Jahrgang 
1-26 (1867)
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Vierte Folge.

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Gine TMochenchronik für Niteratur, Aunst, ſchöne Miſſenſchaſten und Geſellſchaſt.

Erſcheint regelmäßig jeden Freitag.

Leipzig, am 26. April 1867.

V. Jahrgang.

Abonnementspreis jährl. 5 ½ Thlr.

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Die Müllerin.

Novelle von Ewald Auguſt König. (Schluß.)

Ungefähr vier Wochen waren ſeit Weber's Unter⸗ redung mit Anna verſtrichen, als er, und zwar ſpät am Abend, wieder in der Mühle erſchien.

Wie ſteht's? fragte er barſch.Beharrt Ihr noch immer bei dem Vorhaben, meine Werbung zurück⸗ zuweiſen?

Ich begreife nicht, daß Ihr von Eurer Werbung ſprechen könnt, da Ihr doch wißt, daß ich verlobt bin, entgegnete Anna ruhig.

Verlobt mit einem Gefangenen! höhnte Weber.

Verlobt mit einem ehrlichen Manne, der durch die Cabalen eines charakterloſen Feindes unſchuldig

verurtheilt wurde! .Anna!

Für Euch bin ich Frau Kramer, fuhr Anna entrüſtet fort,Ihr habt kein Recht zu einer vertrau⸗ lichen Annäherung, jedem Verſuche in dieſer Beziehung werde ich, entſchieden entgegentreten. Wenn Ihr's denn noch immer nicht wiſſen wollt, daß ich Euch ver⸗ achte, ſo wiederhole ich es jetzt noch einmal und ich verbinde damit abermals die Aufforderung, mich mit Euren ferneren Beſuchen zu verſchonen.

Dunkle Zornesgluth färbte das Antlitz des Grenz⸗ jägers, ein wildes, verzehrendes Feuer loderte in ſei⸗ nen Augen.

Für dieſe Worte ſollt Ihr büßen, entgegnete er aufbrauſend,gleichviel, ob Ihr mein Weib wer⸗ det, oder nicht, Ihr ſollt bereuen, mir das geſagt zu haben. Denkt nicht, ich könne Euch nichts anhaben, ich bin ein gefährlicher Feind allen Denjenigen, die meiner Ehre zu nahe treten.

Und allen Denen, die Eure Pläne durchkreuzen, ſagte Anna gewaltſam ſich haltend.Könnt Ihr auch mich in's Gefängniß bringen, wohlan, ſo thut es, ich