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Vierle
Seidenmanufactur von Spitalfields. Dieſe Seidenweber ſind Abkömmlinge jener Hugenotten, die zur Zeit, als Verbannte aus ihrem Vaterland, von der Königin Eliſabeth die Felder um das Hoſpital von St. Mary, damals außerhalb der Mauern Londons, zur Niederlaſſung angewieſen erhielten. Der Ort, jetzt mitten in einem zahlreich bevölkerten Quartier gelegen, trägt heute noch den Namen Spitalfields, und heute noch tragen die Enkel jener Anſiedler die bekannten Namen Vendome, Ney, Bavine, Defoe, Lafontaine, Dupin, Blois, Le Beau, Fontaineau und Montier, und ſind, obwohl in Lumpen gehüllt, noch ſtolz auf die Traditionen ihrer Väter. Von dem Wohlſtand jener Zeit und dem kleinen Luxus beſſerer Verhältniſſe ſiſt den jetzigen Bewohnern dieſes Orts nichts als eine traditionelle Liebe für Vögel und Blumen geblieben, die man faſt allenthalben, ſelbſt da, wo der Jammer in trau⸗ rigſter Geſtalt erſcheint, mit Sorgfalt gehegt und gepflegt findet. Obgleich in nächſter Nähe dieſes Quartiers Raub und Mord und alle Laſter ihre Zufluchtsſtätte haben, iſt doch die Seidenwebercolonie faſt ganz frei davon geblieben, und die Hülfe des Geiſtlichen muß ſich hauptſächlich gegen die grenzenloſe Armuth wenden, die dort herrſcht. Ein geſchickter Arbeiter, der koſtbaren Sammet und reiche Seidenſtoffe webt, kann, bei 12— 16ſtündiger angeſtrengter Tagesarbeit, nur 12 Sch. per Woche verdienen, und es giebt manche, die es nur auf 7—8 Sch. bringen. Die Frauen, die nicht im Stande ſind, den ſchweren Balken des Webſtuhles zu behandeln, ſind mit der Anfertigung von Beſatz in Sammet, Seide oder Baumwolle beſchäftigt, und verdienen dabei etwa 4 des Erwerbs der Männer, und ſelbſt bei dieſen elenden Lohnſätzen iſt die Arbeit nur ſpärlich, und oft ſind für lange Zeit die Armen außer Beſchäftigung. Die übergroße Noth hält die Eltern meiſt ab, ihre Kinder zur Schule zu ſchicken, und die armen kleinen Geſchöpfe ſitzen zu Hauſe, mit ſogenannter Kinderarbeit beſchäftigt. Der Hauptinduſtriezweig auf dieſem Gebiet iſt die Fabrikation von Zündholz⸗Schachteln, die das Gros mit 2 ¼ P. bezahlt werden. 32 Schachteln müſſen auf die Weiſe für 1 P. angefertigt werden, und aus dieſem arm⸗ ſeligen Geld müſſen die kleinen Arbeiter noch ihren Kleiſter ſelbſt beſtreiten. So fand man ein kleines Mädchen von 4 Jahren, das nach der Ausſage ihrer Mutter ihr Brod ſchon auf dieſe Weiſe ſeit einem Jahr ſelbſt verdient hatte. Die arme Kleine, welche nie die dumpfe enge Gaſſe, wo ſie geboren war, verlaſſen, nie weder Feld noch grüne Bäume geſehen hatte, trug den baldigen Tod ſchon auf dem ernſten blaſſen Geſichtchen. Solcher Fälle giebt es Hunderte, und die Sterb⸗ lichkeit der Kinder in Folge der ſchrecklichen Ueberfüllung von Menſchen und der unzulänglichen Nahrung und Kleidung iſt fürchterlich. Es iſt an der Tagesordnung, von einer Mutter zu hören, daß ſie 6—8 Kinder begraben und nur 1 oder 2 aufgebracht hat. Faſt keine Familie in der Pfarre bewohnt mehr als ein Zimmer, für das ſie aus dem ſpärlichen Erwerb der Woche 3—4 Sch. bezahlen müſſen; unter 20 Familien beſitzt vielleicht eine eine Decke, und unter 12 nur eine ein Betttuch. Zur Zeit der Cholera, als viele der Recon⸗ valescenten in die Hoſpitäler geſchafft wurden, hatte keine der betreffenden Perſonen ein zweites Hemd und viele kein ein⸗ ziges, und doch tragen dieſe Armen die ſchreckliche Bürde ihrer Armuth ohne Klage und verlaſſen ſich auf ihre eigene Arbeit.
Dieſes jammervolle Elend, das wohl nirgends auf der Mutter Erde ſo dicht, ſo nahe und unvermittelt neben unge⸗ meſſenem Reichthum wohnt, als in London, rief vor Kurzem das Schauſpiel eines Zuges von etwa 1500 hohläuaiaen
Folge. 333 abgemagerten Männern hervor, die, mit einer freiwilligen Muſikbande an der Spitze, unter den Tönen des Klageliedes feiernder Arbeiter:„We have no work to do“ ſich langſam daher bewegten. Sie gingen durch den commerciellen Theil der Stadt an der Wohnung des Lordmayor vorüber, auf das Weſtende zu. Die Region der großen Clubs wurde durch⸗ zogen und auf dem ſtillen Viertel der großen Ariſtokratie ein Beſuch gemacht. Die traurige Schaar hatte ſich auf ihrem Stelldichein meiſt mit nüchternem Magen und begleitet von ihren ebenfalls hungrigen Familien eingefunden. Wollen wir hoffen, daß dieſes erſchütternde Schauſpiel eine Aenderung des Elends herbeiführt, das einen höhern Grad kaum ereichen kann. L.
Die Diamantenſchleiferei.
Aus Paris ſchreibt man:
„Ein ſehr merkwürdiges Etabliſſement in der hollän⸗ diſchen Section der allgemeinen Ausſtellung, das beſucht zu werden verdient, iſt die Schleiferei der Diamanten. Sie iſt beſonders durch ihre Einfachheit und die Solidität ihres Baues merkwürdig.
Bekanntlich zeichnen ſich die Holländer iw der Kunſt, den koſtbaren Kryſtall zu ſchleifen und zu poliren, ſehr aus. Man wird in der Fabrik des Parks des Champ-de-Mars eine durch eine Dampfmaſchine in Bewegung geſetzte Mühle functioniren ſehen, welche in der Operation des Schleifens der Facetten in einer Minute 2500 Umdrehungen macht.
Die Stadt Amſterdam beſitzt mehr als vierzig Kaufleute oder Unternehmer der Diamantenſchleiferei, welche mehr als 12,000 Arbeiter in Thätigkeit erhalten. Die jährliche Ziffer der Geſchäfte dieſer reichen Induſtrie beträgt beinahe 60 Millionen Gulden, etwas mehr als 120 Millionen Franken.
Paris beſitzt auch ſehr geſchätzte Werkſtätten der Dia⸗ mantenſchleiferei, welche mit denen in Amſterdam rivaliſiren können.
Die wichtigſten Lager der Diamanten, mit deren Han⸗ del ſich beſonders London und Paris beſchäftigen, ſind in Oſtindien, im Deckan, in den Thälern des Pannar und der Krähna, auf der Inſel Borneo, in Sibirien und in Braſilien.
In dem Diſtrict von Tijuco in Braſilien, auf dem vorbehaltenen Gebiete, Perro-do-Fio genannt, werden die reichſten Minen von Diamanten, Smaragden und Topaſen ausgebeutet. Dort wurde in einem Fluſſe der berühmte Dia⸗ mant der portugieſiſchen Krone von drei Sträflingen gefun⸗ den, welche zur Verbannung auf Lebenszeit verurtheilt waren und die in Folge deſſen begnadigt wurden.
Die geſchätzteſten Diamanten ſind: der von Agrah, welcher approximativ 133 Grammes(ungefähr 1720 Karat) wiegt; der des Rajah von Mattan auf Borneo von 78 Grammes(400 Karat); der des frühern großen Moguls von 63 Grammes; der des ruſſiſchen Kaiſers von 41 Grammes; der des Kaiſers von Oeſterreich von 29 Grammes 53 Centi⸗ grammes; der durch ſeine Form und ſeine Farbe merkwürdige, 29 Grammes(136 Karat) ſchwere ſogenannte Regent, welcher der franzöſiſchen Krone gehört. Dieſer Diamant koſtete dem Herzog von Orleans 2,500,000 Fr. und iſt in dem Inventar des Mobiliars der Krone zum Werthe von 12 Millionen Franken aufgeführt.“ C.


