ie uns d'arm
fäger. drung,
erbit⸗ uldige aber
8
n Ihr
ichts⸗ aten,“ augen⸗ 8 vor Euch jegen, ogar, vor⸗
un ſie eſehen
nicht leicht, ſchen. nicht, ewiſſe trafe
hätte kuech
uern⸗ teni⸗
mit wider
Dierte
. 2. 4 ſie auf. Hermann Stein, ich verhafte Euch im Nane
des Geſetzes als des Einverſtändniſſes mit den Schmugglern verdächtig. Ich hoffe, Ihr werdet nicht verſuchen, Widerſtand zu leiſten, in dieſem Falle will ich davon abſehen, Euch feſſeln zu laſſen.“
„Das iſt eine Infamie!“ rief Anna, während ſie raſch zwiſchen ihren Verlobten und den Grenzjäger trat.„Die Gründe dieſer Verhaftung ſind andrer Natur, dieſe Ballen dienen nur zum Vorwand und wer weiß, ob—“
„Bedenkt, was Ihr ſagt!“ fuhr der Grenzjäger auf.„Das Wort, welches Ihr mir in's Geſicht ge⸗ worfen habt, könnte Euch in's Gefängniß bringen, haltet Eure Zunge im Zaume.“
„Beruhige Dich,“ flüſterte Hermann ſeiner Braut zu,„dieſer Menſch iſt nicht werth, daß Du Dich ſeinet⸗ wegen ereiferſt, er verdient nur unſre Verachtung. Ich bin unſchuldig und meine Unſchuld wird an den Tag kommen, ſo gewiß, wie auch für dieſen Mann einſt die Stunde der Vergeltung ſchlägt.— Ich werde
ECuch folgen,“ fuhr er, ſich zu dem Gensd'armen wen⸗
dend, fort,„ich denke, Eurem ſchlichten Verſtande wird es einleuchten, wer hier der Schuldige und wer der Unſchuldige iſt; beſondere Maßregeln zu treffen, habt Ihr bei mir nicht nöthig, ich werde nicht ſo thöricht ſein, durch einen Fluchtverſuch den Schein der Schuld auf mich zu laden. Erlaubt nur, daß ich vorher mich ankleide.“
Die Erlaubniß wurde von Seiten des Grenz⸗ äͤgers ertheilt, aber der Gensd'arm mußte den Ver⸗ hafteten begleiten und ihn mit ſchußfertiger Waffe ſcharf bewachen.
Der zweite Gensd'arm blieb in der Mühle zu⸗
Lück, der Grenzjäger verſprach, am folgenden Tage
einen Wagen zur Fortſchaffung der Waarenballen zu ſchicken.
Nach einem kurzen, ſchmerzlichen Abſchiede von ſeiner Verlobten verließ Hermann, von dem Grenz⸗ jäger und einem Geusd'armen begleitet, die Mühle, um in's Gefängniß zu wandern.
Kaum hatte Anna ihre Faſſung wiedergefunden, als ſie den Knechten befahl, augenblicklich ihre Hab⸗ ſeligkeiten einzupacken und das Haus zu verlaſſen.
„Euer Benehmen hat mir deutlich bewieſen, daß es in Eurem Intereſſe lag, den Verhafteten zu ver⸗ dächtigen,“ ſagte ſie, als die Knechte gegen den Be⸗ fehl proteſtirten;„hätte ich Beweiſe für Eure Schuld, ſo würde ich ſofort dafür ſorgen, daß ſie in die Hände
des Gerichts gelangten.“ Die Knechte gingen, Anna blieb mit ihrer Magd allein in der Mühle zurück.
Lolge. 245
. Die Nachricht von der Verhaftung Hermann's war kaum in das Dorf gelangt, als es ſich auch ſchon zeigte, daß man allgemein an dem Schickſale, welches das Brautpaar ſo plötzlich betroffen hatte, herzlichen Antheil nahm.
Wenn auch unter denen, welche die Wittwe be⸗ ſuchten, um ſie ihrer Theilnahme zu verſichern, gar Manche ſich befanden, die nur die Neugierde zu dieſem Beſuch bewog, ſo bot doch der größere Theil der Be⸗ ſucher ſich freiwillig an, der Müllerin mit Rath und That zur Seite zu ſtehen. Es leuchtete Jedem ein, daß die Verhaftung Hermann's nur ein Act perſönlicher Rache des Grenzjägers war, denn Niemand bezweifelte die Unſchuld des Verhafteten, und ſowohl der Schenk⸗ wirth wie auch mehrere Gutsbeſitzer erklärten dies ohne Scheu dem Beamten, der mit ſeiner Entdeckung ſich brüſten und ſeinem Scharfſinn ein Loblied ſingen wollte. Anton Weber begnügte ſich damit, geringſchätzend die Achſeln zu zucken und zu erklären, daß die Gerichtsver⸗ handlung den Zweiflern die Augen öffnen werde; gar Mancher wiſſe ſich den Anſchein eines ehrlichen Mannes zu geben, der, bei Lichte betrachtet, ein Schurke ſei.
Daß dieſe Erklärung böſes Blut ſetzte, war natür⸗ lich, der Wortwechſel wurde mit jedem Tage lebhafter geführt, und da der Grenzjäger nicht allein ſich allen Vernunftgründen hartnäckig widerſetzte, ſondern ſogar dazu überging, auch die Müllerin des Einverſtänd⸗ niſſes mit den Schmugglern zu beſchuldigen, ſo mußte er es ſich ſelbſt zuſchreiben, daß man eines Abends kurzen Proceß mit ihm machte und ihn in eben nicht glimpflicher Weiſe vor die Thüre ſetzte.
Trotz all' dieſen ſehr unangenehmen Erfahrungen ließ Weber ſein Vorhaben nicht fallen. Die reiche Müllerin mußte ſein Weib werden, ſelbſt wenn er, um dieſes Ziel zu erreichen, ein Verbrechen begehen ſollte
Die Unterſuchung gegen Hermann währte nicht lange. Der Grenzzjäger ging oft in die Stadt, durch ihn empfing der Unterſuchungsrichter das Material zum Anklageact.
Am Tage der Verhandlung waren faſt alle männ⸗ lichen Bewohner des Dorfes im Gerichtsſaale. Mehrere von ihnen waren als Entlaſtungszeugen geladen, die Andern, unter ihnen auch Anna, wohnten als Zuhörer der Verhandlung bei.
Der Anklageact ſtellte die Schuld des Verhafteten außer allen Zweifel und die Ausſagen des Grenz⸗ jägers beſtätigten die Puncte, auf welche die Anklage ſich ſtützte.
Die vortrefflichen Zeugniſſe, welche die Schutz⸗ ſeugen dem Angeklagten gaben und die warme Ver⸗ theidigungsrede des Advocaten konnten die Richter
1
*


