Jahrgang 
1-26 (1867)
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gen, wenn die Knechte hinuntergingen, um ihr Tage⸗ werk zu beginnen.

Hermann fürchtete dieſe Drohungen nicht, aber er traf ſeine Vorkehrungen, er bewaffnete ſeine Knechte und befahl ihnen, auf jedes verdächtige Individuum, welches zur Nachtzeit ſich der Mühle näherte und der Aufforderung, ſich zu entfernen, nicht ſofort Folge leiſtete, zu ſchießen.

Ein Vierteljahr ſpäter erſchien eines Morgens der Schenkwirth in der Mühle.

Ich bringe eine Nachricht, die Euch intereſſiren und, wie ich nicht zweifle, beruhigen wird, ſagte er, Euer Feind, der ehemalige Grenzjäger Anton Weber, iſt todt..

Wißt Ihr das ſo ſicher? fragte Anna.

Ich habe mit eignen Augen die Leiche geſehen. In verwichener Nacht unternahmen die Grenzjäger ein Treibjagen auf die Schmuggler; es war ihnen verrathen worden, daß ein bedeutender Waarentrans⸗ port ſtattfinden ſolle. Es gelang ihnen, die Schmugg⸗ ler zu überraſchen, die Meiſten ergriffen die Flucht, nur Wenige nahmen den Kampf auf. Unter dieſen

eicher Einer ſich durch ſeine Verwegenheit und Schußfertigkeit aus, ihn nahmen die Grenzjäger zu⸗ meiſt auf's Korn, ſie umzingelten ihn und forderten ihn auf, ſich zu ergeben. Er wies die Aufforderung zurück, ſchlug mit dem Kolben ſeiner Büchſe den ihm zunächſt Stehenden nieder und nahm Reißaus. Von den Kugeln, die ihm nachgeſandt wurden, trafen ihn drei, er ſank todt nieder. Dieſer Mann wurde als der ehemalige Grenzjäger Anton Weber erkannt. Heute Morgen in aller Frühe brachten die Beamten die Leiche, ich erkannte ſie augenblicklich.

...

So iſt ein Schurke weniger in der Welt, ſagte Hermann nach einer kurzen Pauſe.Was er mir angethan, will ich ihm vergeben.

Möge Gott nicht zu ſtrenge mit ihm in's Ge⸗ richt gehen, fügte Anna hinzu;er hat hier auf Erden ſchwer geſündigt.

Er hat ſelbſt dieſes Ende ſich geſchaffen, er⸗ viderte der Schenkwirth, während er dem jungen Chepaare die Hand zum Abſchied reichte,er konnte einer heiteren, geſicherten Zukunft entgegenſehen, denn er beſaß ein einträgliches Amt und manche begüterte Pächterstochter würde ihm gern zum Altar gefolgt ſein, aber er war ein Sclave ſeiner Leidenſchaften, ſie haben ihn auf die Bahn des Böſen geführt und auf dieſer Bahn giebt's keine Umkehr.Vorwärts

beißt die Loſung, und unter hundert Fällen iſt neun⸗ undneunzig Mal das Zuchthaus oder das Schaffot das Ziel.. So

Vierte Folge.

263 Gedichte von C. Walter.

Den Univerſitätsfreunden.

Wohl ſchmückt mit neuem Grüne Sich Baum umher und Strauch; Dem Gott des Weins zur Sühne Leert hier manch' Glas ſich auch.

Was ſoll mir Waldesrauſchen,

Was ſoll mir Becherklang,

Kann ich mit Euch nicht tauſchen Mehr Wort und Rundgeſang?

A

Es war wie Mai im Jahre, Da mich Eu'r Arm umſchlang, Und mir der Freundſchaft klare Begeiſt'rungsquelle ſprang.

Wohl liegt nun langgemeſſen Dazwiſchen Jahr und Tag: Ich kann Euch nicht vergeſſen, Wie ich auch ringen mag.

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Lied.

Ich wollte nicht Sterne, nicht ſilbernen Mond,

Die Sonne nur wollt' ich, die Sonne,

Die am Himmel voll Glanz und voll Wärme thront, Und Leben ſpendet und Wonne.

Und die Sterne erblichen, es ging der Mond, Ich ſchaute nicht aus nach ihnen:

Wo bleibt, die mein glühendes Hoffen belohnt, Die im Herzen mir tief, im ſehnenden wohnt, Die Sonne mit lächelnden Mienen?

Und die Sonne ging auf mit glänzendem Schein, Mit ſtechenden, ſengenden Strahlen,

Die brannten mir tief in die Augen hinein,

Und geblendet verſchloß ſich der Augen Schein, Ich gerieth in der Finſterniß Qualen.

Nun hör' ich wohl ſingen rings um mich her

Von goldenen, herrlichen Tagen,

Und mich drückt das Dunkel ſo trüb' und ſo ſchwer, Das Licht, das erſehnt ich ſo heiß und ſo ſehr, Das Licht, ich konnt's nicht ertragen.

Ich wollte nicht Sterne, nicht ſilbernen Mond, Die Sonne nur wollt' ich, die Sonne,

Die am Himmel voll Glanz und voll Wärme thront,

wird m.

Und Leben ſpendet und Wonne.