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ſchöne Operation vorkäme. Man würde den Operateur, der natürlich Niemand anders als meine Perſon ſein könnte, von ſeinen Zöglingen wie von einer Ehrengarde escortirt, einführen, ich würde meine Hemdärmel aufſtreifen, meine Inſtrumente herausziehen und dann die große Cavatine des Wundarztes beginnen; glauben Sie, daß das Bruſt⸗C des Biſtouri(Inciſionsmeſſers) und die Fiorituren der Säge in dem Fleiſche nicht weit aufregender ſein würden, als alle Muſik und alle Dramen zum Lachen? Wozu iſt das Alles gut? Was will das ſagen? Mlingue arbeitet als Bild⸗ hauer auf der Scene und man applaudirt ihm wegen einer Statuette von Thon, die er vor dem Soufleurkaſten fertigt. Man würde mich für meinen Ruhm und für das Wohl der Menſchheit im lebendigen und blutigen Fleiſche arbeiten ſe⸗ hen; jeden Abend würde eine neue Operation vorgenommen werden, um das Vergnügen zu vervielfältigen und mein gan⸗ zes Repertoire zu zeigen; jeder Zuſchauer würde glücklich zu Hauſe gehen, wohlthätigen und belehrenden Aufregungen beigewohnt zu haben, die meinen Ruf populärer machen würden; der Director würde ſich ſeinerſeits die Hände rei⸗ ben, wenn er ſeine Einnahme gezählt hätte und Alles würde auf's Beſte ſein.“
Als ſich kurz nachher die traurige Nachricht verbreitete, Lamballe habe einer Irrenanſtalt überliefert werden müſſen, waren die, welche ihn jene Theſe der theatraliſchen Chirurgie hatten entwickeln hören, at wenigſten darüber verwundert. Unter denen aber, welchen effkurz vor der Zeit, wo ſeine Geiſteskrankheit zum vollen Ausbruch kam, einen Arm oder ein Bein amputirt hatte, ſtellten ſich ſicher Manche die Frage, ob ſie ihr Glied verloren haben würden, wenn der Wundarzt im vollen Beſitz ſeiner Vernunft geweſen wäre.
C.
Die Küche in Spanien.
Ueber die Kochkunſt und Lebensweiſe der Italiener iſt ſeit einem Jahrhundert auch von deutſchen Reiſenden viel pro und contra, mit und ohne Leidenſchaft geſchrieben worden.
panien wurde in Bezug auf dieſes Capitel noch weniger dacht. Einige Worte eines urtheilsfähigen Touriſten wollen ir darüber änführen.
Schon um drei Uhr Nachts, erzählt derſelbe, ging der Wagen aus Lerida ab, der mich nach Tarragona bringen ſollte. So rollte ich denn durch die dunkele Landſchaft hin, bis der Tag langſam graute und die Sonne ihre erſten Strahlen zwiſchen dem dünnen Laube der Oliven hindurch⸗ ſendete. Je höher ſie ſtieg, deſto reger wurde mein Verlangen nach einem Morgenimbiß. Auf meine Frage, wann wir irgend⸗ wo zum Frühſtück halten würden, kehrte jedesmal dieſelbe Antwort wieder: bald, bald! Um ihre Verwirklichung zu beſchleunigen, ſprang dann der Zagal, ein zweiter Knecht, welcher neben dem eigentlichen Wagenlenker, dem Mayoral, bei keinem ſpaniſchen Poſtfuhrwerke fehlt, eifrig von ſeinem Sitze herab, lief zu jedem einzelnen Maulthiere hin, ſchrie ihm beſondere Schimpfworte in die Ohren und las ſich dann eine Taſche voll Steine am Wege auf, mit welchen er darauf die Thiere von ſeinem Sitze aus bewarf.
Auf dieſe Weiſe gelangten wir um Mittag in ein Dorf, wo ich die ſchlechteſte Mahlzeit auf meiner ganzen Reiſe ein⸗ genommen habe. Das Hauptgericht war ein Reisbrei, mit altem Oel gekocht und mit Safran gefärbt, in welchem eine Menge widerwärtiger Kräuter, Schnecken mit ſammt ihren Häuſern und ſchließlich noch eine große Seequadde obenauf
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ſichſbefanden. Dies letztere Thier, namentlich mit ſeinem ſchwammigen Körper, den langen Fühlern und Gehwerk⸗ zeugen, mit all' den Poren, mit denen es ſich feſtſaugt, iſt mir, wenn ich es am Strande der ſüdlichen Meere zufällig zu Geſicht bekam, ſtets widrig geweſen und jetzt ſollte ich es im Reisbrei abgekocht eſſen! Ich war dazu nicht im Stande, ſo ſehr mir auch der Mayoral, der ſich in ſeinem von Kopf bis zu Fuß weiß verſtaubten Zuſtande ohne Weiteres zu den Reiſenden geſetzt hatte, mir das Gericht als eine Leibſpeiſe im ganzen Lande anpries. Wir bekamen noch einen Kaninchen⸗ braten. Das Kaninchen ſoll auf Hebräiſch Sphan heißen. Als das Land unzähliger Kaninchen oder Sphane ſoll die pyrenäiſche Halbinſel einſt Spanien genannt worden ſein. Leider ſind die Sphane in ihrer Urheimath nicht größer als anderswo, und der Theil des gebratenen Kaninchens, der mir zukam, war nicht im Stande, mir eine ganze Mahlzeit zu er⸗ ſetzen. Brod war die Hauptſache, womit ich meinen verlangen⸗ den Magen um ſo weniger ſchwer beruhigte, als dies Weiß⸗ brod— denn ſchwarzes Roggenbrod kommt auf der pyrenäiſchen Halbinſel nicht vor— ſehr vorzüglich und daſſelbe dichte, unſerm ſogenannten Ulmer⸗Brode ähnliche Gebäck war, wie man es überall in Spanien bekommt und von welchem es mich nur überraſchte, daß es in gleicher Güte, wie in den Städten, in dieſem kleinen Dorfe zu haben war. Wenn auch oft ſonſt nichts, wird man doch ein gutes Brod, ja ſelbſt ein feineres Backwerk und eine Taſſe Chocolate in jedem ſpaniſchen Weiler, ja faſt in jeder öden Venta finden können.
Es wird Niemand glauben, daß mich jetzt eine angenehme Erinnerung beſticht, wenn ich behaupte, daß die ſpaniſche Küche im Allgemeinen nicht ſo ſchlecht iſt, als ihr Ruf. Es mag richtig ſein, daß die Spanier weniger auf dieſelbe halten, als ihre Nachbarn. Aber es entſpringt dies nicht ſowohl aus einer, um mich ſo auszudrücken, verhältnißmäßigen Rohheit ihres Gaumens, als vielmehr aus der Tugend ihrer Mäßig⸗ keit, welche allen Ständen gemein iſt. Dieſelbe liegt ſo ſehr im Geiſte des Volkes, daß es früher üblich geweſen ſein ſoll, das Zeugniß eines Trunkſüchtigen vor Gericht nicht zuzulaſſen. Und wenn in einer der jüngſten Kammerverhandlungen zu Madrid ein Cortesbeſchluß aus der Zeit Fernando’s des Weiſen angeführt wurde, welcher die Getreuen des Königs aufforderte, an der königlichen Tafel nicht ſo unmäßig zu eſſen, weil für dieſelbe täglich nicht mehr als 150 Maravedis ausgegeben werden ſollten, ſo kann dies nur meine Anſicht unterſtützen, daß es nicht das Klima, ſondern vielmehr nur die Angewöhnung iſt, welche die Mäßigkeit des Spaniers gegenwärtig bedingt. Eine gebratene Ratte iſt in manchen Gegenden ein Leckerbiſſen. Und wovon nähren ſich die ſpa⸗ niſchen Arbeiter z. B., welche in den franzöſiſchen Grenz⸗ cantonen den einheimiſchen Tagelöhnern bei weitem vorgezogen werden? Ein Topf Waſſerſuppe und Maisbrod, einmal am Morgen, einmal am Abend gegeſſen, iſt Alles, wovon ſie leben. Die fleißigen Catalanen eſſen zuzMittag Sardinen und andere geſalzene Fiſche, nicht etwa ſolche, die aus dem nahen Mittelmeer kommen, ſondern die ihnen engliſche und ſcandinaviſche Schiffe bringen, oder ein paar Eier. Zum Nachteſſen wird ein Reisbrei, Nudeln oder ein Gemüſe ge⸗ kocht. In der Frühe nehmen ſie Branntwein zu ſich, der aus den geringeren Weinen gemacht wird.
Wenn man aber namentlich oft den Gebrauch des Oels, das im Ueberfluß erzeugt wird, ſtatt der Butter, die gänzlich fehlt, entſetzlich findet, ſo habe ich mich für meinen Theil ſehr ſchnell daran gewöhnt, und wenn die Zubereitung fein war,


