Jahrgang 
1-26 (1867)
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Novellen

Hier mein Wort.

In Hamburg im Seemannshauſe finden wir uns.

Die Männer verließen den Naitenberg.

Hinter einem Haſelgebüſch aber erhob ſich Veronika und murmelte:

Euer Bubenſtück ſoll Euch nicht gelin

Der Zeiger an der Uhr in der Gaſtſtube wies auf acht Uhr Abends. Der Engel hatte dem knieen⸗ den Chriſtus bereits den Becher gereicht, als Veronika zu ihrer Schweſter in's Zimmer trat.

Komm heraus! flüſterte ſie.

Es geſchah.

Nimm dieſen Brief von David Deine Zu⸗ kunft hängt daran, ſprach Veronika und überreichte ihrer Schweſter ein feſt verſiegeltes Schreiben.Ich werde in Deiner Nähe ſein fürchte Nichts!

Margareth las:

Um 11 Uhr Nachts erwartet Dich auf dem

Naitenberg Dein David.

Ich komme, flüſterte ſie.

Als ſie ſich umſah, war Veronika verſchwunden.

Finſter blieb der Abend und grauenerregend.

Der Schleier der Nacht verhüllte die geſpenſter⸗ haften Dünen, ſo daß der Weg nach dem Naitenberg kaum aufzufinden war.

Die See rollte und rauſchte; der Sturm heulte dazwiſchen, kurzum es vereinigten ſich die grauen⸗ erregendſten Momente, um das Behaglichkeitsgefühl im Zimmer recht rege zu erhalten.

Der alte Förſter Nicolaus ſchloß grade die in⸗ neren Fenſterladen ſeines Schlafzimmers und ſchmückte ſich mit ſeiner Zipfelmütze, um gleich darauf in's Bette zu gehen, als ein heftiger Fauſtſchlag von außen auf die verſchloſſene Hausthüre fiel.

Alle guten Geiſter, murmelte er,wer klopft zu dieſer Stunde?

Macht auf macht auf, Ihr Schläfer! er⸗ tönte eine Stimme durch die Nacht.

Der alte Herr ſchien recht ängſtlicher Natur, denn der Wind ſchüttelte die Fenſter und der Ketten⸗ hund auf dem Hofe heulte.

Lieſe! rief er hinaus,Lieſe, offne die Thüre!

Lieſe erſchien mit einer brennenden Laterne aus der Geſindeſtube, hinterher der Knecht Hans, mit einem großen Knittel bewaffnet.

Wer iſt da draußen? fragte der Knecht.

Ich bin es Veronika, erklang die Antwort.

Wer, Veronika? murmelte der Knecht;zu dieſer

Zeitung.

Die Geiſteskranke trat in das Haus. Die dunklen Haare hingen nachlaͤſſig das Haupt, als habe ſie eine anſtrengende Fußwanderung gemacht. Wild und unordentlich flatterte ihr Gewand, ſie eilte ſchnell zu ihrem Onkel in's Zimmer. Dieſer ſtand noch immer in ſeinem Nachthabit und harrte der Dinge, welche noch kommen ſollten. Was willſt Du hier, Nicolaus Wolfert? kreiſchte die Wahnſinnige und legte die Hände nachläſſig in den Schooß. Ich? ſtammelte der erſchrockene Nicolaus. Ja Du! Du Feigling! Auf ermanne Dich beweiſe Deinen oft geprieſenen Heldenmuth ſchüttle nicht länger Deine Dich enſtellende Zipfel⸗ mütze, ſondern ſchleudere ſie von Dir und folge mir! Wohin? Wohin? Frage nicht, ſondern ſchenke meinen Worten unbedingtes Vertrauen. Der Förſter riß weit ſeinen Mund auf. Bewaffne Deine Knechte, kopple die Hunde los, ſetze Dich hoch zu Roß! Sapperment, Veronika! Soll der Landſturm auf⸗ geboten werden? Nein nein! Kommt's noch ſchlimmer! Schlimmer! Man will ſie Dir rauben. Ich verſtehe nicht. So öffne Deine Ohren, Nicolaus, meiner Worte verloren gehe. Iſt Alles offen, Alles Er will Dir Deine Braut rauben. Sapperment, meine Braut, wer? Capitän Döllert! Döllert? Schon lange hat er ein Auge auf le u Ein Auge? Sapperment! Er hegt böſe Abſichten! Sapperment! Einmal hat ſie ihn ſchon fortgejagt. 4 Sapperment! Schweige, ſchweige und laſſe alle gapbernenſs und handle! Aber wie? Hörſt Du, er will ſie entführen entehren unglücklich machen! Entführen? Entehren? Unglücklich machen? Carl, Hans! ſchrie Nicolaus heftig zur Thüre hinaus, indem er ſeine Zipfelmütze unter den Tiſch ſchleuderte,

daß keines

Stunde muß Außerordentliches vorgefallen ſein; dann öffnete er.

hmt alle vier Hunde mit!

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ſattelt alle drei Pferde, bewaffnet Euch mit Hengabeln,

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