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der Aegypter und anderer Völker des Alterthums auch die Enträthſelung der in den Sandſchichten am Ufer des Miſſiſ⸗ ſippi gefundenen Inſchriften möglich machen dürften. Dem Herrn Nesmith ſollen bedeutende Anerbietungen für den. Grund und Boden gemacht worden ſein, inwelchem ſich die unterirdiſchen Merkwürdigkeiten einer wahrſcheinlich vor⸗ hiſtoriſchen Periode vorgefunden haben.
English Eccentries and Eccentricities. By John Timbs. I.
Das iſt der Titel eines im Jahr 1866 bei Richard Bentley in London erſchienen Buchs, das außerordentlich unterhaltend iſt. Wir mögen es beklagen, daß manche unſrer Mitmenſchen ſo excentriſch ſind, wir mögen ſie bemitleiden oder über ihre Schwäche moraliſiren, aber trotz alledem können wir nicht umhin, darüber zu lachen. Und man muß es dem Verfaſſer zugeſtehen, daß er ein ſehr unterhaltendes, beluſti⸗ gendes Buch geſchrieben hat, nur muß man es in kleinen Abtheilungen und nicht zu viel davon auf einmal leſen. Der beſte Weg, um ſich mit den verſchiedenen Charakteren, die darin vorgeführt werden, bekannt zu machen, iſt, jedesmal nur wenig davon zu leſen. Die darin aufgeſtellten excen⸗ triſchen Perſonen gehören allen Ständen und Claſſen an. Wir begegnen darin dem reichen Mann und dem Bettler, dem Gelehrten, dem Liebhaber, dem Bildhauer, dem Dichter, Rieſen und Zwergen, Fürſten und Staatsmännern. Der erſte exeentriſche Mann, den Timbs einführt, iſt Beckford, der Verfaſſer des„Pathek“, welches Werk er im Alter von 22 Jahren in einer Sitzung, die aber drei Tage und zwei Nächte dauerte, ſchrieb. Das excentriſche Weſen Beckfords war einfach das eines Mannes, der viel mehr Geld hatte, als daß er hätte wiſſen können, was er damit anfangen ſollte. Er war ein höchſt gebildeter Mann, hatte einen feinen Geſchmack, ſehr viele Anlagen zum Studiren; aber nachdem er die Forde⸗ rungen ſeiner höhern geiſtigen Natur befriedigt hatte, blieb ihm noch überflüſſig Geld genug, um es in koſtſpieligen Bauten, in den ausgeſuchteſten Diners und, was noch ſchlimmer war, in der Demoraliſirung der Arbeiter, die er übertrieben bezahlte und ſie zum Trinken ermuthigte, zu verſchwenden.
Das in einem glänzenden klöſterlichen Style erbaute Fonthill Abbey war das Wohnhaus, das Beckford für ſiche ſelbſt auf der von ſeinem Vater ererbten Beſitzung Fonthill erbauen ließ. Um ſich ſelbſt gegen die Zudringlichkeit ſeiner Nachbaren zu ſchützen, umgab er die Beſitzung mit einer zwölf Fuß hohen und ſieben engliſchen Meilen langen Mauer. Die Abbey ſelbſt wurde von Arbeitern, die einander zu gewiſſen Stunden ablöſten, Tag und Nacht und jeden Tag ohne Unterbrechung erbaut. Sie hatte einen 400 Fuß hohen Thurm, der dreimal umgebaut wurde, zuerſt von Holz, um zu ſehen, wie er ſich ausnehmen würde; dann von Holz, das mit Cement überzogen wurde, und als dieſer einſtürzte, zuletzt von Steinen und Ziegelſteinen, aber auf einem ſo ſchlechten Grunde, daß dieſer dritte Thurm ebenfalls einſtürzte, aber erſt kurz nachher, als Beckford die Beſitzung für 350,000 Pfd. St. veräußert hatte. Timbs erzählt uns:
„Das Gebäude der Abbey war eine Art von Roman. Bei einer Gelegenheit, als der Thurm erbaut wurde, gerieth
In two volumes.
Novellen⸗
der höchſte Theil deſſelben in Flammen und wurde zerſtört; der Anblick war ganz erhaben und Hr. Beckford freute ſich über denſelben. Der zerſtörte Theil wurde bald wieder
Feitung.
erbaut. Zu einer Zeit miethete Hr. Beckford alle Wagen und Karren des ganzen Bezirks für ſeinen Dienſt; zu einer andern Zeit wurden die Arbeiten an der St. Georges⸗Capelle in Windſor eingeſtellt, damit 400 Arbeiter Tag und Nacht an Fonthill Abbey beſchäftigt werden konnten. Die Leute löſten einander regelmäßig ab und während der längſten und dunkel⸗ ſten Nächte im Winter gewährte es einen ſeltſamen Anblick, den Thurm unter ihren Händen wachſen zu ſehen, während die Maurerkelle und die Fackel ſich zu dieſem Zweck zu ein⸗ ander geſellt hatten. Das zu betrachten, war eine Lieblings⸗ beſchäftigung Beckford's. Er wird dargeſtellt, wie er von einem erhabenin Puncte die ſo emſig betriebenen Werke über⸗
wachte, wo dann die geſchäftige Maſſe der Maurer, die
tanzenden Lichter und ihre eigenthümlichen Wirkungen auf das Holzwerk und die Architektur unten und die Entfaltung von faſt übermenſchlicher Anſtrengung ſeinem Geiſte einen hohen Genuß gewährten. Bei einer merkwürdigen Gelegen⸗ heit war Beckford willens, ſich der Gefahr auszuſetzen, ein gutes Diner zu verderben, blos um zu zeigen, daß nichts, was menſchenmöglich ſei, für ihn unmöglich ſei. Er hatte bei ſeinem verehrten St. Anthony geſchworen, daß ſein Weihnachtsdiner in der neuen Küche der Abbey gekocht werden ſolle. Die Zeit war kurz, die Aufgabe war ſchwierig, denn es war noch viel zu thun. Aber Beckford hatte es geſagt und es mußte gethan werden. Es wurde keine Anſtrengung geſpart, die vermittelſt des Geldes zu erreichen war. Die Küche wurde wirklich am Weihnachtsmorgen fertig, aber die Ziegel⸗ ſteine hatten nicht Zeit gehabt, ſich an ihren Plätzen feſtzu⸗ ſetzen, die Balken waren nicht gehörig befeſtigt und der Mörtel zwiſchen den Steinen war noch nicht getrocknet. Beckford hatte jedoch den heiligen Anthony angerufen und wollte ſeinen Plan nicht aufgeben. Das Feuer wurde angezündet und das glänzende Mahl gekecht, aber während die Diener die Gerichte durch den langen Gang in den Speiſe⸗ ſaal trugen, ſtürzte die Küche mit einem lauten Krachen zuſammen. Es war aber kein Unglück von einer großen Be⸗ deutung, denn keine Perſon wurde dabei beſchädigt und Beckford hatte ſein Wort gehalten und er hatte Geld genug, um eine andere Küche bauen zu können.
In Folge des Verluſtes eines Theils ſeines Vermögens ſah Beckford ſich gezwungen, Fonthill Abbey zu verkaufen. Er verlegte dann ſeinen Wohnſitz nach Bath, wo er ebenfalls mit großem, obgleich vermindertem Glanze bis zum Jahr 1844 lebte, wo er in ſeinem 84. Jahre ſtarb. Der neue Eigenthümer von Fonthill war ein alter Geizhals, Namens Farqhuar. Wir gedenken nochmals auf das Werk zurück⸗ zukommen.“; C.
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Erlangte Stürke.
Ein Student in einem College der. nordamerikaniſchen Freiſtaaten wurde bei der Facultät angeklagt, daß er der Regel und dem Gebrauche zuwider in ſeinem Zimmer ein Fäßchen engliſchen Ale's habe. Er empfing eine Ladung, vor dem Präſidenten zu erſcheinen, welcher ihn fragte:
„Sir, ich habe erfahren, daß Sie in Ihrem Zimmer ein Fäßchen Ale haben?“ 4
& Ir 4. „Ja, Sir.“
„Welche Gründe können Sie zu Ihrer Entſchuldigung anführen?“
„Nun, Sir, die Thatſache iſt, daß mein Arzt mir ver⸗ ordnet hat, jeden Tag, als Stärkungsmittel, etwas Ale zu trinken. Da ich nun nicht wünſchte, an den verſchiedenen
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