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Vierte Solge. 275
ſtand es, alle Liebe, welche man ihr entgegentrug, zu würdigen. Selbſt eine Waiſe ſeit ihrer Kindheit, füllte ſie nun den Platz der Tochter vollkommen aus.
Peter den Dritten hatte man ſchon früher von dem erb⸗ und eigenthümlichen Familiennamen ⸗Peter Michael⸗ dispenſirt; die Großmama erklärte es für zeitgemäß, einen friſcheren Namen zu octroyiren, und das vom General ſtreng behauptete Peter Carl⸗ ward bald in»Baron Carls oder Junker Carl⸗ ver⸗ ändert. Vater und Mutter riefen Carls, und das Geſinde hieß ihn den-jungen Herrns, zum Unterſchied von Herrn Profeſſor und Herrn General.
Der letzte Sprößling der Peter von Buchs zeigte durchaus keinen Trieb, ein Gelehrter zu werden gleich ſeinem Vater. Die Leute im Dorfe nannten den hübſchen jungen Knaben den arichtigen Baron⸗.„Er iſt nicht ſtill und ſteif, wie der Herr Profoſſor, der zwar auch wohl mit den Menſchen zu verkehren weiß, aber gar zu beſonderlich. Nein, Baron Carl das iſt der Ackers⸗ mann und der Soldat dazu, ganz wie der alte Herr, und wie unſere ächten Landleute eigentlich alle geſchaffen ſind. Zuerſt den Boden erobern mit Schweiß⸗ und Blutstropfen, und dann ihn bauen in Frieden unter Gottes und des Königs Schutz, in Ehrfucht und Ge⸗ horſam. So iſt unſere eigentliche Art und die wächſt immer wieder friſch auf.“
Reiten, Jagen mit Tagesanbruch, Knechte und Arbeiter in’s Feld begleiten, en passant mit ſämmt⸗ lichen Dorfjungen eine regelrechte Schlacht liefern, wozu er Plan und Dispoſition Tags zuvor unter Großvaters Aufſicht mit ſeinen Zinnſoldaten entwarf, das war des Knaben Seligkeit. Hatte man den Feind glücklich in die Hohl⸗Steinkehlen bis an den Park von Peterswaldau zurückgeworfen, dann labte ſich die ſiegreiche Jugend mit Buchenau's Leuten an Bier und Brod, dem heimlich nach ächt ſoldatiſcher Manier wohl ein Tröpfchen kräftiger Zuſatz aus der Flaſche Inſpector Walther's geſpendet wurde, und jedesmal warnte der gute Mann mit großem Ernſt:„Laß die Mama nur nichts von dem Schnäpschen merken, Baron Carl; der Großmutter kannſt Du es eher ſagen, die weiß von Alters her: mit Maß genoſſen, iſt es ſogar geſund und noch dazu, wenn man eine Bataille hinter ſich hat. Carl's Gouverneur gab ihm imer die beſten Cenſuren. Der Junge lernte friſch und fröhlich, ſowie er überhaupt Alles durchführte. Man ſchickte ihn in ein Militärinſtitut und nach Ablauf ſeines acht⸗ zehnten Jahres wurde zu Ehren des jungen ſtattlichen Reiterofficiers in Buchenau für Alt und Jung und für die guten Freunde der Nachbarſchaft ein groß⸗ artiges Feſt veranſtaltet. Carl eröffnete die Polonaiſe mit ſeiner glücklichen Großmama.
Miniſter von Betov Excellenz folgte an der Seite der bleichen Profeſſorin, und dann ſtolzirte General Peter im vollen Glanz ſeiner Uniform und der ſchwer erkämpften Orden daher.
Der Profeſſor verſchmähte es, den Reigen zu ver⸗ herrlichen. Er blickte kopfſchüttelnd und fragend zu den weinenden Augen ſeiner Frau.
Seit Jahren war dieſer Tag von ihr erfleht, und nun er in ungetrübter Freude anbrach, da ſchien ſie antheillos, unfähig, ein Gefühl des Glückes zu äußern.
Profeſſor Peter ward verſtimmt. Er konnte in dem Geräuſch der großen Geſellſchaft keinen Augen⸗ blick erhaſchen, um ſich ſeiner Frau zu nähern. Die formellen Höflichkeiten waren ihm außerdem im höchſten Grade unbequem. Nach einer Stunde zog er ſich mit dem Paſtor in ſeine entlegene Wohnſtube zurück, wo ſie bei Cigarren und einem Glas herben Ungar ſich ihren gelehrten Disputationen überließen.
Carl tanzte bis zum hellen Morgen. Er ſchien ſich in vollem Maße der Wonne hinzugeben, allen Schönen, die ſich in Begleitung ſtattlicher Mamas oder Tanten eingefunden hatten, ſeine Huldigungen darzubringen; doch Eine, die Ueppigſte von Allen, dachte befriedigt:„Er hat etwas gelernt, man ſieht ihm heute die gute Schule an; macht er nicht ſogar dieſer Predigermamſell den Hof, um ſeiner guten einfältigen Mama Sand in die Augen zu ſtreuen? Bravo, hübſcher Carl! Es wird uns Niemand auf die Spur kommen.“— Die Blicke ſeiner Mutter folgten ihm zärtlich, voll der innigſten Liebe und Genugthuung.
Ja, helle, goldne Tage im Kreiſe ſeiner fröh— lichen Genoſſen ſollte der Liebling der blaſſen Roſe⸗ genießen. Sie, die Alten, hatten für ihn gearbeitet. Seine Zukunft lag eben, ſorgenfrei und ungetrübt vor ihm.
Und doch ſeufzte die Frau ſo tief. Ihr Herz war von Trauer erfüllt, und ſowie ſie der ſtolzen, ſchönen Dame anſichtig ward, ſchrak ſie zuſammen. Sie war ſcheu, beinahe entſetzt ihrer Begrüßung aus⸗ gewichen, dennoch lächelte das ſchöne Mädchen oft herzlich zu ihr hinüber. Dieſe ſchwarze Siddy, wie die Kinder ſie einſt nannten, war der Profeſſorin ſeit Jahren bekannt, aber ſie hatte ſie nie geliebt, obgleich ſich das kleine Mädchen offenbar um ihre Neigung beworben hatte.
„Sie ſtößt mich ab,“ dachte Frau Roſa ſtets, „ſie iſt eine geborne Kokette.“ Und ſie wurde ſehr ſchön.
Ermüdet trat Carl's Mutter an die offene Thür zum Garten. Die Generalin legte den Arm in den ihren.
„Weine nicht, Roſa; ſei noch ein paar Stunden


