Jahrgang 
1-26 (1867)
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davon, er icht,Jiſte nen gehen 8. Nichts vielleicht te, daß ich terfahren hlt und er tt zu ent⸗ ſondern glicke ſehr zuwarten, hl ſei. viderte ich ſich wohl,

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Vierte

geführt habe. So war es alſo ein Geſchäft. Ich verachtete mich ſelbſt wegen meiner Thorheit, die noch nicht ganz todt war, und ich bat ihn zu ſprechen.

War ich im Schlafe oder träumte ich? Herr Thompſon ſprach von meiner Tante, ihrer Liebe für mich, meiner ver⸗ lornen Stellung und drückte den lebhafteſten Wunſch aus, Sorge für mich zu tragen.

Aber, fügte er mit einigem Zögern hinzu,ich kann das nur in einer Art als Ihr Gatte thun. Wollen Sie alle dieſe Eigenthümlichkeiten in meinem Weſen überſehen, von denen Sie ſich, wie ich befürchte, gewöhnlich geſtört fühl⸗ ten und das nehmen, was gut und wahr in mir iſt? Können Sie und wollen Sie das thun?

Er blickte zweifelnd mich an. Ach! das war einer mei⸗ ner bitterſten Augenblicke. Er hatte ſich ſo wenig um mich bekümmert, daß er nie geſehen, nie vermuthet hatte, wie ſehr ich ihn liebe. Und er erwartete, daß ich ihn ſo nehmen ſollte. Ich faltete meine Hände und preßte ſie in einer nervöſen Art zuſammen; ich konnte nicht ſofort ſprechen.

Und Sie, Herr Thompſon, ſagte ich zuletzt,und Sie

Wohl, was iſt mit mir? Meinen Sie, ob ich das auch thun könne?

Ja; können Sie das thun?

Ei, ſicher ſonſt hätte ich es nie vorgeſchlagen.

Er hatte über den Zweifel, den meine Frage in ſich ein⸗ ſchloß, halb gelächelt und er blickte mich an, als er lächelte. Aber ſein Blick und ſein Lächeln erbitterten mich.

Herr Thompſon, ſagte ich aufgeregt,das habe ich nicht verdient. Carlo, komm her.

Mein armer, elender Carlo kam freudig zu mir. Er legte ſeinen Kopf auf mein Knie und blickte ausdrucksvoll und zärtlich auf, wie nur Hunde blicken können, wenn ſie verge⸗ bnn⸗ verſuchen, den Gedanken eines menſchlichen Geſichts zu leſen.

Erwar ein Ausgeſtoßener, ſagte ich, den Herrn Thomp⸗ ſon anſehend;er war halb verhungert; er kam an dieſe Thür; ich fütterte ihn und er wollte das Haus nicht mehr ver⸗ laſſen. Ich hatte Mitleid mit ihm ich gab ihm eine Matte, darauf zu liegen und eine Brodkruſte zu eſſen. Er liebt mich dafür; aber, Herr Thompſon, ich bin nicht ganz ſo niedrig, um mich dieſem armen Thiere gleich ſtellen zu laſſen ich kann für mich ſelbſt Sorge tragen.

Herr Thompſon warf ſich in ſeinen Stuhl zurück und ließ ein ſchwaches Pfeifen hören, als ich dieſen Commentar zu ſeinem Antrage machte.

Gut, gut, ſagte er, ſich langſam ſammelnd,ich kann begreifen, daß Sie ſich nichts aus mir machen, aber ich er⸗ wartete nicht, daß Sie es ſo aufnehmen würden.

Und wie konnte ich es nehmen? rief ich.Sie ſchen⸗ ken mir Mitleiden ich verſchmähe das Mitleiden. Ach, Herr Thompſon, wäre ich nicht das arme, verlaſſene Mäd⸗ chen, das ich bin, würden Sie ſo fühlen oder ſo ſprechen? Glauben Sie, ich wiſſe nicht, wie reichen Mädchen der Hof gemacht und wie ſie gewonnen werden? Wenn ich Ihnen nur das Geringſte gälte, würden Sie es dann wagen, mit einer ſolchen Sprache zu mir zu kommen?

Mit welcher Sprache?

Was meinten Sie damit, daß Sie für mich ſorgen wollten?.

Was ich ſagte. Ja, Auguſte, ich wünſche, für Sie Sorge zu tragen wahre, innige, liebende Sorge; nichts wird mich das widerrufen laſſen.

Folge. 267

Er ſprach warm und ein männliches Feuer zeigte ſich in ſeinem Geſichte; aber ich wollte nicht nachgeben und ſagte är⸗ gerlich, ich bedürfe nicht, daß man für mich ſorge.

Dann laſſen Sie uns dieſe unglücklichen Worte bei Seite ſtellen, bat er,und ſagen Sie mir, ob Sie mich heirathen wollen, ja oder nein. Wenn Ihnen das lieber iſt, ſo nehmen Sie an, daß ich Ihrer Sorge für mich bedürftig bin. Ich bin viel älter als Sie, wie Sie wiſſen.

Ich weiß nicht, von welchem böſen Dämon ich beherrſcht war. Ich ſagte:Nein! O, wie gern hätte ich das Wort zu⸗ rückgezogen, aber es war geſprochen und er ſtieg mit einem umwölkten Gefühle, auf dem ſich eine getäuſchte Hoffnung abſpiegelte, auf. Er zauderte ein wenig und wünſchte dann zu wiſſen, weshalb es ein Nein und kein Ja ſei? Ich ſagte, wir könnten miteinander nicht glücklich ſein. Er verbeugte ſich ernſt und verließ mich. Ich vermuthe, er fühlte ſich ver⸗ letzt, denn er fügte kein Wort hinzu. Keine Verſicherung ſei⸗ ner Freundſchaft, ſeines guten Willens, keine Hoffnung, daß ich mich erweichen laſſe, oder meinen Entſchluß verändern werde, kam über ſeine Lippen. Die Thür ſchloß ſich hinter ihm. Ich hörte die Gartenthür zufallen, und ich verfiel in eine Art von Erſtarrung. Es war Alles vorbei. Welcher Wahnſinn hatte mich ihn verbannen laſſen? Jeder Schritt führte ihn weiter fort, entfernte ihn mehr von mir niemals nie ſollten wir einander mehr treffen. Vielleicht würde er mich nicht verlaſſen haben, wenn ich die Wahrheit hätte ſa⸗ gen können. Ach, wenn ich ihm hätte ſagen können:Ich kann mit Ihnen nicht glücklich werden, weil ich Sie liebe, und Sie lieben mich nicht, weil meine Liebe und mein Stolz den lieben, langen Tag leiden würden, wenn ich Ihre Gattin wäre; weil es leichter iſt, ohne Sie zu leben, als mit Ihnen unter ſolchen Bedingungen. Hätte ich ihm das Alles ſagen können, würde dann unſer Beiſammenſein in dieſer Art geen⸗ det haben? Es war zu ſpät, das nun zu bedenken, aber es war nicht zu ſpät zu leiden. Ich begrub mein Geſicht in das Kiſ⸗ ſen des Sophas, auf dem ich ſaß und weinte undſchluchzte, als ob mein Herz brechen wollte.

Des armen Carlo's kalte Naſe, die gegen meine Hand ſtieß, welche in den Falten meines Kleides herabhing, erweckte mich. Ich blickte auf und ſah Herrn Thompſon. Er war ſehr roth und ſchien ängſtlich.

Ich habe meinen Regenſchirm vergeſſen, ſagte er et⸗ was furchtſam.

Ja; dort ſtand ſein ſchrecklicher Regenſchirm in der Ecke! Aber anſtatt danach zu blicken, kam er plötzlich und ſetzte ſich auf das Sopha, an meine Seite. Ich weiß nicht, wie ich aus⸗ ſah, aber ich ſtarb beinahe vor Scham. Er nahm meine Hand und küßte ſie.

Meine theure Miß Raymond, ſagte er in einer über⸗ redenden Art,weshalb ſollten wir miteinander nicht glück⸗ lich ſein? Ich kann es nicht ertragen, Sie aufzugeben, ich kann es wirklich nicht.

Ich blickte ihn zweifelnd an.

Alſo haben Sie mich wirklich ein wenig lieb? fragte ich.

Ob ich Sie wirklich lieb habe? Ei, was habe ich denn die ganze Zeit über anders geſagt?

Sie ſagten, Sie müßten für mich Sorge tragen.

O, wenn wir darauf zurückkommen wollen? be⸗ gann er reſignirt. Aber wir kamen nicht darauf zurück, denn aus einem ſehr unglücklichen Mädchen wurde plötzlich die glücklichſte der Frauen. Ich war aber noch immer nicht ganz zufriedengeſtellt.

Sie würden nicht zurückgekommen ſein, wäre es nicht