Jahrgang 
1-26 (1867)
Einzelbild herunterladen

204

(6 Bände), des Decartes(11 Bände) und ſ Ueberſ

Wort, jede Phraſe des liberalen unwillkürliche Anſ

von der noch freiſinni enthuſiaſtiſch

einer berühmten konnte er aber nicht wieder eintreten und in Folge einer etzung der vollſtändigen Werke Plato's, die von⸗1825 Reform des Budgets verzichtete er auf bis 1840 in 13 Bänden erſchien. Von 1824 bis 1825 machte er eine zweite Reiſe nach Vertheidiger der Philoſophie und der Univerſität in der Pairs⸗ Deutſchland, wo er in Dresden, als des Carbonarismus ver⸗ kammer noch eine ſchöne Rolle. Die bei dieſ dächtig, von der Polizei verhaftet und nach wurde, wo er eine ſechsmonatliche Gefangen hatte, welche viel zu ſeiner dererſeits die Gelegenheit v und der Methode Hegel's näher Frankreich tion an, die

Berlin geführt heit gehaltene Rede hat er unter dem Titel:Défense de ſchaft zu beſtehen l'Université et de la Philosophie 1844 veröffentlicht und Popularität beitrug und ihm an⸗ von ihr wurden in demſelben Jahre drei Auflagen und 1845 chaffte, ſich mit der Philoſophie eine neue Auflage nothwendig. bekannt zu machen. Als er nach Die Revolution von 1848 fand in Couſin eher einen zurückgekehrt war, ſchloß er ſich ganz der Oppoſi⸗ Bundesgenoſſen als einen Feind. Als der General Cavaignac

gewann, und als in ſeiner Stellung als Chef der Executivmacht um die Mit⸗ durch das Miniſterium wirkung der Akademie der moraliſchen und politiſchen erhielt Couſin das Profeſſorat der Wiſſenſchaften zur Stärkung der Geſellſchaft und Morali⸗ Er theilte damals ſirung des Volkes bat, eröffnete Couſin die Reihe der zu chen Erfolg, welcher dieſem Zweck von dem Inſtitut unternommenen Schriften, piel war, der theil⸗ indem er mit einer republikaniſchen Vorrede das Glaubens⸗ mten Triumvirats der Univerſität, bekenntniß eines ſovoyiſchen Nicar in einer populären Aus⸗ e dem Glück der Umſtände beizumeſſen war. Jedes gabe veröffentlichte. Dann widerlegte er in einer Schrift, Profeſſors, die eine ſelbſt welche den Titel führte: Justice et charité die ſocialiſtiſchen pielung auf die Tageskämpfe und die in Lehren über das Recht auf Beiſtand. Seit 1849, wo einen der Kürze zu erwartenden Erfolge enthalten konnte, wurde Augenblick von ſeiner Candidatur für die legislative Ver⸗ gern Jugend begierig aufgefaßt und mit ſammlung die Rede war, iſt Couſin aus dem öffentlichen Couſin zeichnete damals in Leben verſchwunden. Als Profeſſor hatte Couſin ſchon lange unter dem geſchwiegen. Seit mehr als zwanzig Jahren war ſein Lehr⸗

Philoſophie, ſtuhl der Philoſophie an der Sorbonne von Stellvertretern chicke der Menſ

von Tag zu Tage an Stärke im Jahre 1827 das Cabinet Villsle Martignac erſetzt wurde, Philoſophie an der Sorbonne wieder.

mit Guizot und Villemain den unermeßli in den Annalen der Sorbonne ohne Beiſ weiſe dem Talent des berüh theilweiſ

en Bravos bedeckt. großen Zügen und in einer glänzenden Sprache, Vorwande einer Einleitung in die Geſchichte der das Gemälde der allgemeinen Geſ dem Geſichtspuncte der Philoſophie der Geſchichte. faßte Alles: die Ideen und die Thatſachen, die Wiſſenſchaften und Künſte, die Philoſo

phieen und die Religionen, die 1853 erſchien unter dem Titel: Du Vrai, du Beau et du Civiliſation und die Politik

die Vergangenheit, die Gegenwart Bien eine ſeiner früheren Vorleſungen, die ihm von Seiten und die Zukunft des Menſchen. Mit dieſem Allen vermiſchte des Cl er feierliche Betheuerungen des Ro Charte als das letzte Wort der dar und in Water

halismus, ſtellte die octroyirte Zeiten verſchaffte; dann folgten eine Reihe Etudes sur les heit und des Fortſchritts femmes et la société du XVII siècle. Gleichzeitig arbeitete

loo ſah er nur einen Sieg der Civiliſation. ſer an Zeitſchriften mit, z. B. an der Revue des Deux

Es war daher ganz natürlich, das Couſin ſich

dem Kampfe der drei Julitage nich

t betheiligte, trotz aller und politiſchen Wiſſenſchaften und beſonders am Journal des Vorwürfe

welche ſeine früheren Freunde im Globe an ihn Savants, in dem mehrere ſeiner Bücher, namentlich die wegen ſeiner Unthätigkeit richteten.

Unter dem neuen Regime bl Glück. Er wurde zum Staatsrat lichen Raths des öffent legion, ordentlicher Prof glied der franzöſiſchen Akademie (1830) und 1832 der Akademie der moraliſ ſchen Wiſſenſt franzöſiſ

ühte ihm ein glänzendes ſtändige Schriften dem Buchhandel übergeben wurden. Seine h, zum Mitglied des könig⸗ letzte literariſche Arbeit war die ſiebente verbeſſerte Ausgabe

icier der Ehren- ſeiner Histoire générale de la philosophie in 1 Bande und. zum Mit⸗ die dazu gehörenden Fragmente in 5 Bänden in der 5. an Stelle des Baron Fourier Ausgabe, die ganz kürzlich bei dem Buchhändler Didier er⸗ chen und politi⸗ ſchienen ſind.

chaften, zum Director der Normalſchule und Es würde zu weit führen, wollten wier bier die Titel chen Pair ernannt.

daran geknüpften Vortheile, der Einfluß, den ihm gab, der Glan Couſin der Wuth de

lichen Unterrichts, Off eſſor an der Sorbonne,

Dieſe verſchiedenen Titel, die ſeiner ſämmtlichen Schriften aufzählen, von denen wir die ſein Talent wichtigſten bereits genannt haben. Was ihn nun als Philo⸗ 3 ſeiner Vergangenheit, Alles bezeichnete ſoph betrifft, ſo iſt es leichter, die Geſchichte der philoſophi⸗ 8

r Oppoſition. Als das allmäch der officiellen Philoſophie ſah er ſich auch von ä ſonen und beſonders von Seiten des Clerus widerſprechenden Art heftig angegriffen.

Am 1. März 1840 trat Cou lichen Unterrichts in das l der acht Monate, wo er im Beſitze dieſes Porte nahm er eine gewiſſe in den Studien⸗Prog Austritt in der Revue des Deux N einen Bericht veröffentlichte. Im f der Tod Jouffroy's ſ Raths zurück, die er einzutreten.

tige Haupt ſchen Doctrinen, welche er nach und nach entwickelt hat, zu lteren Per⸗ erzählen, als ſeine eigenen philoſophiſchen Ueberzeugungen in einer ganz aufzuſtellen, die bei ihm großen Veränderungen unterworfen

ſin als Miniſter des öffent- ſophen, wurde er dann ein Schüler Kants, von dem er zu Während Schelling und zuletzt zu Hegel überging. Später führte er feuille war, die ganze Philoſophie auf die Moral zurück, die ſich auf die Zahl Reformen in der Verwaltung und Religion ſtützte. Zu allen Zeiten legte er der Geſchichte der über die er nach ſeinem Philoſophie einen viel höheren Werth bei, als der Philoſophie

Hondes(Februar 1841) ſelbſt. Streng genommen war ſein philoſophiſches Syſtem olgenden Jahre gab ihm der Eklekticismus, indem er allen philoſophiſchen Syſtemen eine Stelle als Mitglied des königlichen von Plato an das entlehnte, was ihm von ihnen gefiel. Sein aufgegeben hatte, um ins Miniſterium Hauptverdienſt war, daß er das franzöſiſche Volk mit den In die Stelle als Director der Normalſchule philoſophiſchen Forſchungen anderer Völker bekannt machte

iberale Cabinet Thiers.

rammen vor,

Rovellen⸗Zeitung.

den Staatsrathtitel. Unter dem Miniſterium vom 29. October hatte Couſin als

er Gelegen⸗

chheit von beſetzt und 1852 wies eine miniſterielle Verordnung ihm mit Er um⸗ Guizot und Villemain den Rang als professeur honoraire an. Deſto fleißiger war er ſeit dieſer Zeit als Schriftſteller.

erus den Titeldes größten Philoſophen der neuern

1830 an Mondes, den Mémoires der Akademie der moraliſchen

Fragments in einzelnen Artikeln erſchienen, ehe ſie als voll⸗

geweſen ſind. Anfangs ein Schüler der ſchottiſchen Philo⸗