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Vierte Holge.
gine wieder.„Großmutter, Du warſt vor zehn Jahren oben im Hof Botenweib. Du mußt wiſſen, warum der Herr ſich geſchoſſen hat.“.
Aber Großmutter Reetzen wußte nur zu erzählen, daß der Oheim des jetzigen Herrn in dem Gerede ge⸗ ſtanden hatte, eine Liebſchaft mit der Altenhauſen zu unterhalten,„denn,“ ſagte die Berichterſtatterin,„er war ein ſchöner Menſch, der Herr von Murſtein. Ihr ſeht's an Fräulein Margarethe, die ſein Ebenbild iſt, und ſeine Frau war alt und häßlich, aber reich! Er verthat ihr Geld an die ſchwarze Sidonie und ihren Vater, weil ſie immer zuſammen herumreiſten und Glücksſpiele machten.“
„Was iſt Glücksſpiel, Großmutter?“ rief Anna⸗ Chriſtine.
„Weißt Du das nicht, Kind?“ ſagte die Reetzen traurig.„Ich kenne es, denn manche Nacht habe ich d'rum verweint, wenn mein Ludwig in der Schenke ſaß und Landsknecht oder Schafskopf ſpielte, ſtatt in ſeiner Kammer auszuſchlafen von der ſchweren Arbeit im
Schacht.“
„Ach ſo, mit Schafskopf hat die Gräfin das Geld an ſich gebracht,“ meinte die Schoöne, ihre Stumpfnaſe rümpfend, daß ſie einer kleinen rothen Kartoffel glich.„Pfui, das iſt ordinär! Ich hätt' es Ihr nicht zugetraut, denn ſie ſieht fein aus.“
„Ja, fein!“ ſchnatterte ein anderes Blatt der Dorfchronik.„Die Feinen haben's am dickſten im Nacken.“
Die Weiber fuhren eilig auseinander, denn in geflügeltem Galopp ſauſte ein zierlicher Rappe unter den Aeſten der Kaſtanie durch. Die Reiterin machte den Erſchrockenen eine Kußhand und warf Stolze's kleinem Carl, ihrem Pathen, eine Menge gelber Mum⸗ melblumen zu. Auf ihrem Hütchen ſchwankte eine lange Ranke mit der Blüthe einer noch feuchten Waſ⸗ ſerroſe.
Das junge Mädchen hob ſich lachend im Sattel. Sie winkte, hinüber nach der ſteilen Bergkuppe, die ſie in Sturmeseile gemeſſen hatte. Der Herr auf dem prächtigen Grauſchimmel folgte faſt eben ſo ſchnell, aber er ſah nicht fröhlich aus.
„Gewonnen, Vetter Carl,“ rief ſie, über die Brücke des Herrenhofes ſprengend. Sie ſah nach der Uhr: „Ein und drei Viertel⸗Minuten früher wie Du.“
Er hob ſie ſanft vom Pferde und ſagte ſehr ernſt: „Verſprich mir, Tauſendſchön, Dein Leben nie wieder auf ſo kindiſche Art zu gefährden. Ich wollte lieber, ich hätte Dich nicht gelehrt, ein Roß zu leiten.“
Margarethe ſah ihm erſtaunt in die Augen.„Noch biſt Du übellaunig, ſtrenger Herr? Nun gut, ich ver⸗ ſpreche, ſtets langſam und in mäßigem Schritt daher
3309 zu trollen, wenn Du nie mehr zürnen oder traurig blicken willſt ohne allen Grund, nie mehr empfindlich ſein, wenn ich luſtige Einquartierung und hübſche Nachbarsleute früher entdecke, wie Du. Sonſt aber will ich reiten, wie der Sturm, durch Wald und Flur, mich gar nicht betragen wie eine ſittſame Gänſeblume aus dem Hauſe Buch, ſondern als geſpenſtiſche Prin⸗ zeſſinjſim Moor und den Steinkehlen mein Weſen treiben.“ Der Baron erbleichte.
Margarethe kannte die Todesart ſeines Vaters nicht. Sie wandte ſich fröhlich zu der Generalin:„Groß⸗ mama, höre die hübſche Neuigkeit. Wir erhalten Soldaten! Eine Menge Einquartierung mit Muſik! O, Militärmuſik, wie liebe ich ſie und habe ſeit Jah⸗ ren keinen Laut mehr gehört!“
„Mein Liebling,“ bemerkte die Angeredete,„weißt Du nicht den Grund, der uns die Gäſte zuführt?“
„Ja, Großmütterchen, ich weiß; es iſt wieder ein⸗ mal ein Bischen mobil gemacht, wie vor drei Jahren. Das giebt ein herrliches Leben, Friſche und Span⸗ nung. Unſere Feinde ſind neidiſch und eiferſüchtig, ſie pochen auf ihre Zahl, ihre Größe, ſie drohen und zanken. Unſer Held iſt der Löwe! Er ſchlummert, aber er ſchläft nicht. Er läßt um ſich herum kläffen und ſchreien, aber wird's ihm zu arg, dann ſteht der Löwe auf, reckt ſeine Glieder und zeigt die Zähne. Die Feinde wiſſen, daß er auf Adlerſchwingen daher fährt, und ſobald er Ernſt macht, ducken ſie ſich, denn ſie fürch⸗ ten, es drohe ihnen der Untergang.“
„Kind, Kind, welcher Vergleich!“
„Ja, Großmütterchen, ich habe auch eine politi⸗ ſche Meinung, um mit Walther zu reden, und nach der habe ich heute noch nicht Furcht vor Krieg und Tod. Ich hoffe nur Freude von dieſen Tagen. Ich will kochen, backen, rauen, daß es eine Luſt ſein ſoll und jeder Dragoner in Buchenau Aegyptens Schmalz⸗ töpfe zu finden meint. Aber nicht allein die Soldaten habe ich heute früh in Kölſen entdeckt, nein, noch etwas viel Hübſcheres: eine entzückend ſchöne Frau, einen ſüßen kleinen Jungen und einen wundernetten Lieutenant, die alle in Peterswaldau eingekehrt ſind und hier bleiben werden.“
Margarethe unterbrach ſich erſtaunt, denn Wal⸗ ther war auf einen Stuhl geſunken und rief, die Hände an die Stirn drückend:„Da haben wir’s! Da haben wir's! Hatte ich nicht Recht mit meiner Ah⸗ nung?“
„Walther, armer Inſpector, was ziehſt Du für ein Geſicht? Und meines Vetters Blick wird noch düſte⸗ rer. Herr Gott, wer ſind denn die Leute, welche Carl wie einen Freund begrüßten und ſich alte Be⸗ kannte von uns nannten?“
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