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gab dem kräftigen Druck nach, der eiſerne Schloß⸗ riegel ſchob ſich aus der Fuge des Pfoſtens hinaus.
Der Grenzjäger horchte, in der Mühle ſowohl wie draußen blieb Alles ſtill, das Plätſchern des Mühl⸗ bachs hatte die Arbeit begünſtigt.
Weber trat raſch ein und lehnte hinter ſich die Thüre an. Er befand ſich in einem ziemlich langen gewölbten Gange, der an ſeinem hinteren Ende in mehrere Seitengänge auslief.
Der Grenzjäger ſuchte ſich, ſo gut es in der Dunkelheit anging, zu orientiren. Er wählte den erſten Gang und ſah ſich nach kurzer Wanderung in einem ziemlich großen Raume, in welchem er eine namhafte Anzahl Fäſſer bemerkte. Dieſe Fäſſer, welche zum Transport des Mehls benutzt wurden, wenn es an Säcken mangelte, oder das Mehl weit verſchickt werden
ſollte, waren leer, aber ſie ſtanden in ſolcher Ordnung
nebeneinander und zwar zu zweien aufeinander, daß der in ſolchen Dingen erfahrene Beamte augenblicklich Verdacht ſchöpfen mußte.
Der Raum war durch die Fäſſerreihe gewiſſer⸗ maßen in zwei Hälften getrennt, ein Unbefangener würde geglaubt haben, daß der Raum von der erſten Reihe bis zur Mauer vollſtändig mit Fäſſern gefüllt ſei. Der Grenzjäger hatte einen Wachsſtock aus der Taſche geholt und denſelben angezündet.
Er ſchob jetzt behutſam einige Fäſſer vor und trat durch die Lücke in den zweiten Raum.
Sein Blick fiel auf eine Anzahl Ballen, die ſämmtlich verſchnürt und zum Transport bereit waren und deren Zahl dreißig bis vierzig betragen mochte.
Ein Lächeln boshafter Freude glitt über ſeine Lippen.„Gefangen!“ flüſterte er.„Jetzt bleibt ihr nur noch die Wahl zwiſchen der Hetrath mit mir und dem Zuchthauſe!“ 7
Er trat nach dieſen Worten zurück, ſtellte die
Fäſſer wieder zurecht und verließ darauf die Mühle.
Der Verſuch, die Thüre wieder zu ſchließen, blieb er— folglos; der Grenzjäger beruhigte ſich damit, die Schmuggler würden, wenn ſie es bemerkten, ſich ſelbſt
der Nachläſſigkeit zeihen und keinen Verdacht ſchöpfen,
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zumal ein ſolcher Verdacht keine Beſtätigung am Orte der Niederlage fand.
Er ging eiligen Schrittes in ſeine Wohnung und
erſuchte in einem Schreiben die nächſte Gerichtsbehörde,
ihm unverzüglich zwei Gensd'armen zu ſchicken, da er
glaubte, einen Fang machen zu können, wozu er indeß der Hülfe einiger entſchloſſener Männer bedürfe. Daß er dieſen Fang bereits gemacht hatte, ver⸗ ſchwieg er, es lag ja in ſeiner Abſicht, denſelben vorerſt zur Grreichung ſeines eignen Zwecks zu benutzen; gelang ihm dies, ſo wurden die Gensd'armen mit der Er⸗
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Vierte
Folge.
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klärung heimgeſchickt, daß er durch ſeine Spione hin⸗ ter's Licht geführt worden ſei.
Anton Weber hatte, als er am Morgen ſeine Wohnung verließ, um der nächſten Poſtanſtalt den Brief zu übergeben, ſeinen Plan vollſtändig entworfen.
Zeigte die Müllerin ſich bereit, ſeinem Verlangen zu willfahren, ſo wollte er den Schmugglern gegen⸗ über ein Auge zudrücken und ihnen nur mittheilen laſſen, daß ſie binnen vierundzwanzig Stunden die Niederlage in der Mühle geräumt haben müßten, als⸗ dann nahm er ſeinen Abſchied, um fortan ſein Augen⸗ merk ausſchließlich auf die Vergrößerung ſeines Grund⸗ beſitzes zu richten. Der verſtorbene Müller war ein reicher, angeſehener Mann geweſen, Anton Weber wollte noch reicher werden; der Gedanke, daß alsdann Alle die, welche ihn jetzt mieden, ſeine Freundſchaft ſuchen würden, ſchmeichelte ſeinem Stolze.
(Fortſetzung folgt.)
Des Dichters Traum.
Aus dem Engliſchen des P. B. Shelley. Ueberſetzt von Alice Salzbrunn.
Auf des Dichters Mund ich ſchlief, Liebe haucht' er, Liebe rief,
Liebe nur erforſcht' er tief.
Ferne blieb ihm Erdengut,
Denn ihn küßte Himmelsgluth Und des Sinnens raſche Fluth.
Er belauſchte früh und ſpät: Wie der See voll 2ue ſteht, Bienlein ſtill zur Blume geht;
Frug er nicht nach Brauch und Zeit: In dem Traume hold und mild Schafft er wahr des Lebens Bild, Weiht es der Unſterblichkeit.
An eine Blume.
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Aus dem Engliſchen des Barry Cornwall. Alice Salzbrunn.
Ueberſetzt von
Sproſſe, zarte Blume, Sproſſe mild im Föhn; In der Schöpfung Ruhme Stehſt du wunderſchön.
Blühe, duft'ger Segen, Hold vom Tag gegrüßt,


