Jahrgang 
1-26 (1867)
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Vierte

Mémoires du comte Beugnot.

Dieſen höchſt anziehenden Memoiren entnehmen wir die folgende Mittheilung über das Mitglied des Convents Jean⸗Bon⸗Saint⸗André, der von Napoleon I. zum Präfecten von Mainz ernannt wurde. Von ihm ſagt Beugnot:

Er zeigte ſich in vielen Beziehungen als das Muſter eines Präfecten. Die Repräſentation ganz bei Seite ſetzend, deren Nothwendigkeit ihm nicht nachgewieſen worden war, und ebenſo die Achtung vor gewiſſen conventionellen Regeln, von denen er gar keine Idee hatte, ließ Jean⸗Bon übrigens gar nichts zu wünſchen übrig; er war ein unermüdlicher Arbeiter, ein immer bereiter Adminiſtrator, ſtreng gerecht ohne irgend eine Parteinahme und er erfüllte die Wünſche des Departe⸗ ments, dem er anfangs Schrecken eingeflößt hatte. Man fand in dem Präfecten von Mainz das Mitglied des Convents und des öffentlichen Wohlfahrtsausſchuſſes mit ſeiner Mäßig⸗ keit und ſeiner ganz republikaniſchen Arbeitſamkeit wieder.

Beugnot erzählt dann eine merkwürdige Scene, wo der Mann des Convents dieſem Höflinge einen komiſchen Schrecken einjagte. Napoleon fuhr in einem Nachen, worin ſich auch unſer Verfaſſer und Jean⸗Bon befanden, auf dem Rheine ſpazieren. Napoleon, an einer Seite des Nachen und nach dem Fluſſe geneigt ſtehend, ſchien in eine tiefe Betrachtung verſunken zu ſein, als Jean⸗Bon zu Beugnot und nicht ganz leiſe ſagte:Welche ſeltſame Stellung! Das Schickſal der Welt hängt von einem Fußtritt mehr oder weniger ab. Beugnot zitterte von dem Kopfe bis zu den Füßen und ſagte: Um Gotteswillen, ſeien Sie ſtill! Bei ihrer Rückkehr ſagte er zu Bon⸗Jean:Wiſſen Sie wohl, daß Sie mich furchtbar erſchreckt haben? Zum Kuckuk, ich weiß es recht gut! Ich wundere mich blos darüber, daß Sie Ihre Beine wieder gefunden haben, um zu gehen. Aber das können Sie als danz gewiß annehmen, daß wir blutige Thränen darüber

einen werden, daß die Spazierfahrt am heutigen Tage nicht ie letzte geweſen iſt.Sie ſind ein Unſinniger.

Und Sie ſind ein Schwachkopf, trotz der Achtung, die ich urer Excellenz ſchuldig bin.

Uebrigens ſtarb Jean⸗Bon⸗Saint⸗André eben ſo ehrenhaft, wie er gelebt hatte. Die zahlreichen Verwundeten, welche nach den Schlachten bei Leipzig und Hanau nach Mainz gebracht

urden, brachten den Typhus dahin. Jean⸗Bon widmete ſich

nzlich dieſen Unglücklichen. Immer in den Lazarethen,

irde er ſelbſt von der Epidemie ergriffen und erlag derſelben lchnell. Sein Tod wurde in dem Departement des Donners⸗ berges allgemein beklagt, denn er hatte daſſelbe mit einer ſehr großen Weisheit und dem ſchönſten Erfolg verwaltet. Das frühere Mitglied des Wohlfahrtsausſchuſſes hatte Lectionen eines guten Betragens gegeben, die alle Präfecten des Kaiſer⸗ reiches ſich hätten zum Muſter nehmen können. C.

Vankee-Ladies.

New American by W. Hepworth Brixon theilt darüber folgendes Zwiegeſpräch mit:

Was ſagen Sie nun zu unſern Damen? fragte mich ein barſcher Yankee, als wir geſtern Abend hier in dem Hötel in Saratoga, dem berühmteſten Boveorte in den Vereinigten Staaten Nordamerikas, unter der Veranda ſaßen. Natürlich antwortete ich:Reizend, blaß, zart, bezaubernd, ſtrahlend. Hu, rief er, indem er ſeine Hände erhob,ſie ſind nicht das Geringſte werth. Sie können nicht gehen, nicht reiten, kein Kind ernähren.Ach, Sie haben keine Gattin, ſagte ich

in einem beſänftigenden Tone.Ein Weib? ſchrie er.Ich in der cyniſchen Hälfte dieſes Satzes Wahres iſt, vermag ich

Folge. 255 würde es tödten.Mit Liebkoſungen?Nein, antwortete er,mit der Feuerzange. Sehen Sie die jungen Ladies, die ſich dort an der Quelle herum treiben. Was haben ſie den ganzen Tag gethan? Gegeſſen und ſich geputzt. Sie haben ihren Anzug während des Tags dreimal gewechſelt und ihr Haar dreimal gewaſchen, gekämmt und gekräuſelt. Das iſt ihr Leben. Haben ſie einen Spaziergang gemacht, ſind ſie ausgeritten? Haben ſie ein Buch geleſen, einen Nadelſtich gethan? Nichts von alledem. Wie verwenden Ihre Damen in England ihre Zeit? Sie ziehen gute Stiefeln an, ſtecken das Kleid auf und machen ihren Spaziergang. Ich war ein⸗ mal in Hampſſire, bei einem Herzog. Seine Gemahlin war vor dem Frühſtück auf, mit Holzſchuhen an den Füßen und Roſen auf den Wangen; ſie ritt mit auf die Jagd, ſie ging in das Gebüſch; ein Graben erſchreckte ſie nicht, vor einer Hecke wich ſie nicht zurück. Nun, unſre Damen, armſelig, blaßKommen Sie, ſagte ich,ſie ſind ſehr liebens⸗ würdig!Ach, ſagte der Mann verdrießlich,ſie haben keine Knochen, keine Fiber, kein Mark; ſie haben blos Nerven; aber was läßt ſich von ihnen erwarten? Sie eſſen Perlaſche anſtatt des Brodes; ſie trinken Reiswaſſer anſtatt Wein, ſie tragen enge Schnürbrüſte, dünne Schuhe und Crinolinen. Solche Dinge ſind nicht für das Leben geeignet und, Gott ſei Dank! in hundert Jahren wird kein einziger Nachkomme mehr von ihnen vorhanden ſein.

Klöſter in Paris.

Ueber dieſen Gegenſtand giebt ein kürzlich in London erſchienenes Werk Scenes in French Monasteries. By Algernon Taylor intereſſante Aufſchlüſſe. Er ſagt:

Der Schreiber hat Sorge getragen, ſich ſichere ſtatiſtiſche Angaben über die religiöſen Orden zuverſchaffen, die innerhalb der Grenzen des modernen Paris ſich finden. Das Ergebniß davon läßt ſich in wenigen Worten mittheilen. Esgiebt in Paris 15 Mönchsklöſter und 47 Nonnenklöſter, demnach zuſammen

62 große und kleine klöſterliche Anſtalten. 55 derſelben ſind

ſehr thätig in Verpflichtungen außerhalb ihrer Mauern in Anſpruch genommen, die größtentheils in der Erziehung und Krankenpflege beſtehen. Unter den Mönchsklöſtern giebt es eins der Dominicaner, eins der Capuziner, eins der Paſſio⸗ niſten, eins der Jeſuiten und dann noch die der Oratonia⸗ ner, Lazariſten, Sulpicianer und anderer weniger bekannten Mönchsorden. Die 47 Nonnenklöſter gehören 30 verſchie⸗ denen Orden an, von denen demnach einige mehrere Klöſter beſitzen. Die Carmeliterinnen beſitzen deren drei, die Augu⸗ ſtinianerinnen zwei, die Nonnen der Heimſuchung zwei, die Kleinen Armenſchweſtern vier; dagegen haben die Domini⸗ canerinnen, die Franziscanerinnen, die Schweſtern des hei⸗ ligen Herzens und viele andere nur ein Kloſter. Einige

Straßen in Paris ſcheinen von den religiöſen Orden ganz be⸗

ſonders in Gunſt genommen zu ſein. Die Rue de Vauri- gard zum Beiſpiel ſcheint zur Hälfte aus Klöſtern zu beſtehen. In ihr wohnen Dominicaner, Jeſuiten, Nonnen der Heini⸗ ſuchung, Nonnen Unſerer lieben Frau von Loretto und zwei Klöſter der chriſtlichen Lehrſchweſtern. In der Rue de Sêvres finden ſich Klöſter der Jeſuiten und der Lazariſten und nicht weniger als vier Nonnenklöſter. In der Rue de Pie-

pus, der Rue de Bac und der Rue d'Enfer finden ſich bei⸗

nahe eben ſo viel Klöſter wie in der früher erwähnten. Man hat geſagt, die Religion unter den Pariſern blühe im umgekehr⸗ ten Verhältniß zu der Zahl ihrer klöſterlichen Anſtalten. Was