Jahrgang 
1-26 (1867)
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Dierte Folge. 325⁵

Lockungen der Sidonie widerſtand, ſo bewies ſie ihm doch, daß ſein Liebling Gefallen an dem hübſchen Stiefbruder fand.

Treudorf iſt edel und liebenswürdig, ſchaltete der Prieſter ein.Ein harmloſes junges Gemüth!

Na, das war's ja eben, und darum war der Baron auch ſo ſchnell von der Sache überzeugt. Er erklärt den Treudorf, beſonders ſeit der Campagne, für ein non plus ultra in allen Tugenden. Uebri⸗ gens haben ihn alle Menſchen lieb. Wie er für das Fräulein ſchwärmte, und zwar in ganzem Ernſt, das hätte ein Blinder fühlen müſſen, ſo oft der junge Menſch von ihr ſprach. Und Tauſendſchön, die hätte alle Tage mit ihm tanzen mögen. War das bei ihrer Jugend nicht natürlich! Sechzehn Jahre war ſie alt, hatte noch keinen Ball verlebt und war doch immer ſo ſchon luſtig und lebensfriſch, wie ein Bachſtelzchen.

Der Veteran wurde in ſeinen Erzählungen un⸗ terbrochen.

Tienfieke klopfte an die Stubenthür.

Glock elf, Herr, ſagte ſie.Soll ich das Hof⸗ thor zuriegeln? Der Schrippel hat ſchon zum zweiten Mal getutet.

Dörthe ſtand ärgerlich auf, denn ſie durchſchaute die Spionage. Es war nicht zu vermeiden, daß Tiene durch den Spalt der Thüre einen Blick in das Zimmer warf.

Mache zu und geh in Gottes Namen in's Neſt! rief die Wirthſchafterin und das Putenmädchen klap⸗ perte munter mit ihren ⸗Holzpantinen⸗ die Stiege zu ihrer Kammer hinauf,

Richtig, wisperte ſie.Da ſaß er; und der Baron iſt vor einer Viertelſtunde im Herrenhofe an⸗ Der Hann fuhr. Man konnte Alles haarklein beim Mondſchein ſehen.

In des Pfarrers Stübchen berichtete der Stelz⸗ fuß weiter: 3

Der Maskenball, dies infame féte chambétre, gab den Ausſchlag. Ich wollte ſelbſt zuſehen, was aus dem Herrn werden würde, und nahm deshalb die gnädige Einladung der allergnädigſten Hexe an, mit der ſie mich, ⸗den Herrn Beamten⸗, auch beehrt hatte, wie ihr Volk, Wirthſchaftsdirector, Oberinſpec⸗

tor, Hofſecretär und wie die Kornſchreiber und das

übrige Pack titulirt wird. Ich zog alſo meine Uniform an. Sie war altmodiſch. Mein eiſernes Kreuz hängt immer dran. Ich mußte es ſehen und erleben, daß der junge Lieutenant Fräulein Tauſendſchön nicht von der Seite wich. O, ich war wüthend! Und dem Baron machte die Gräfin mit ſo einem herzbrechen⸗ den Thränengeſicht die Cour, daß ich beinahe losge⸗ ſchrieen hätte: Krokodill, falſche Schlange!

Inſpector, wie war es möglich, daß der Baron ſie, nach dem was vorging, nicht mied gleich der Sünde?

Unter anderen Verhältniſſen, Herr Pfarrer, würde er ihr den Rücken gekehrt haben, aber vor den vielen Officieren wollte er ſie nicht blamiren, um ſo mehr er dabei bleibt, daß Margarethens Vater allein das Opfer ſeiner Laſter, nicht der Verführung geweſen war. Ich habe oft mit ihm darüber geredet. Hier wollte er dem Namen Peterswaldau nicht den Schimpf anthun, denn der Schwiegervater der Sidonie, der ſeinem buckligen Sohne nicht ganz zehn Jahre voran⸗ ging, war ein Duzbruder und Kriegscamerad von unſerm Herrn General von Anno 13. Baron Carl ſchwieg wie das Grab, in dem der Polak lag, denn das und die Redereien von Murſtein ſollte Marga⸗ rethen das ganze Leben verſchwiegen bleiben. Nun wieder zur Maskerei zurück: Ich ſtand an der großen Fontäne und beſah mir die bunten Papierlampen, die ſich im Baſſin ſpiegelten, aber eigentlich hatte ich auf das Fräulein Acht, denn ſie ging lachend und tanzend aus einer Hand in die andere. Die Herren waren ganz entzückt von ihr. Da kam ſie wieder mit dem Lieutenant Treudorf zu dem hellen Platz, wo ich ſtand; ich trat bei Seite. Sie ſah ſo erſtaunt und fragend aus. In der Reſidenz vor zehn Jahren hörte ich ſie ſagen:»Bitte, erzählen Sie es mir genauer, es intereſſirt mich ſehr. Der junge Herr antwortete: «Später, denn es iſt ſehr traurig. Laſſen Sie uns heute glücklich ſein. Nun kam der alte weißhaarige Obriſt dazu, der nach Tiſch recht ordentlich angehei⸗ tert war. Fräuleinchen,» rief er, ⸗die Leute nen⸗ nen Sie Tauſendſchön und die haben Recht. Ge⸗ ben Sie mir Ihr Patſchelchen zum Kuß. Das that ſie und lachte ſo herzlich dazu.

⸗Wer wird ſie bekommen? fragte der Obriſt. Der finſtere Baron, oder mein ſchmucker Junker Treu⸗ dorf? Geben Sie ſie dem Junker. Der paßt zu ihren ſechzehn Jahren am beſten..

Jetzt bin ich der Beglückte. Damit nahm er das Fräulein beim Kopfe und jubelte:«Etſch! Ihr Her⸗ ren, ich alter Eiſenhauer habe Euch heute das Beſte von dieſer deliciöſen Nacht weggemauſt, und den Kuß nehme ich als erſte Siegestrophäe mit.

O, o! ſeufzte Bröſe.Welche Sitten! Welche Thorheit! Das iſt eine der ſchweren Schattenſeiten der mobilen Truppen in der Heimath.

Na, auch in Feindesland, lachte der Veteran. Mobil ſind ſie ja immer, wie ſich's für unſere Sol⸗ daten ſchickt. Unſer Kind lachte nicht mehr. Es war vorhin das letzte Mal geweſen, daß ich es geſehen habe. Hernach ſpazierte ſie mit dem Treudorf in der Tan⸗