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Vierte
Herr Thompſon blieb nicht eine Woche, ſondern einen ganzen Monat bei uns. O, welch ein glücklicher Monat, mit ſeinen langen goldnen Tagen und köſtlichen Abenden, und Muſik und ſüßem Geplauder! Werde ich dich je ver⸗ geſſen? Wenn das Erwachen bitter war, ſo laß mich daran erinnern, daß der Traum ſehr ſüß war.
Herr Thompſon wollte uns am folgenden Morgen ver⸗ laſſen, und wir waren zuſammen in dem Garten. Zu dieſer Zeit wußte ich, was mein Herz für ihn fühlte, und obwohl er ſehr freundlich gegen mich war, bezweifelte ich doch, daß ich ihm viel gelte. Und als er ſagte:„Auguſte, ich habe Ihnen etwas zu ſagen,“ begann mein Herz zu klopfen. Er pflegte mich dann und wann Auguſte zu nennen, da er mich als Kind gekannt hatte; aber niemals hatte er es in einer ſo gütigen Weiſe gethan, wie an dieſem Abend.
Nun gut! Ich vermuthe, gar viele Frauen haben daſ⸗ ſelbe bittre Gefühl zu erleiden gehabt, das mir damals vor⸗ behalten war. Herr Thompſon hatte meine Couſine Jeſſie bei der Frau Gray getroffen, ihr ſeine Hand angeboten und glaubte ihres Jaworts ſicher zu ſein. Von dem Augenblick an, wo er Jeſſie's Namen erwähnte, kannte ich mein Schick⸗ ſal. Ohne es zu ſuchen, wie ich vermuthe, hatte ſie ſtets zwiſchen mir und allem Guten geſtanden. Sie hatte mir die Freundſchaft meiner beſten Freundin, die Liebe meiner näch⸗ ſten Verwandten genommen. Ich war nicht wirklich die Nichte meiner Tante, ſondern nur die ihres verſtorbenen Gatten, und jetzt war ſie mir in der Liebe des einzigen Mannes zuvor⸗ gekommen, für den mein Herz je etwas empfunden hatte. Sie war deshalb ſicher nicht zu tadeln, aber, o! wie hart, wie ſchrecklich hart ſchien es mir zu ſein! Die Nachtigall ſang in den Bäumen über uns, reine, glänzende Sterne funkelten am Himmel, der ganze Garten war mit Wohlgeruch erfüllt und Herr Thompſon füllte mein Ohr mit ſeinen Lobſprüchen Jeſſie's. Sie war ſo hübſch, ſo glänzend, ſo natürlich, ſo köſtlich unſchuldig. Und was glauben Sie wohl, weshalb er mir das Alles erzählte? Ei, er wünſchte, ich ſollte mit ihnen gehen und bei ihnen wohnen. Die Geſundheit meiner Tante war in der letzten Zeit ſehr ſchwankend geweſen und er hatte bemerkt, daß ich wußte, das Schlimmſte könne ſich ſchnell er⸗ eignen, und deshalb wünſchte er, mir eine Heimath zu ſichern. Ich brach in Thränen aus.
„Mein liebes, gutes Kind,“ rief er ſehr warm,„wenn ich nicht fortgehen wollte, ſo würde ich Ihnen dieſen Schmerz nicht verurſacht haben. Ich weiß, Sie haben ein ächt weib⸗ liches Herz. Ihre theure Tante mag noch jahrelang leben; aber wenn das nicht der Fall ſein ſollte, dann werden Jeſſie und ich—“
„Ich bitte, ſagen Sie das nicht,“ unterbrach ich ihn; ich konnte es nicht ertragen. Je mehr er mich lobte, je gütiger er war, deſto mehr weinte ich, um deſto unglücklicher fühlte ich mich. Zuletzt verließ er mich auf meine Bitte. Eine Weile nachher wurde ich ruhiger und ging in's Zimmer.
„Spiele uns Chopin's Marſch vor, liebe Auguſte,“ ſagte meine Tante. Meine arme theure Tante wünſchte bis zum letzten Augenblicke, es möge uns gelingen, ihn zu feſſeln. Sie wußte nicht, daß Jeſſie, welchen ſie gar nicht leiden konnte, ihn bereits vor mir bezaubert hatte.
Ich ſpielte den Marſch wieder. Es war das Grabge⸗ läute aller meiner Hoffnungen. Eine graue Dämmerung füllte das Zimmer und ſie konnte die Thränen nicht ſehen, die auf meinen Wangen herabrollten. Sie ſagte, ich habe ſehr gut geſpielt und ich glaube, das war der Fall.
einer Ldieſem Abend war etwas von mir ſelbſt in der Muſik
Folge. 251 und das war etwas ſehr Kummervolles. Herr Thompſon kam und ſetzte ſich an meine Seite, als ich zu ſpielen aufgehört hatte. Die Magd brachte Lichter herein und einen Brief für meine Tante. Während ſie denſelben las, ſagte er leiſe:
„Sie werden es ſich überlegen.“
„Bitte, ſchweigen Sie davon,“ bat ich ihn.
„Aber Sie wiſſen gar nicht, wie lieb Sie mir ſind,“ fuhr er fort,„und dann werden Sie meiner kleinen, unbe⸗ ſonnenen Jeſſie gut thun— mein armer, kindiſcher Liebling. Außerdem habe ich einen Plan, der mir ſehr am Herzen liegt.“
Das krönte Alles. Ich errieth ſeine Meinung; er hatte einen jüngern Bruder, für den er mich beſtimmen wollte. Er batte dieſen Abend in dem Garten geſagt:„Es würde für John, der etwas leichtſinnig war, am beſten in der Welt ſein.“ Das konnte ich nicht ertragen. Ich ſtieg auf und ging zu meiner Tante.
„Giebt es etwas Neues, Tantchen?“ fragte ich.
„Neues in der That!“ entgegnete ſie mir ganz erſchrocken. —„Jeſſie wird meinen Couſin, den Herrn Norrio, hei⸗ rathen, der alt genug iſt, um ihr Vater ſein zu können. Ich bin neugierig, was er mit dieſem flatterhaften Mädchen an⸗ fangen wird?“
Es trat eine Pauſe ein.
Herr Thompſon näherte ſich uns. ihn anzuſehen.
„Welche Jeſſie iſt das?“ fragte er. Couſine von Miß Raymond?“
„Doch, dieſelbe. Kennen Sie ſie?“
„Ich ſah ſie bei der Miſtriß Gray.“
Er ſprach ſehr ruhig. Ich vermuthe, er glaubte es nicht. Ich bedauerte ihn; ich bemitleidete ihn von ganzem Herzen.
„Vielleicht iſt es gar nicht wahr, Tante?“ ſagte ich.
„Nicht wahr! Ei, ſie ſchreibt es mir ſelbſt— hier iſt der Brief.“
Jetzt ſah ich ihn an. Er war todtenblaß, aber ſehr feſt. Weder ein geſtörtes Anſehen, noch eine zitternde Lippe ließen den Sturm in ſeinem Innern errathen. In dieſem Augen⸗ blick wurde meine Tante aus dem Zimmer gerufen
„Auguſte, darf ich hineinblicken?“ fragte er, indem er auf den Brief ſah, den meine Tante mir überreicht hatte.
Ich konnte es nicht verweigern. Ich gab ihm den Brief. Er las ihn mit derſelben Faſſung durch, dann ſah er ſich nach ſeinem Regenſchirm um, den er immer in eine Ecke unſres Wohnzimmers ſtellte und ſagte dann ganz ruhig:
„Ich denke, ich muß gehen und einen Spaziergang machen.“ Und er ging fort, und wir ſahen ihn erſt am nächſten Morgen wieder, wo er uns verließ.
Meine Tante war ſehr unzufrieden zu finden, daß Herr Thompſon nicht um meine Hand angehalten hatte, und ich fühlte mich bis in das innerſte Mark meines Herzens durch ſein kaltes Lebewohl verletzt. Mein Werth hatte ſich mit der Treuloſigkeit meiner Couſine verloren; derſelbe war im beſten Fall nur ein zurückprallendes Licht geweſen. Ich war ihm lieb, weil Jeſſie von ihm geliebt wurde.
Sie wurde kurz nachher Miſtriß Norris. Die Hochzeit wurde in dem Hauſe meiner Tante gefeiert und zwar aus Rückſicht für Herrn Norris, der ihr Verwandter war und der Miſtriß Gray nicht leiden mochte. Er nannte ſie eine läſtige, zudringliche Dame, worin er keineswegs unrecht hatte. Jeſſie war ſehr lebhaft und ſchien ſehr glücklich. Sie neckte mich in einer ganz unbarmherzigen Art mit Herrn Thompſon. Sie ſagte, ſie ſei überzeugt, daß er gegen mich den Verliebten
Ich wagte es nicht,
„Sicher nicht die


