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„Ich fürchte, wir haben die Falle umſonſt geſtellt,“ flüſterte der Richter, als die Uhr auf der Hausflur Mitternacht ſchlug;„iſt das der Fall, ſo müſſen wir morgen früh einen anderen Plan zu entwerfen ſuchen.“
„Geduld,“ erwiderte Anna,„eine Ahnung ſagt mir, daß wir nicht vergeblich warten. Erinnern Sie ſich, daß Sie dem Grenzjäger geſchrieben haben, Sie hofften, er werde einen guten Fang machen? Ich bin überzeugt, daß er den Ballen holen und hierher brin⸗ gen wird.“
„Vorausgeſetzt, daß er der Denunciation Glau⸗ ben geſchenkt und die Falle nicht gewittert hat,“ fuhr der Richter fort;„ſolche Leute haben in der Regel eine feine Naſe.“
Anna ſtand am Fenſter und blickte verſtohlen hinaus.
„Dort kommt er,“ flüſterte ſie nach einer kurzen Pauſe,„er trägt ein Packet unter dem Arme.“
Der Richter und die beiden Gensd'armen traten. an die Thüre. Anton Weber hatte den Schrank ge⸗ öffnet, er zog ine B erne aus der Taſche, zün⸗ das Packet. Im Begriff, den 3 ns ſeidenen Bändern beſtand, in den Schrank zu legen, hörte er plötzlich hinter ſich ein Geräuſch; er wandte ſich um, in demſelben Au⸗ genblick umklammerten zwei kräftige Fäuſte ſeine Arme.
„Zurück!“ rief er in der Vermuthung, daß es⸗
nur die Müllerknechte ſeien, welche ihn anzugreifen wagten.„Seht Ihr nicht, daß ich in der Ausübung dner Amtspflicht begriffen bin? Nehmt Euch in
Leiche, ich erkablusübung Eurer Amtspflicht?“ ſpottete
4p er Richter.
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„Hat Euch das Gericht vielleicht dieſen Ort zur Aufbewahrung der confiscirten Waaren be⸗ zeichnet?“
Der Grenzjäger blickte beſtürzt den Fragenden an, er ahnte, daß er verrathen war und das Spiel verloren hatte.
Wie faſt alle auf der That ertappten Verbrecher,
hoffte auch er durch Frechheit und Trotz ſich der Ge⸗
fahr zu entziehen.
„Wer ſeid Ihr?“ fragte er barſch.
„Ich bin der Criminalrichter und hier ſtehen die Gensd'armen, die Ihr heute Nachmittag verlangtet,“ erwiderte der Richter ruhig.„Ihr ſchriebt, wir würden in der Mühle einen guten Fang machen—“
„Und Sie ſehen, daß ich die Wahrheit berichtet habe,“ fiel der Grenzjaͤger ihm in'’s Wort. Ich habe
„Das iſt eine Lüge!“ donnerte der Richter.„Ihr ſie heimlich, zur Nachtzeit hieher geſchafft, um die
Dierte Folge.
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Bewohnerin dieſes Hauſes zu verdächtigen, um die Be⸗ weiſe gegen ſie zu jeder Zeit zur Hand zu haben. Die Unterſuchung wird wohl auch ergeben, daß Ihr damals den Verlobten dieſer Frau anklagtet und überführtet, trotzdem Ihr wußtet, daß derſelbe unſchuldig war.“
„Legt ein offenes Bekenntniß ab, Weber,“ bat Anna den finſter vor ſich hinblickenden Grenzjäger,„ein offenes Geſtändniß allein kann Eure Richter zur Nach⸗ ſicht bewegen.“
„Meint Ihr?“ höhnte Weber, während er ſich ge⸗ waltſam den Händen, die ihn hielten, zu entreißen ver⸗ ſuchte.„Ihr habt mir die Suppe eingebrockt und zum Dank dafür ſoll ich dafür ſorgen, daß Euch Euer Herz⸗ blatt ſo raſch wie möglich zurückgegeben wird? An dem ganzen Unglück ſeid Ihr allein Schuld, hättet Ihr meine Werbung angenommen, ſo wäre es ſo weit nicht gekommen!“
„Daß Ihr dieſe Infamie begangen habt, um Euren Rachedurſt zu befriedigen, wird Eure Sache nicht verbeſſern,“ entgegnete der Richter ſtreng.„Nehmt ihm die Waffen ab und führt ihn fort; bei dem jäh⸗ zornigen Temperament dieſes Mannes wird es rathſam ſein, daß Ihr ihn bindet.“.
Vergeblich ſträubte der Grenzjäger ſich, nach einem kurzen Kampfe ſah er ſich gefeſſelt und ſeiner Waffen beraubt. Der Richter nahm das Protocoll auf und entfernte ſich am Morgen mit ſeinem Gefangenen, der, bevor er die Mühle verließ, der Wittwe einen Blick zuwarf, in welchem glühender Haß und Rachſucht ſich ſpiegelten.
Anna eilte am nächſten Tage, vom Amtmann und dem Schenkwirth begleitet, in die Stadt, die Unter⸗ ſuchung gegen den Grenzjäger hatte bereits begonnen.
Der Unterſuchungsrichter empfing die Müllerin mit zuvorkommender Freundlichkeit.
„Die Unſchuld Ihres Verlobten hat ſich allerdings noch nicht vollſtändig herausgeſtellt,“ ſagte er,„indeß iſt mir ſchon im erſten Verhör mit dem Grenzzjäger die Ueberzeugung geworden, daß Hermann Stein das ihm zur Laſt gelegte Verbrechen nicht begangen hat. Auch haben zwei Schmuggler, die vor einigen Tagen hier ein⸗ geliefert wurden, das Einverſtändniß des Verurtheilten mit ihnen in Abrede geſtellt, und wenn ich auch in ihre Ausſagen keine Zweifel ſetze, ſo kann ich auf der ande⸗ ren Seite doch auch nicht ſo unbedingt an die Wahrheit derſelben glauben, weil dieſe Leute vorgeben, ſie ſeien zur Zeit der Verhaftung Stein's Ihre Knechte geweſen. Daraus ſcheint mir ein Beſtreben, den Verurtheilten zu befreien, hervorzugehen, ein abſichtliches—“
„Erlauben Sie, Herr Richter, als mein Verlobter verhaftet wurde, entließ ich augenblicklich meine beiden Knechte, weil ſie den Verhafteten verdächtigt und da⸗


