Jahrgang 
1-26 (1867)
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Herr, laſſen Sie mich los ich rufe meinen Vater!

In dieſem Augenblicke trat Veronika aus einer dunklen Zimmerecke hervor, in welcher ſie Niemand geſehen hatte.

Zurück, Bube! ſchrie ſie,zurück! Dabei erhob ſie ihre Hand und trat zwiſchen Margareth und Döl⸗ lert, welcher das Mädchen losließ.Nichts ſoll Dir gelingen von Deinen ſchwarzen Plänen, hörſt Du? Meine Schweſter ſteht unter meinem Schutz, fuhr Veronika fort.Hinaus mit Dir, hinaus, der Du die Luft in meiner Nähe verpeſteſt! 1

Döllert erwiderte Nichts, langſam ſchlich er fort, indem er murmelte:Spröder, als ich glaubte aber beim Teufel mein ſollſt Du werden und brauchte ich Gewalt!

In der Förſterei zu Möwenkacken war es ſchon frühe Tag geworden. Spät Abends kam Herr Nico⸗ laus nach Hauſe und verbrachte eine Nacht voll Un⸗ ruhe und Ungeduld, denn anderen Morgens wollte er ſich mit Frau Welm ſepariren, wie er ſelber ſagte.

Als Liſe, die Köchin, ihm den Kaffee brachte, fragte er, wie ſich die Haushälterin befinde.

Heute iſt ſie aufgeſtanden, lantete die ihm recht erfreuliche Antwort.

So kann's losgehen, murmelte er und rieb ſich ſelbſtzufrieden die Hände, dann fügte er laut hinzu:Sage ihr, ſie möge ſich zu mir bemühen.

Liſe ging.

Ganz eigenthümlich mußte Herrn Nicolaus doch zu Muthe ſein, denn ſeine Naſenſpitze ward lang, ſeine Hände zitterten, als die verlaugte Perſon in ſauberem Morgennegligé in's Zimmer trat.

Was befehlen Sie, Herr Wolfert? fragte die Haushälterin. 1

Dieſe geduldige, faſt unterthänige Antwort kam Herrn Nicolaus unerwartet, Trotz wäre ihm lieber geweſen.

Er begann:Ich will ſolchen Scenen, wie geſtern, vorbeugen und fordere Sie hiermit auf, mein Haus zu verlaſſen.

Die Frau erblaßte, dann fragte ſie faſt weiner⸗ lich:Ich ſoll Ihr Haus verlaſſen?

Ja!

So fertigt man nicht einmal Dienſtboten ab!

Sind Sie mehr?

Das wollte ich meinen.

Sapperment ſeien Sie Dienſtbotin, oder nicht aber

Nun?

Scheren Sie ſich noch heute

Heute?

Dierte Holge.

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Ihre Comödien, Bravaden, Launen, Gehäſſig⸗ keiten, Nichtswürdigkeiten habe ich ſatt!

Am meiſten mich ſelbſt? Nicht?

Schweigen Sie!

Noch iſt mein Dienſtjahr nicht zu Ende ich bleibe es aus.

Nein nein und abermals nein. J nun

Was Sie verlangen, zahle ich.

Die arme Frau ſank in einen Stuhl.

Um des Himmels willen, wiederholen Sie nicht die geſtrigen Scenen, das könnte mich mich ſelbſt vergeſ ſen, mich raſend machen! rief Nicolaus.Ich verbitte mir alle Ohnmachten, alle Lachkrämpfe, Weinkrämpfe, kurzum alle Lamentaden alle Krankheiten!

Undankbarer! zeterte Frau Welm, daß es durch das Haus ſchallte;aber warte, Nicolaus, das Ge⸗ richt Gottes wird Dich ereilen!

Nicolaus lachte.

Lache nur lache nur

Halten Sie das Maul!

Was ich ich?

Die Frau ſprang auf, ſetzte die Hände in die Seite und trommelte nun mit der rechten Fauſt auf den Tiſch.Nun geht auch meine Geduld zu Ende! rief ſie dann überlaut.

Meine auch! ſchrie Nicolaus noch lauter.

Will's aller Welt ſagen

Sapperment!

Wie Du mich ſchon lange zu heirathen ver⸗ ſprachſt, ſchon vor zwei Jahren, als ich in dieſes Haus kam.

Alles Spaß!

Spaß Spaß? Nicolaus, ſchlage an Dein Herz früher hielt ich Dich für ſchlecht jetzt

Nun?.

Trifft Dich meine Verachtung!

In's Teufels Namen trolle Sie ſich!

Damals war ich hübſch und fein, nun bin ich alt geworden aber ſo abſcheulich, wie Du, ſehe ich immer noch nicht aus.

Ich bitte um Artigkeit!

Dein ſchlechtes Herz macht Dich ſo abſchreckend!

Sapperment!

Dich plagt der Liebesteufel, der alte Menſchen ſtets lächerlich macht. Deine Braut Du hältſt ſie dafür hat geſagt, lieber wolle ſie ſich erſäufen, als Dich nehmen.

Nun iſt's genug, in einer halben Stunde verlaſſen Sie mein Haus!

Soll geſchehen! rief ſie, indem ſie ſich erhob, zittere aber vor dem Richter droben!