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*. Vierte zunächſt ein Gemach für die dienſtthuenden Centgarden, als⸗ dann rechts das Cabinet und dahinter das Schlafzimmer des Kaiſers. Eine bequeme Wendeltreppe führt auf das platte Dach des Gebäudes, von wo aus man das ganze Lager wie ein Panorama überſchauen kann.
Dieſer Rundblick, den uns die allerhöchſte Oertlichkeit, wo wir ſtanden, freilich nur flüchtig geſtattete, war wirklich überraſchend ſchön. Bis in die weiteſte Ferne nach allen Rich⸗ tungen hin ſchneeweiße Zeltreihen; die trichterförmigen Zelte der Soldaten ſtets in einem Kreiſe um das viereckige größere Zelt des Officiers; die Wohnungen der höhern Officiere aus Breterwerk, aber in eleganter Form und ſauber gemalt; dazwiſchen kleine Gärten mit grünem Laubwerk(der Garten hinter dem kaiſerlichen Pavillon prangte ſogar in einem Blumenſchmuck, wie wenn man die prächtigen Blumenbeete des Tuilerienparks dahin getragen hätte); endlich das bereits erwähnte quartier impérial in langer Perſpective, mit gelb⸗ geſandeten Buchsbaum⸗Alleen, und, zur würdigen Vollendung des ſchönen Bildes, überall dreifarbige Fahnen und lang⸗ wehende Wimpel an hohen vergoldeten Maſten, Blumenkränze und Blätterguirlanden hinauf und hinunter, bis zu einem ſtattlichen Triumphbogen, den man am Eingange der Haupt⸗ Allee errichtet hat, und an welchen man gerade noch beſchäftigt iſt, die letzten Wappenſchilder mit Inſchriften und Adlern anzubringen. Dabei rings geſchäftige Bewegung im ganzen Lager; einzelne Truppentheile ziehen nach verſchiedenen Rich⸗ tungen vorüber, Trommelſchlag und Hornſignale, galoppirende Adjutanten und raſſelnde Artillerie, und im Hauptquartiere, zu beiden Seiten des kaiſerlichen Pavillons, ein buntes Durch⸗ einander von Federhüten und blitzenden Uniformen, von Schildwachen und Ordonnanzen, und eine Menge Stabsofficiere aller Waffengattungen zu Pferde. Die Centgarden rücken aus, voran die über und über vergoldeten Trompeter, wie mittelalterliche Wappenherolde; der glänzende Generalſtab ordnet ſich. Der Zug ſetzt ſich nach dem Triumphbogen hin in Bewegung, denn von dort ſoll der Kaiſer um 10 Uhr mit einem Extrazuge von Paris eintreffen.
„Um Gotteswillen,“ rief ich Max zu,„wir ſtehen hier noch immer auf dem platten Dache der kaiſerlichen Villa, ganz als ob wir dazu gehörten!“—„Das iſt auch der Fall,“ entgegnete mein Freund,„Sie wenigſtens; denn es fragt ſich ſehr, ob Deutſchland ohne Sie je zu einer Schilderung des Lagers durch einen Augenzeugen käme.“ Ich unterbrach den redſeligen Spaßmacher; aber der Capitän meinte auch, es ſei hohe Zeit zum Rückzuge. Er führte uns durch den Garten und durch einige Zeltſtraßen in ſeine Wohnung. Die Lager⸗ hütte(la baraque) eines Capitäns beſteht aus zwei Räumen: dem Cabinet oder Arbeitszimmer und dem Schlafzimmer; zudem hatte der unſerige, als Ordonnanzofficier, noch einen kleinen Breterverſchlag, der ſeinem Pferde als Stall diente und wo zugleich ſein Burſche ſchlief. Unſere Inſtallation war einfach und in wenigen Minuten gemacht. Der Capitän hatte in ſeinem Schlafzimmer für uns zwei Feldbetten aufſchlagen laſſen, leichte eiſerne Geſtelle mit einer Matratze, einem Kopf⸗ pfühl und einer wollenen Decke....„à la guerre, comme à la guerre,“ ſagte er.
Auf einmal krachte eine Kanonenſalve, noch dazu ſo dicht neben uns, daß der Boden zitterte und ich unwillkürlich zu⸗ ſammenfuhr. Der Capitän lächelte und rief:„Das iſt der Kaiſer!“ warf ſich auf's Pferd und jagte ohne Weiteres davon. Wir eilten hinaus und durch die Hauptallee dem Triumph⸗ bogen zu. Ein ohrbetäubender Trommelwirbel erfüllte die Luft, Trompeten ſchmetterten laut dazwiſchen und alle
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Augenblicke dröhnte ein gewaltiger Kanonenſchuß über die Ebene, um dem geſammten Lager und meilenweit in's Land hinein die Ankunft des Monarchen zu verkünden.
Der Kaiſer begab ſich, ſeinen Sohn ſtets zur Rechten, mit dem ganzen Gefolge direct zur Meſſe, zu welcher der Biſchof von Chälons beſonders herübergekommen war. Der ſonntägliche Gottesdienſt wird in allen franzöſiſchen Lagern ſtets im Freien gehalten, und außer den abwechſelnd dazu commandirten Regimentern ſteht es den übrigen Soldaten frei, demſelben beizuwohnen oder nicht; aber in der Regel ſind die Feldmeſſen außerordentlich beſucht. Es iſt ein großer Jrrthum, wenn man glaubt, daß der franzöſiſche Soldat heid⸗ niſch in den Tag heinein lebe; es ſind außerordentlich viel gute, gläubige und praktiſche Chriſten unter ihnen, und die höhern Officiere gehen ihnen in dieſer Hinſicht faſt immer mit dem beſten Beiſpiele voran. Hier iſt nicht der Ort, dieſe Behauptung näher zu begründen und mit Details, obwohl dieſelben ſehr intereſſant ſein würden, zu belegen: wir wollen nur das Factum als ſolches conſtatiren, ſchon um der Wahr⸗ heit die Ehre zu geben.
Nichts auf der Welt iſt aber auch wohl ſchöner und erhebender, als ſolch eine Feldmeſſe unter freiem Himmel.⸗ Ich möchte irgend einen Verehrer Renan's oder ſonſt einen von den hunderttauſend Freidenkern und Anhängern des modernen Aufklärichts dahin ſchicken.... ſchau' hin und hör' zu,— und wenn dann dein Herz kalt und ſtumm bleibt und deine Seele nicht wunderbar von höhern Gefühlen belebt und erſchüttert wird, daß ſich der innerſten Bruſt, wie willen⸗ los, das überwältigende Geſtändniß entringt: Ja, es iſt doch nicht Alles im Leben nichtiger, vergänglicher Tand; es giebt ein Etwas über den Sternen, verhüllt und unbegreiflich, aber trotzdem ſo gewiß, wie die helle Sonne oben am Himmel— — wenn nicht, nun ſo haſt du eben weder Seele noch Herz!
Der etwas höher gelegene Altar, mit ſeinem Baldachin aus Laubwerk, war ſinnreich mit Moos und Blumen geſchmückt; nur ein rothſammtner Betſtuhl, ein einziger, ſtand dicht an ſeinen Stufen: für den Kaiſer; die ganze übrige Verſammlung, die Prinzen und höchſten Würdenträger nicht ausgenommen, wohnen ſtehend dem Gottesdienſte bei und knieen einfach auf den Boden nieder. Und welch eine Verſammlung! Wenigſtens fünfhundert Stabs⸗Officiere, die in dichten Reihen den Kaiſer umſtanden, Marſchälle, Generäle, Oberſten und Adjutanten, alle in Gala⸗Uniform, ein Schimmern und Blitzen von Epauletten, Goldſtickereien und Ordensſternen, von Helmen, Czakos und Federhüten,— die Neujahrscour in den Tui⸗ lerien iſt nicht brillanter. Auch viele ausländiſche Uniformen ſah man, ruſſiſche und ſpaniſche und vorzüglich italieniſche. Lord Paulet und Abd⸗el⸗Kader ſtanden dicht hinter dem Kaiſer, auch ein deutſcher Prinz(von Solms⸗Braunfels, ſagte man uns) in hannöveriſcher Cavalerie⸗Uniform. Weiter nach hinten bildeten die Cent⸗Garden zu Fuß mit den Cüraſſieren einen weiten Halbkreis, und dann kamen zu beiden Seiten die verſchiedenen Regimenter in unabſehbaren Maſſen, im Ganzen gegen 25,000 Mann. Bei der Wandlung ging ein dumpfer Trommelwirbel durch das ganze Lager, die Waffen klirrten zum Präſentiren und alle die Tauſende knieeten nieder; die lautloſe Stille, die alsdann eintrat und die nur von dem Glöckchen des Meßdieners unterbrochen wurde, hatte etwas tief Ergreifendes. Das dreimalige Domine salvum fac imperatorem am Schluß bildete damit freilich einen ſeltſamen Contraſt. Es war ſo lufterſchütternd, wie wir ſelbſt in Paris bei den großen Revuen auf dem Marsfelde
niemals ekwas Aehnliches gehört haben. Der Kaiſer knieete


