Jahrgang 
1-26 (1867)
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Gedicht von Albert Bririus.

Triumph der Dichtkunſt.

Dichtkunſt ſchöne Himmelsblume, Von der Muſe uns verlieh'n,

Schufſt dich, ſchaffend, ſelbſt zum Ruhme Ewig für den Geiſt zu blüh'n.

Deine Zauberbande ſchlingen

Sich um's Herz in ſtiller Gluth,

Deine holden Lieder bringen

Dem Verzagten Heldenmuth.

Herrſchend in dem Reich der Träume Lächelſt du mit ſüßem Trug;

In die lichten Sonnenräume Schwingſt du dich mit Adlers Flug. Mit den Wolken kannſt du fliegen Hin, wo keine Sorge wacht;

Dich im Rauſch des Glückes wiegen, Wo dem Herzen Frieden lacht.

Wenn ſich Seelen jubelnd finden Nach der Trennung bitterm Schmerz,

Muß die Dichtkunſt laut verkünden,

Wie da jauchzt das trunk'ne Herz. Gold'ne Stunden kann ſie malen, Wenn die Liebe Roſen bricht, Bannen ſchweren Grames Qualen, Wenn ſie Hoffnungskränze flicht.

Dichtkunſt bettet ſanft auf Roſen, Weckt der Seele zart Gefühl,

Mag mit Blumen ſcherzend koſen, Zeigt der Wahrheit ernſtes Spiel; Lenkt die Blicke zu dem Himmel, Hebt den Geiſt zu Gott empor, Grüßt der Sterne hehr' Gewimmel, Lockt die Thräne ſtill hervor.

In dem Kuß der Abendröthe

Sieht ſie einen ſchönen Tod;

Gab dem Hirten eine Flöte,

Wie ſie ihm noch Keiner bot.

Singt uns vor wie Bächlein Rauſchen, Lieblich ſtrömend durch die Flur; Führt in Wälder, dort zu lauſchen Dem Geſange der Natur.

Dichtkunſt ſchöne, heil'ge Gabe, Menſchen in den Sinn gelegt, Weckſt mit deinem Zauberſtabe, Was der Geiſt tief ahnend hegt.

Vierte Holge. 279

Alle Herzen zu beglücken,

Ein'ſt du, was ſich feindlich flieht, Und den Welten zum Entzücken Blüht Dein ewig junges Lied.

Literariſche Briefe von Otto Banck.

Niederländiſche Novellen, den Originalen nacherzählt von Adolf Glaſer. Braunſchweig, bei Vieweg u. Sohn. 1866.

(Schluß.)

Die Dirne iſt hinausgegangen, die Gäͤſte haben ſich näher an den Tiſch geſetzt, Janſen drückt an⸗ dächtig die innere Seite ſeiner Mütze gegen das An⸗ geſicht, ſeine Frau ſchließt die Augen und läßt den Kopf auf die linke Schulter fallen. Herr von Mid⸗ delneſſe legt ſeine weiße Hand an die Stirn und be⸗ deckt damit zur Hälfte ſeine Augen, mit dem linken Auge kann er jedoch noch genug ſehen, und er ſieht denn auch, wie die gnädige Frau während des Ge⸗ betes mit ihrem feinen geſtickten Taſchentuche über ihren Teller wiſcht und wie ein Zug um ihren Mund ſpielt, welcher bedeutet:Pfui, Unart, Du mußt auch nichts ſehen!

Die Mahlzeit beginnt hierauf, Janſen nöthigt die Gäſte, ſeinem Beiſpiele zu folgen, und nachdem das Geldern'ſche Ehepaar mit ſeinen Löffeln die Suppe über den Rand der großen Schüſſel in die Teller ſchaufelt, zögern die vornehmen Gäſte, aber ſie folgen zuletzt doch dem gegebenen Beiſpiel.

Während Janſen haſtig ſchlürft, verſichert er, daß ſolche Suppe kein Kinderſpiel ſei, und indem er ſeinen Teller zum zweiten Male füllt, ſetzt er hinzu: Ich habe zu meiner Anna Marie geſagt: Sie dürfen keinen Hunger leiden, hörſt Du? Greift zu, ſie iſt wahrhaftig nicht ſchlecht, nur zu, Suppe ſättigt nicht.

O, ſie iſt ausgezeichnet! ſagt Frau von Mid⸗ delneſſe, obſchon ſie die Suppe zu fett findet, aber ſie hat Hunger.

Köͤſtlich, köſtlich! verſichert Herr von Middel⸗ neſſe und das erquickende Gericht thut ihm ſo wohl, daß er ſich wirklich mit dieſer Sorte Menſchen aus⸗ ſöhnt und darauf ſo frei iſt, noch tant soit peut zu nehmen.

Wir wollen die vier Leutchen ruhig bei ihrem Mittagsmahle laſſen, wobei Janſen mit derſelben Luſt zu Werke ging, als ob es das erſte geweſen wäre. Nach der Suppe erſchien eine große Platte mit köſtlichen dampfenden Kartoffeln gefüllt, während auf der an⸗