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Vierte Folge. 281
Nach einem Kaffee mit gewaltigem Kuchen ver⸗ der gereihte Studie von Skizzen und Erlebniſſen, als läßt endlich das ſtädtiſche Ehepaar das ländliche, eine irgend künſtleriſch geſchloſſene Novellencompoſition und in dem weiteren Verlauf der Geſchichte von ſind. Hier ſind neben manchen zu nachläſſig hingewor⸗
einer allerdings ſehr einfachen, ſchon oft abgekochten V fenen Momenten einige Scenen meiſterhaft, z. B. die
Moral, die trotzdem unverwüſtlich bleibt, ſehen wir einen Gegenbeſuch Janſens im Haag. Man ſchämt
ſich ſeiner, behandelt ihn freundlich herablaſſend und feſtgehalten und ſtets Sorge getragen, keine Situation empörend. Lange nach ſeiner Abreiſe gedenkt man durch Breitſchweifigkeit zu Tode zu quälen. etwas ungenirte Naturalismus iſt durch ſittliche Ideen
ſeiner erſt wieder, als die vornehmthuenden Ver⸗
wandten in verzweifelter Lage ſind, ein vom Vetter erbetener Vorſchuß befreit. ꝛc.
Dieſe Art zu erzählen hat etwas Treuherziges, Unbefangenes, und es finden ſich in ſchlichten Bemer⸗ kungen viel treffende, pſychologiſche Züge verſteckt.
Tiefer und bedeutſamer angelegt in dieſer Be⸗ ziehung iſt„die Familie Kogge“ von Hildebrand, wie alle dieſe Darſtellungen mehr eine loſe aneinan⸗
aus welcher ſie geadelt, geſalbt zu ſein.
ſelbſt feine Beobachtungen und V Sammlung und bei zweites könnte nachfolgen laſſen.
Vorgänge beim Tode einer alten Frau im Hoſpital.
Der Erzähler hat immer die friſchen Localfarben
Der ohne von einer ſüßen chriſtlichen Tendenz
Ich würde es als etwas Erfreuliches betrachten, wenn Adolf Glaſer dieſem Bändchen nach ruhiger gewiſſenhafter Bearbeitung ein Es geſchieht in unſerer Zeit ſelten, daß man ein Buch mit Span⸗ nung und zugleich nicht ohne geiſtigen Genuß und Gewinn zu leſen vermag.
Feuilleton.
Südamerikaniſche Culturzuſtünde.
Venezuala iſt ein klimatiſch herrliches Land Südameri⸗ an die Luft zu ſetzen.
tas und Caracas bietet ſo manche Reize dar, die ſelbſt den V Aber 1 1 jählings einer der draußen ſtehenden Bummler ſeinen Kopf
Amerikaner, geſchweige denn den Europäer berücken müſſen. Höchſt merkwürdig iſt es aber, auf welcher naiven Stufe ge⸗ ſellſchaftlicher Bildung und Verwaltung jene ſchlecht ver⸗ walteten und doch für die Agricultur ſo ergiebigen Diſtricte
noch ſtehen. Ein engliſcher Finanzier, der ſich in Caracas V
aufhielt, ſchreibt von dort her über einige recht originelle
Seenen.
Die Lehre von Freiheit und Gleichheit, ſagt er, iſt hier in Venezuela ſo in die Praxis übergegangen, daß in einem
der erſten Häuſer, deſſen Gaſt ich war, der Gentleman, wel⸗ e
cher mir die Stiefeln putzte, mit dem Hute auf dem Kopfe und mit der Cigarre im Munde zu mir in's Zimmer kam. Ein anderer Herr, welchen ich zu meines Kammerdieners Beiſtande engagirt hatte, verließ mich ſchon am andern Tage nach ſeinem Antritte, weil ich ihm nicht die Hut meiner Schlüſ⸗
ſel und meines Geldbeutels anvertrauen wollte, was doch ſei⸗
nes Erachtens die einzige Obliegenheit war, die ſeiner Würde
zu ſpielen beginnt, fangen draußen auf den Corridoren und in den Vorzimmern auch die Dienſtboten zu tanzen an, und da dergleichen Feſtlichkeiten meiſt im Erdgeſchoſſe und in Gemächern abgehalten werden, die nach der Straße heraus liegen, ſo verſammelt ſich hier alsbald eine Schaar unge⸗ betener und ungewaſchener Zuſchauer, die ihre nackten brau⸗ nen Arme und Hälſe durch die Fenſtergitter(Glasſcheiben ſind meiſtens nicht vorhanden) in den Saal hineinſtecken und laut und ungenirt die Tanzenden kritiſiren. Einmal ſah ich bei ſolcher Gelegenheit gar einen alten zerlumpten Kerl mit nackten Armen und Beinen im Saale ſelbſt ſtehen, ſein tabakge⸗ ſchwängerter Athem fächelte die Coiffure der eleganten Da⸗ men, mit ſeinen Händen begriff er die feinen Toiletten der
zukam. Sobald bei Bällen die Muſik im Geſellſchaftsſaale
(Ballſchönen, und Niemand dachte daran, den Eindringling
Ein anderes Mal, als ich bei einer Abendgeſellſchaft mich mit mehreren Damen unterhielt, reckte
ſo dicht an uns heran, daß ich mich umſah und das Geſpräch abbrach.„O, ſeht da die Ariſtrokaten,“ rief der Kerl jetzt
aus,„die nur mit Ihresgleichen ſprechen wollen!“
Als ich mich einſt an einem Empfangsabende mit der Gemahlin des Präſidenten zu einer Schachpartie niederge⸗ ſetzt hatte, drängte ſich ein halb Dutzend dienſtbarer Geiſter
um unſern Tiſch herum und ſah dem Spiele zu, nicht ohne durch allerhand Ausrufungen und Bemerkungen ihr Inter⸗
ſſe daran zu bekunden. Einer meiner Bekannten beglei⸗ tete mich einſt zu dem erſten Schneider des Ortes, bei dem ich mir einen Rock beſtellen wollte. Wir mußten einige Zeit warten, ehe der Herr des Geſchäfts erſchien. Als er ſich
endlich zeigte, kam er, die ſtereotype Cigarre im Munde, lüf⸗ ttete leiſe den Hut, ſchritt auf mich heran, ſchüttelte mir die
Hand und frug leutſelig nach meinem Befinden. Dann ſetzte er ſich auf den Ladentiſch, wollte mein Urtheil über die neue⸗
ſten politiſchen Ereigniſſe hören, erkundigte ſich; was mich
nach Venezuela führe, ſprach von tauſend anderen Dingen
und ſtellte mir ſchließlich, nach einer halbſtündigen Unter⸗
haltung, ſeine geſchäftlichen Dienſte zur Verfügung. Dieſer Meiſter von der Elle bekleidete einen hohen Rang in der Ar⸗ mee und ich habe ihn ſpäter einmal in voller Uniform das Maß nehmen ſehen.
Eines Tages ſpazierte ich mit einem Bekannten in den nördlichen Umgebungeu der Stadt, als wir einem Gärtner begegneten, welcher eine große Laſt friſch gepflückter Früchte nach Caracas ſchaffte.„Nun,“ ſagte mein Freund,„ver⸗ ſuchen Sie einmal, wie weit Ihr Spaniſch reicht; ſehen Sie,
daß Sie mit dem Manne einen guten Handel machen kön⸗ nen.“ Nur um mir Gelegenheit zur Converſation zu geben,


