Jahrgang 
1-26 (1867)
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Ich kann Sie nicht in dieſer Weiſe reden hören. Sie wiſſen ſehr wohl, daß Sie nicht auf Peterswaldau zu rechnen nöthig haben.

Tritt etwa Ihre gute Mama als Mitbewerberin auf, kleiner Carl? fragte Sidonie.Sie blickte mich

an, als hielte ſie mich für einen weiblichen Vampyrg

zum mindeſten für eine Hexe. Nun wir wollen ſehen, ob mir der bucklige Graf, der reichſte Mann der Provinz, oder unſer frommer Carl aus Buchenau, mein alter Spielcamerad, einſt beſſer gefällt. Einſt, ſage ich. Vorläufig denkt Siddy ſich noch von Nie⸗ mand hofmeiſtern zu laſſen, was unfehlbare Zugabe von den verſchiedenen Schwiegermüttern ſein würde. Sidonie Altenhauſen liebt die Freiheit in Wort und Handlung.

Karl preßte die Lippen zuſammen und trat zurück.

Sie ſind eben noch ein Kunabe, tröſtete die Schöne lachend.Mein Gott, achtzehn Jahre! Das ſt wirklich lächerlich jung!

Dann nickte ſie ganz nachdenklich und und legte hren Arm ruhig in den ſeinen. Sie ſchritten die Stufen hinauf. In der Saalthür blieb ſie ſtehen.

Ja, achtzehn Jahre! Natürlich will man in dem Alter mit dem Kopf eine Mauer einlaufen. Seien Sie einundzwanzig wie ich, da werden Sie über ihre naiven Gefühle von heute lachen, ſo wie ich es mit meiner Vergangenheit mache. Ich ſeufze nie. Und Sie, Sie ſeufzen unaufhörlich. Nun ſeien Sie gut und haben Sie Geduld mit Ihrer alten Siddy. Ich will Sie noch einmal ſprechen, ehe ich meine abſcheu⸗ liche alte Tante wieder nach dem Süden begleite.

Wann, Sidonie, und wo kann es ſein? rief der junge Mann leidenſchaftlich.

Sidonie ahmte geiſterhafte Stimmen nach.Mor⸗ gen Abend, zwiſchen elf und halb zwölf Uhr an der alten Buche in der Seufzerallee. Ich hoffe, die Irr⸗ lichter werden ſo gefällig ſein, uns über den Bach zu leuchten.

Die Buche iſt gefällt, entgegnete Carl traurig, der Sumpf gelichtet, jetzt des Müllers Kohlgarten, und da wird uns der Kektenhund ein ſaures Concert zum Beſten geben.

Die alte Buche gefällt? O Vandalismus! lachte Carl's Begleiterin wieder.Statt der poekiſchen Irrlichter Stolze's Hund! So geht es, armer Freund! Die Rinde der Buche trug unſern Namen vielfach verſchlungen!

Daß ſie fiel, das iſt ein böſes Omen, und gar der heulende Hund! Da läßt ſich freilich jetzt nicht mehr ſchwärmen. Ich alter Hofmeiſter würde ſagen: Tempi passati und dazu würde er ſeufzen.

Ja, ja, mein Freund, tempi passati!

Dierte Folge.

277

Herr Camerad, ich bitte um meine Dame, die Sie mir entführten.

Ein anderer junger Mann bemächtigte ſich jetzt der ſchwarzäugigen Schönheit.

Carl trat hinter die Reihe der Tanzenden. Er hatte für den Augenblick die Luſt verloren, ſich ihnen anzuſchließen.

Mit zorngerötheter Wange beobachtete er den Saal; allmäͤlig aber beſänftigte ihn das ſehr verſtänd⸗ liche Winken der ſchönen ſchwarzen Augen. Sein junges Herz klopfte ruhiger.

Thorheit, ſagte er ſich,dieſen Affen, den Pe terswaldau zu fürchten. Sie muß mich natürlich aus⸗ lachen; Ich ſpiele wahrlich die Figur eines ſentimen⸗ talen Schuljungen. Siddy iſt heiter, harmlos, das wilde Mädchen wie immer. Und ſie legen ihr Ko⸗ ketterie zur Laſt. Iſt denn Schönheit Sünde? Tante Luiſe iſt eine arme bethörte Frau. Sie hätte ſich nie dem jüngeren Gemahl verbinden ſollen, wenn ſieltauf jedes ſchöne Mädchen eiferſüchtig werden will. Carl mühte ſich jedoch vergebens, ſeine Zweifel zu heben. Murſtein iſt charakterlos, erbärmlich, überlegte er von Neuem.Nicht Siddy trägt die Schuld, wenn Alles ihr zu Fühen liegt.

Jetzt ſtanden die beiden Frauen von Buch neben dem Fliederbaum am Fuß der Treppe.

Unmöglich, unmöglich, Roſa! wiederholte die Generalin,das Mädchen iſt heiter und übermüthig; Du machſt ſie mit der furchtbaren Anklage zu einer Verbrecherin. Deine Schweſter iſt von Eiferſucht ge⸗ blendet.

Nein Mama, Luiſe ſteht an den Rande des Grabes. Ihre Leiden werden bald zu Ende ſein. Sie war ohne Bitterkeit gegen ihren Mann, vielmehr machte ſie es ſich allein zum Vorwurf, daß ſie ihu nicht zu feſſeln verſtanden hatte. Mit ihrer Geſund⸗ heit brach auch ihr Glück zuſammen.

Es war vorher zu ſehen, Roſa: Murſtein blieb ein leichtſinniger Knahe auch in reifen Jahren.

Meine Schweſter aber hat ihn dennoch ſtets ge⸗ liebt. Selbſt als ihr die furchtbare Höhe ſeiner Schulden bekannt wurde, gab ſie willig und ohne Murren ihr Vermögen für ihn hin. Dann aber, als er wieder mit ſeinem früheren Cameraden, mit dieſem entſetzlichen Altenhauſen, in Wiesbaden zuſammentraf, da mußte ſie verzweifeln. Dieſer Meuſch und ſeine Tochter ſind die Mörder von Luiſens Gatten.

Frau Roſa's Gefühlsäußerungen waren ſtets ruhig und klar, ſie ſchien keiner Leidenſchaftlichkeit fähig, jetzt aber brach ſie in ein krampfhaftes Schluch⸗ zen faus.