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Er ſchaut ſich an, noch ſind's dieſelben Glieder, Der ſchwache Menſch auf ſeiner ird'ſchen Bahn— Und vor ihm ſteht wie aus verklärtem Lande
Die Kunſt in dem Unſterblichkeitsgewande.
Schon aus der Zeiten grauem Alterthume Ragt ſie, von roſ'gem Farbenlicht umglüht, Wie eine heil'ge gottgeweihte Blume,
Die ewig duftend nimmermehr verblüht,
Dem auserwählten Menſchenſohn zum Ruhme, Um deſſen Stirn ſie ihren Lorbeer zieht— Und der, von ihrem Geiſte tief durchdrungen, Sich ihr geweiht und ihren Werth beſungen.
Mit ihr durchfliegt er Länder, Wüſten, Meere, Sie trägt ihn an des Himmels fernſten Pol; Sie macht ihn zum Gebieter über Heere,
Sie ſtempelt ihn zum Gotte, zum Idol!
Sie iſt das große Opfer ſeiner Ehen,
An ihr erblüht und reift ſein ew'ges Wohl. Sie ſteigt herab von dem erhab'nen Throne Und reicht ihm ſtolz entſagend ihre Krone.
Und dieſe Krone ſetzt der Menſch im Wahne, Sie ſei erworb'nes Eigenthum, auf's Haupt! Er brüſtet ſich und träumt von einer Fahne Mit Siegeslorbeer königlich umlaubt.— Das lag ſchon in des Weltenſchöpfers Plane, Daß kein erſchaffnes Weſen ſie ihm raubt, Die Kunſt gehört ihm ewiglich zu eigen; Doch muß er ſich in Demuth vor ihr beugen.
Denn was auch ſonſt ein Sterblicher beſeſſen— Sei's noch ſo groß und unermeßlich weit— Ein Menſchenleben nur— dann iſt's vergeſſen, Dann ſinkt's hinunter in den Strom der Zeit. Der Todtenhügel trauernde Cypreſſen,
Sie geben dem Verblichnen das Geleit— Bald ſinken dieſe auch entwelkt darnieder,
Und Nichts bringt Menſch und Ideale wieder!
Die Kunſt allein iſt nicht für die Genoſſen Der kurzen Zeit, die unſer Leben ſah;
Vom Himmelsglanz Iduniens umfloſſen
Steht ſie in ew'ger Jugend vor uns da!
Sie hat die ferne Zukunft uns verſchloſſen— Und das, was vor Jahrtauſenden geſchah, Das hat die Kunſt der Nachwelt übergeben Und wir verehren's heute noch mit Beben!
Der Menſch iſt groß! die Kunſt hat ihn erhoben, Dem Schöpfer ſtänd' er nahe, wär' er rein;
Im großen All der Schöpfung prangt er oben, Nur daß er ſterblich iſt, das macht ihn klein.
Vierte Solge
Doch wer wird einen Kunſtgeweihten loben, Der ewig, unvergänglich könnte ſein?
Den kurzen Schmerz der Trennung muß er wagen, Die Krone der Unſterblichkeit zu tragen!
Literariſche Briefe von Otto Banck.
Geſchichte Friedrichs des Großen von Franz Kugler. Leipzig, Senf's Buchhandlung.
Durch das politiſche Glück und durch die Groß⸗ thaten Preußens iſt natürlich das Intereſſe für die preußiſchen Heldengeſtalten, welches immer vermöge ihrer Bedeutung ein lebendiges ſein mußte, noch mehr als ſonſt in den Vordergrund gerückt. Zu ſolcher Theilnahme finden Sie auch die Geſchichte Friedrichs von Kugler qualificirt; denn wenn dieſelben auch mehr legal und ſpecifiſch patriotiſch als mit ſtrenger un⸗ befangener Objectivität geſchrieben worden iſt, ſo empfiehlt ſie ſich doch als eine gute gefällige Dar⸗ ſtellung, die von den beſten Quellen geſtützt wird.
Die ſpätere Thatenzeit des berühmten Staats⸗ mannes, Fürſten und Feldherrn iſt erklärlicher Weiſe viel bekannter geworden, als die Epoche ſeiner Jugend, aus der nur einzelne, großentheils geſchminkte Züge durch ſchlechte Romane zur Kenntniß des großen Pu⸗ blicums gebracht ſind. Und doch wird Jeder gerade aus dieſen früheren Tagen gern Einiges der Wahr⸗ heit gemäß an ſich vorübergehen ſehen. Faſſen wir hier ein paar zugleich für die Zeit charakteriſtiſche Züge in's Auge.
Mit dem Anfange des ſiebenten Jahres endete die weibliche Erziehung des Kronprinzen Friedrich. An die Stelle der Gouvernanten traten nunmehr der Generallieutenant Graf von Finkenſtein als Ober⸗ hofmeiſter und der Oberſt von Kalkſtein als Unter⸗ gouverneur. Die Söhne dieſer beiden verdienten Männer, ſowie die markgräflichen Prinzen des Hauſes, wurden die Spielgefährten des Thronerben; das kind⸗ liche Verhältniß zu dem jungen Grafen von Finken⸗ ſtein ging nachmals in eine wirkliche Freundſchaft über, und Friedrich blieb dieſem, der ſpäter ſein Cabinets⸗ miniſter wurde, fortdauernd mit hohem Vertrauen ge⸗ neigt.
Der König gab den beiden Hofmeiſtern eine aus⸗ führliche Inſtruction, welcher gemäß ſie die Erziehung des Kronprinzen leiten ſollten. Als Hauptpunct wird darin eine reine chriſtliche Frömmigkeit, als zu welcher der Zögling vornehmlich hinzuführen ſei, vorangeſtellt: —„und muß er(ſo heißt es u. A. in der Inſtruction)


