Jahrgang 
1-26 (1867)
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Ja, ſie liebt David!

Ich weiß.

Alſo iſt kein Hinderniß.

Nun denn, ſagte der Krüger, nicht willſt, mag ſie David nehmen.

Lieber Vater, rief Margareth, die neben ihrem Geliebten ſtand,Du erfüllſt den ſehnlichſten Wunſch meines Herzens!

Der Krüger trat zu David und ſeiner Tochter, nahm ihre beiden Hände, vereinigte ſie und ſprach: Segne Euch Gott!

Beide umarmten ihren Vater.

Wo iſt Veronika? fragte dieſer.

Veronika, murmelte Margareth,wir haben ſie in unſerem Glück vergeſſen!

Veronika wer wirklich verſchwunden und blieb es kein Menſ, ſah ſie wieder.

Nach einigen Monaten heirathete David Mar⸗

abernahm den Krug im Dünendorfe.

Lieolaus ee ſich kurz nach dieſen Ereigniſſen trauen und wurde mit Chriſtine ſehr glücklich. Oft ſagte er zu ſeinem Bruder:Seitdem ſie mein Weib geworden, wurde aus einem Teufel ein Engel!

wenn Du ſie

Zehn Jahre nach unſerer Erzählung fanden einige Dünenbepflanzer ein weibliches Skelet im Sande vor, welches Spuren eines rothen Shawls und eines Goldreifens am Finger mit den BuchſtabenV. W. trug.

Das waren die irdiſchen Ueberreſte Veronika's.

Auf der jetzt kahlen Düne ſtand vor hundert Jahren ein rieſiger Kiefernwald, welcher abgeholzt wurde, ohne daß man die Wurzeln ausrodete. Wer auf die zu Staub vermoderten Stumpfe, die ein trü⸗ geriſcher Sand bedeckte, gerieth, mußte darin verſinken und ſterben, wenn keine Hülfe in ſeiner Nähe war.

So war es Veronika, der unglücklichen Veronika ergangen, als ſie die Burg Naito verließ.

Gedichte von Adolf Zehlicke.

J.

Nein, länger will ich nicht mehr bange zagen, Will nicht mehr trübe falten meine Brauen, Mit kummervollem Auge rückwärts ſchauen, Noch mich ergehn in eitle Liebesklagen.

Ein frohes Liedchen will ich heute wagen,

Novellen⸗Zeitung.

Will wieder träumen, Zukunftsſchlöſſer bauen,

Auf Händedruck und Liebesblicke trauen, Wie einſt in meines Lebens Maientagen.

Auf, ſchlinget Reigentänze, meine Lieder, Entfaltet eure langgeſenkten Schwingen, Erſcheint in golddurchwirktem Feſttagsmieder:

Denn eure Schmeicheltöne ſollen dringen Zu ihr, zu meinem Stern, von dem hernieder Mir ſüßen Friedens Wonnelieder klingen.

II.

Auf kahler Haide ragt ein ſtolzer Baum,

Kein Blatt ziert ſeine wildverſchlung'nen Aeſte; Ja ſelbſt die Schaar der leichtbeſchwingten Gäſte Vermeidet ſcheu den ſturmgepeitſchten Raum.

er ſtand einſt in ſchönem Blüthentraum; uckt es jählings von der Himmelsveſte,

Ein Strahl verſengte ſeine Frühlingsreſte

Und brannt' als bleibend Maal ihm einen Saum.

Der Baum zeigt mir das Bildniß meines Lebens: Es welkten längſt dahin mir Blüth' und Blätter Und wilde Stürme toſen um mein Haupt.

Und doch noch pulſt im Maſt die Kraft des Strebens, Noch richt' ich ſtolz das Haupt empor im Wetter: Geſengt bin ich, doch nicht des Maſts beraubt.

III.

Wie Will nun doch der Frühling wieder tagen? Willſt du, o Sonne, mit dem milden Schein

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Des Baumes Rinde ſprengen, hart wie Stein? Willſt du die ſchwarze Wolkenwand verjagen?

O ſeht, wie dringt ein wonniglich Behagen Bis in das Herz des kahlen Stamms hinein, Wie flammt an ſeinen Zweigen Frühlingsſchein, Wie friſch die Säfte durch die Adern jagen!

So iſt ein neuer Lenz mir aufgegangen, 5.. Das kalte Herz ſchlägt wieder weich und parm, 8 Geſchwunden iſt der Seele trüber Harm. 1

Du ſtrahlſt mir ja in holder Anmuth Prangen, Ein Abbild jener ſchöpferiſchen Sone, Die neu die Erde weckt zur Frühligswonne.

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