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Vor des Paſtors Ohr ummie und ſchnurrte es wie eine Legion Mai
Barons Schei terswaldau verſtei Walther und die Treudorf! Briefe vo ſchwarze Gräfin!
Bröſe zog finſter die Stirn zuſammen.
„O, über dieſes alberne, ſchwatzende Weibsvolk und ihr Spioniren! Iſt denn das Leid nicht groß genug? Müſſen ſie es noch auspoſaunen 5 ſchief
aheit! Herrſchaft Pe⸗ ochzeit! Inſpector 1 ſik! Lieutenant von er Frau von Buch an die
und krumm treten bis zur greulichſten Verßerrung?“
Da übertönte die Stimme ſeiner braven Dörthe den Chor, ſcharf, wie ein Reibeiſen.
„Ihr ſeid Alle toll mit Eurem Schnickſchnack und Gefaſel. Es iſt kein wahres Wort an Allem. Ich müßte es wiſſen. Ich! Und ich weiß gar nichts! Klatſcht Euch nach Hauſe, damit Euch der Unſinn nicht ganz umnebelt und der Bach die dummen Köpfe
wäſcht.“ 343„Du, Tienfieke, aber marſchire nach dem Tauben⸗
boden und ſieh, ob er zu iſt. Läßt Du mir noch einmal den Marder hinein, dann—“
Erneſtine Friederike, des Pfarrers ſogenanntes Putenmädchen, ſprang luſtig nach dem Hühnerſtall, denn nicht Puten allein, ſondern das ganze gefiederte Volk von dem geiſtlichen Hof ſtand unter ihrem ſpe⸗ ciellen Commando.
„Es iſt doch wahr,“ plauderte ſie vor ſich hin. „Es iſt Alles wahr; der alten Mamſell ihrer Schweſter⸗ tochter hat's im Herrenhofe gehört. Die lügt nicht, denn ihr Vater iſt Küſter. Und daß der Inſpector zurück⸗ gekommen iſt, hab' ich ſelbſt geſehen. Ich habe gute
Augen! Die Dörthe macht ſich blos wichtig mit meinem
Geheimniß. Es iſt aber keins mehr. Na, morgen werden wir ja ſehen!“
Bröſe ſteckte ſeine Studirlampe nicht an. Ein Weilchen blieb es dunkel im Zimmer, dann hob ſich die glänzende Mondſichel über der Capellenruine, die, auf dem jähen Abhang des Vierklewerberges, noch aus ſehr alter Zeit ſtammt. Das Licht fiel jetzt durch die leeren Fenſterbogen des Gemäuers, krönte einen
Augenblick den Rand mit tauſend blitzenden Sternen,
dann verließ es die Kuppe und breitete ſich voll und ſilbern um das Kreuz der Thalkirche aus. Es tanzte auf dem Laub der Ebereſchen und Hängebirken. Die wilden Roſen ſchienen durchſichtig in dem weichen Strahl zu werden, Nachtkerzen und Violen goſſen er⸗ friſcht ihren Duft auf die Maasliebchen und Männer⸗ treu am Boden.
Der Pfarrer öffnete ſein Fenſter. Das weiße
4 Haar lag wie Schnee um die gefurchte Stirn. Wie
Folge. 323
oft in den vielen langen Jahren hatte er einſam an dieſem Platze gebetet! Hier war das Bild des wahren Friedens um ihn her und auch in ſeiner Bruſt.
Seine Gräber erhielten ſtets den letzten Gruß zur Nacht:
„Schlaf wohl, Helene, Du liebe, treue Frau! Ihr, meine Kinder, Alle ſchlafet ſüß! Auf Wiederſehen, mein Florchen!“
Des alten Mannes Lippen zitterten. Zehn Jahre hatten der letzten Tochter Andenken doch nicht ver⸗ ſchmerzen gelehrt. Nun winkte er auch nach dem großen Gitter hinüber, der Erbgruft ſeiner Herrſchaft, ſeiner treueſten Freunde.
„Der Herr ſegne Euch mit ſeinem Frieden. Und er ſegne Euer Kind, daß es endlich heimkehrt zu dem Haus und dem Grabe ſeiner Väter, endlich die unſe⸗ ligen Irrthümer abſtreift und an dem treuen Herzen ausruht, das ſich in Gram für ihn verzehrt.“
Bröſe legte das müde Haupt zurück in den hoch⸗ lehnigen Sorgenſtuhl.
„Guten Abend, Herr Paſtor!“ ſprach plötzlich vom Alkoven her eine rauhe wohlbekannte Stimme.,
„Im Dunkeln iſt gut munkeln und ein gottſeliger Herr fürchtet⸗ſich weder vor Geiſtern, noch Geſpenſtern, darum hoffe ich, Sie erſchrecken nicht.“
Bröſe ſprang erſtaunt, aber auch erfreut auf, er⸗ griff die Hände des dideunutheien Gaſtes herzlich und rief:
„Herr Walther, lieber Inſpector, Gott ſegne Ihre Heimkehr. Und nun iſt hoffentlich auch der Herr nicht weit.“
„Still, ſtill, Herr Paſtor. 3ch bin heute incognito, Sie müſſen mich verſtecken, wie die gute Dörthe, die mich eingeſchmuggelt hat. Da, ſie macht zur Vorſicht den Laden zu und nun bringt ſie Licht.“
„Aber der Baron?“ fragte der Pfarrer von Neuem..
„Der iſt allerdings nahe genug und doch weiter von den Seinen, wie je,“ ſeufzte der Stelzfuß.—
„Es iſt unbegreiflich, Inſpector. Laſſen Sie uns niederſetzen. Ich habe vor Dörthe keine Geheimniſſe und die Unglücksgeſchichte iſt ja leider auch allbe⸗ kannt. Ausführlich nur möchte ich erfahren, wie es ſo weit hat kommen können, denn einen Zuſammenhang mit den Ereigniſſen beim Tode der Generalin, Gott. gebe ihr den ewigen Frieden, den vermuthet natürlich Jeder. Dennoch iſt dies Alles nicht zu faſſen.“
Beide nahmen Platz in dem altmodiſchen braun⸗ ledernen Canapee. Die Wirthin deckte den Tiſch, ſtellte ſaure Milch in grüner Glasſatte vor ſie hin, dazu Schinkenſchnitte, Schwarzbrod, Radischen und Eier. Für ſich zog ſie einen Schemel herbei, ſprach


