:„Wenn ich den jetzigen Kaiſerſtaat betrachte und den eigenthümlichen Reichthum ſeiner Aufgaben erwäge, ſo drängt ſich mir der Gedanke auf: wer dieſen Staat regieren ſoll und gut regieren will, der hat ein Geſchäft, bei welchem er alle ſeine Fähigkeiten zuſammennehmen muß! Dieſen Staat verwalten, gut verwalten und zugleich die Obervor⸗ mundſchaft über Deutſchland führen, das iſt für menſchliche Kräfte zu viel— Halbgötter ſind dieſer Arbeit nicht gewachſen!“
„Läßt ſich hören!“ erwiderte Victor.„Aber doch hat man von Oeſterreich aus dieſe Arbeit übernommen und eine gute Reihe von Jahren hindurch muthig fortgeführt!“
„Wie mau's that,“ verſetzte ich,„hat man’s ge⸗ konnt; da ging es nicht über menſchliche Kräfte! Deutſchland erhöhen und Oeſterreich erhöhen, und jedes zu ſeinem wahren Ziele hin, das war die Schwierigkeit, die nur Götter überwinden konnten! Deutſchland niederhalten und Oeſterreich niederhalten, das konnten auch Sterbliche; das konnten die Götter der Erde— ſo lange man ſich's gefallen ließ!“
(Schluß folgt.)
Feuillelon.
Osborne, der Weberlehrling. (Schluß.)
Die Zeiten hatten ſich geändert. Das England von 1551 war ein weit anderes, als das vor ſechzehn Jahren. Auf den tyranniſch ſtrengen, aber reichbegabten Heinrich VIII. war ſein charakterloſer, unfähiger Sohn Eduard VI. gefolgt, der Spielball ſeiner Räthe und Protectoren. Hewet's Web⸗ ſtühle raſſelten jetzt nicht mehr auf der London⸗Brücke, er hatte das Haus gleich nach jenem Unfalle an den deutſchen Nadlermeiſter Crowſe*) vermiethet und ein neuer, ſtillerer, aber nicht weniger glänzender Juduſtriezweig trieb hier ſein Weſen. Dagegen hatte Sir William öſtlich, zwiſchen Brücke und Tower, dem letzteren ſehr nahe, ein prachtvolles Haus am Strande in Beſitz, deſſen beide Seitenflügel nach der Themſe mündeten und einen Quai einſchloſſen, an dem ſeine Kauffahrer behufs Verladung anzulegen pflegten. Sein Vermögen hatte ſich gleich ſeinem Anſehen um die Hälfte vermehrt und ſeine Tochter war zu dem lieblichſten zwanzig⸗ jährigen Mädchen erwachſen, das je das fröhliche Altengland trug. Auch Edmund Osborne ſpielte nun eine ganz andere Figur, denn vor Zeiten. Hewet hatte deſſen alte Mutter
*) Krauſe, Erfinder der heutigen ſtählernen, ſogenannten engliſchen Nähnadeln. Er wurde nachmals von Eliſabeth mit großen Privilegien beſchenkt.
damals ſogleich in ſein Haus aufgenommen, ihn augenblick⸗ lich freigeſprochen, und nun war Maſter Osborne der Dis⸗ ponent und Caſſirer ſeines Herrn. Hunderttauſende liefen ihm täglich durch die Finger und Hewet, als er ihm dieſe Stellung verlieh, hatte vor allen ſeinen Leuten geſagt: „Mr. Edmund, ſobald meine Tochter verheirathet ſein wird, will ich mich aus dem Geſchäft zurückziehen und Ihr ſollt ſein alleiniger Herr werden!“ Wie unauslöſchlich Sir William's Dank gegen den jungen Mann war, bewies, daß jenes„ſchlechte Stück Webe“, das der Knabe Edmund an jenem ſchlimmen Abend gefertigt, in einem Glasſchrank feierlich verwahrt, als Zeichen„muthiger Treue“ in des Principals Staatszimmer ſtand. Höher, ſelbſtſuchtsloſer aber noch war die ſtille, grenzenloſe Liebe, welche die erblühende Miß Kate dem ehemaligen Lehrling bewahrte. Weder der Glanz und Reichthum ihres Hauſes, noch das Heer hoch— adliger Freier, welche in Schaaren das Haus des Londoner Cröſus heimſuchten, waren im Stande, dieſe Liebe auszu⸗ löſchen. Was aber im Herzen Osborne's bei dieſen Wer⸗ bungen vor ſich ging, iſt unnöthig zu erwähnen; hatte er das fünfjährige Kind ſchon ſo geliebt, wie mußte er die Jungfrau in ihrem vollen Liebreiz nicht lieben! Jedoch Osborne hatte Charakter, jene ſtille, aber kräftige Würde, die da weiß, was ſich ziemt.„Ich habe ihm durch Gottes Barmherzigkeit ſein Kind errettet und er hat dem armen Betteljungen von


