Jahrgang 
1-26 (1867)
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1 der mit Euren Andren⸗ mir nur die Galle in's Blut zwei Knechten. Sollte unter dieſen Dreien der Andre⸗ t auf 1p treiben Wollt. Aber das wird Euch nicht gelingen, ſich befinden? Weber konnte das nicht glauben, er u de deshalb ſpart die Muhe. hielt Anna für ſtolz; daß ſie einen ihrer Knechte hei⸗ . Der junge Bauer hatte ſich erhoben.Ihr ſeid rathen werde, ſchien ihm ein Ding der Unmäglichkeit. Naudt zu ſehr von Euch eingenommen, ſagte er achſelzuckend, Der Spott des Pächtersſohnes und der Hohn des Haanſolchen Leuten kann man nicht rathen. Beobachtet Wirths hatten ihm die Galle noch mehr in das Blut id ſſie einmal ſcharf die nächſte Umgebung der Wittwe, viel⸗ getriebenAnna mußte ſein Weib werden, war es laͤufig leicht werden Euch dann die Augen geöffnet. auch nur, Kum dieſen Leuten den Spott und Hohn Den ärgert's, daß er den Korb heimtragen heimzahlen zu können! Der Grenzjäger verhehlte ſich ſtolze mußte, perſetzte der Grenzjäger, als ſein früherer V nicht, daß die Ausführung ſeines Entſchluſſes keine ut ja, Nebenbuhler ſich entfernt hatte.Werde ſchon die leichte Aufgabe war. Anna hatte ihm einen unzwei⸗ örſeAugen offen halten, daß mir Niemand in's Gehege felhaften Beweis ihrer Ungunſt gegeben, es war voraus rieder⸗a kommt! zu ſehen, daß es dem Grenzjäger niemals gelang, EuchWenn Ihr ſie nicht beſſer offen haltet, wie bei ihre Abneigung in Liebe umzuwandeln. Somit blieb hren. den Schmuggl ern, werdet Ihr gewiß über den Löffel nur ein Weg übrig, der, die Müllerin zur Annahme Zattel barbirt, erwiderte der Wirth, während er mit ſeinen V der Werbung zu zwingen. War ſie erſt ſein Weib, ſo zenden⸗ Gaͤſten einen bedeutſamen Blick wechſelte.Die Mül⸗ wollte Weber ſchon Mittel finden, ihren Willen dem lerin iſt die Frau dazu und wenn ſie's kann, thut V ſeinigen unterzuordnen. Aber wodurch konnte er dieſen wen ſie's gewiß. Zwang ermöglichen? Der Grenzjäger ging über dieſe Die Zornader auf der Stirne des Grenzjägers Frage ziem S leicht hinweg, er wollte vorher noch hech, ſchwoll mächtig an, Purpüurgluth übergoß ſein Geſicht. einmal den Weg der Güte verſuchen und erſt wenn treteIhr wollt mir Nachläſſigkeit im Amte vorwerfen? Anua ſeine Werbung zurückwies, einen Plan entwerfen. t rief er, ſich erhebend.Hütet Euch, ich ſtecke eine Der Grenzjäger ſchritt an der Mühle vorbei, in Leite ſolche Beleidigung wahrhaftig nicht ein! der Wohnſtube war noch Licht, er ging über den rict 1Ich denke nicht daran, Euch dieſen Vorwurf Steg, der über den Mühlenbach führte und ſtieg lang⸗ ringen. zu machen, fuhr der Wirth ruhig fort,aber könnt ſam den Berg hinauf, an deſſen Fuße die Muͤhle lag. Ihr leugnen, daß die Schmuggler nach wie vor ihre Es war ein hoher ſteiler Berg, bis zur höchſten t äth Waaren über die Grenze bringen? Das mag an Eurer Spitze bewaldet; in dem dichten Gebuͤſch und den zahl⸗ t uc Wachſamkeit gerade nicht liegen, jedenfalls aber iſt es reichen Felsſchluchten hatte der Grenzjäger ſchon zu ein Beweis, daß Eure Wachſamkeit ihrer Schlauheit verſchiedenen Malen Niederlagen geſchmuggelter Waaren zunnei nicht gewachſen iſt. V entdeckt. dnNatürlich! erwiderte der Grenzjäger mit ſcharfer Auf der Hälfte des Weges blieb er ſtehen, der den? Betonung.Man weiß ja, daß in den Grenzdörfern Himmel hatte ſich aufgeklärt, der Mond warf ſein duen jeder Bauer Vergnügen daran findet, die Schmuggler ſilbernes Licht in das Thal. Der Grenzjäger ſchaute 19 dr zu unterſtützen und den Staat zu betrügen; die Wirthe lange ſinnend hinunter, er ging zu Rathe, welche rhrh ſtehen an der Spitze, weil ſie ihr Schäfchen dabei Veränderungen er in Haus und Garten vornehmen 4 ſcheeren können. Aber wenn es mir einmal gelingt, V wollte, wenn die Mühle ſein Eigenthum war. hed einen Blick unter die Decke zu werfen, und das wird Da bemerkte er plötzlich zwei Männer, die, mit dGr über kurz oder lang gewiß der Fall ſein, ſo werde Waarenballen beladen, am Fuße des Berges aus dem nin ich keine Schonung kennen. Darnach mag Jeder ſich Gebüſch hervortraten. meu richten! Im erſten Augenblick wollte er hinuntereilen, Er verließ nach dieſen trotzigen Worten die ſchon hatte er ſeine Büchſe ſchußfertig gemacht, aber Schenke, und er that wohl daran, daß er ſich entfernte, er ließ dieſen Vorſatz wieder fallen, als er ſah, daß üthig denn die Gäſte trafen bereits Anſtalten, ihm von die Beiden ſich der Mühle näherten. Die Vermuthung, ihrer Entrüſtung über ſein brüskes und ungerecht⸗ daß die Müllerin mit den Schmugglern verbündet ſei, Ihr de fertigtes Auftreten handgreifliche Beweiſe zu geben. tauchte in ſeiner Seele auf; war dieſe Vermuthung folgen Der Grenzjäger ſchlug den Weg zur Mühle ein. ſrichtig, ſo beſaß er gegen ſie eine Waffe, durch welche geſche Die Worte des jungen Bauers hatten ihn nicht ſo er die Erfüllung ſeines Wunſches raſch erreichen konnte. kalt gelaſſen, wie er ſich, den Anſchein geben wollte. Er verlor dieſe Waffe, wenn er durch übereiltes Ein⸗ Das Die nächſte Umgebung der Wittwe ſolle er beobachten, ſchreiten die Schmuggler erkennen ließ, daß er ihr Ge⸗ rütde 1 dann würden die Augen ihm geöffnet werden? Dieſe heimniß erforſcht hatte, alsdann fiel es ihm vielleicht niun ich a Umgebung beſtand aus dem Obermüller und ſchwer, Beweiſe gegen Anna zu erhalten. ,.

Dierle Solg 227