Jahrgang 
1-26 (1867)
Einzelbild herunterladen

dacon wat ſedent; um erlor ſeine larſch die rleidet, er eben. Er jrer Tafel Laſſe. Er lten. Als ihrte, war es Stückes en Zähnen h ihn das n unglück⸗ vention in C.

a.

Folgendes

welche ſeit des großen derung der umer des Leidenſchaft der Familie t ſich ganz ahrhunderts r Krönung er Gelegen⸗

h. er ſtand N

Edelleuten,

Di⸗ iden

ahin,

rben follt, hergeſtell, aar bei einer üßte Glanz velſchwende⸗ in derſelben haben, die s Gägräch itzer bolnahe 3 Meierien ni Scwie⸗ r Edelſteine, hinreicend, 7

2,5 d ffaßten un buſäölch

6

5

Schmuckſachen zerbrochen und die Brillanten getrennt, karat⸗ weiſe, je nach dem Werthe derſelben verkauft werden, ein⸗ zuſehen ſind. Dieſe plötzliche Verkaufausſtellung von Juwelen, unter denen mehr als 50,000 Brillanten ſind und viele davon von einem ſehr hohen Werthe, ohne die Smaragden, Rubinen, Topaſen und Perlen zu erwähnen hat natürlich einen Einfluß auf die jetzigen Preiſe gehabt. Die koſtbarſte unter allen dieſen glänzenden Zierathen iſt die Zitternadel von Diamanten oder die Diamantenfeder, welche der Fürſt Nicolaus an Stelle eines gewöhnlichen Federbuſches auf ſeinem Huſaren⸗Czackotrug. Man verſichert, daß dies der größte Diamantenſchmuck in der Welt ſei. Die Federn enthalten beinahe 5000 Diamanten, die zuſammen anderthalb Pfund wiegen ſollen. Die Höhe des ganzen Schmucks iſt ſechzehn Zoll und ſeine Weite zehn Zoll, und jeder einzelne Theil iſt von den reinſten Diamanten gebildet. Dabei trug er um das Czacko herum eine Schnur und Quaſte von Perlenſchnüren und Brillanten, und die Quaſte und Hängſel enthalten einige Steine von großem Werthe. Der mit Diamanten beſetzte Säbel und die Scheide ſtehen zu dem Kopfputz in ganz richtigem Verhältniß und die edeln Steine ſind von der ſeltenſten Art. Der kurze Degenkoppel indeſſen, der von der Schulter bis zur Taille herabhängen ſoll, iſt vielleicht am werthvollſten von Allem. Es iſt ein bloßes Band von den ſchönſten Diamanten und Perlen; ein Stein am Ende oben wird zu 20,000 und der unterſte zu 12,000 Pfd. St. geſchätzt. Mit denſelben werden unter Tabatiéren und einzelnen Steinen auch die Orden des verſtorbenen Fürſten gezeigt. Es giebt darunter ſechs Orden des goldnen Vließes. Der erſte iſt der gewöhnliche Orden, der ſchon für ſich ſelbſt höchſt prachtvoll iſt; aber nach dieſem ſind nach und nach größere und ſchätzbarere gemacht worden, bis der fünfte und ſechſte unter den mit Juwelen verzierten Orden in der Welt ihresgleichen nicht haben. Der fünfte iſt ganz aus den größten und ſchönſten Brillanten zuſammengeſetzt und das Vließ iſt aus gelben Diamanten gebildet. Der ſechſte 5 traus Diamanter and Smaragden und enthält, wie man ſagt, den am beſten geformten und ſchönſtfarbigen Smaragd, der in der Welt vorhanden iſt. Dieſer Stein wird in der That als ganz unvergleichlich betrachtet. Unter dieſen Orden befinden ſich auch der Bath- und der Sanct Andreas⸗Orden in Diamanten. Indeſſen iſt in der Perlen⸗Garnitur, wie man ſie nennt, die übertriebene Prahlſucht des Fürſten am auffallendſten und ſichtbarſten entfaltet. Das iſt die volle Uniform eines ungariſchen Huſaren⸗Generals, und jeder Theil ihrer maſſiven und ganz eigenthümlich ſchönen Stickerei Dollmann, Pelz und Beinkleider iſt gänzlich von koſtbaren Perlen gefertigt. Das Gewicht dieſes koſtbaren Anzugs iſt ſo groß, daß es für Männer von gewöhnlicher

Stärke ſelbſt eine kurze Zeit läſtig ſein würde. Man hat

41

berechnet, daß man mehr als eine Metze Perlen, von denen

einige von ſehr großer Schönheit und einem hohen Werthe

ſind, allein zur Verzierung dieſer Uniform gebraucht hat. C.

Das Muſeum Blaras.

Die berühmte Sammlung antiker Cameen, Medaillen, Bronzen und Vaſen des Herzogs von Blacas iſt für Eng⸗ land angekauft worden, ein für Frankreich ſehr empfindlicher, großer Verluſt. Während die franzöſiſche Verwaltung ſich

Vierte

V

Folge. 191

lung Licht verſchaffen wollte, kaufte der mit den gehörigen Vollmachten verſehene Herr Newton dieſelbe zu dem Preiſe von 1,200,000 Franken für das britiſche Muſeum. Man iſt jetzt mit dem Einpacken derſelben beſchäftigt, um ſie nach England zu ſchaffen. Dieſes ſehr koſtbare Muſeum enthält unter Anderen eine ſehr gewählte und werthvolle Sammlung antiker Gemmen und römiſcher, ſowie griechiſcher Münzen, unter welchen ſich Stücke befinden, von denen weder die kaiſerliche Bibliothek in Paris noch das britiſche Muſeum Exemplare beſitzen. Dieſelben liegen zum Theil in einem reichen, früher der Kaiſerin Joſephine gehörigen und mit ihrem Namenszuge geſchmückten Kaſten. Unter den übrigen Antiquitäten finden wir das berühmte Toiletteneceſſaire einer römiſchen Braut, ferner ein koloſſales Haupt des Aesculap aus den beſten Zeiten der griechiſchen Sculptur, herſtammend von der Inſel Milos, und eine Sammlung von irdenen grie⸗ chiſchen Gefäßen, meiſt aus der Baſilicata. Außerdem eine kleine aber ausgewählte Sammlung griechiſcher Figuren aus terra cotta, eine Anzahl ägyptiſcher Alterthümer und eine höchſt intereſſante Zuſammenſtellung griechiſcher und römiſcher Gewichte, bis zu den Zeiten der Byzantiner. Von den ſon⸗ ſtigen Gegenſtänden heben wir noch hervor ſieben Wandge⸗ mälde aus Pompeji, mehrere höchſt merkwürdige orientaliſche Manuſcripte, worunter zwei Fragmente über die Verehrung des Buddha, ſodann eine Sammlung römiſcher Inſchriften, hauptſächlich Grabſchriften, die von Mommſen zur Zeit be⸗ ſchrieben worden, und eine ausgewählte Sammlung griechi⸗ ſcher, etruskiſcher und römiſcher Goldſchmuckſachen. Das Manuſcript eines großen Werkes über dieſe Kunſtſammlung, an dem der verewigte Herzog ſeit Jahren gearbeitet, und wo⸗ zu er die Ausführung der Abbildungen der merkwürdigſten Stücke derſelben auf 179 Kupferplatten ſelbſt geleitet und überwacht hatte, iſt mit der Sammlung ſelbſt in die Hände der Regierung gelangt und wird hoffentlich bald durch dieſelbe der Oeffentlichkeit übergeben werden. C.

Rückert-⸗Feier in Leipzig.

Am 27. d. M. fand im Saale des Schützenhauſes vor einem zahlreich verſammelten Publicum eine Feier ſtatt, deren Zweck für die Veranſtalter eben ſo ehrend war, wie ſeine Ausführung. Der Fond des Neuſeſſer Rückert⸗Denkmals bedurfte einer Vergrößerung, um ein würdiges Denkmal zu erzielen; Behufs deſſen hatten ſich die Vereine Andante⸗Allegro, Künſtler⸗, Schriftſteller⸗ und Schiller⸗Verein zu einer Ge⸗ dächtnißfeier Rückerts verbunden, und ihre beſten Kräfte wett⸗ eiferten in Wort, Sang, Klang und Bild, der hehren Dich⸗ tergeſtalt auch bei wenig mit ihr Vertrauten ein Herzens⸗ plätzchen zu gewinnen. Wir müſſen uns der Details enthalten und gedenken hier nur der Namen der Vorträger: Marbach, Möbius, David, Reinecke, Hégar, Haniſch, Fräulein Link, des Verfaſſers der Weihedichtung: Fr. Hofmann, der Arran⸗ geurs der lebenden Bilder: Mothes, Souchon Namen, die auch außerhalb Leipzigs einem guten Klang haben und fügen nur noch bei, daß ſämmtliche Vorträge und Darſtel⸗ lungen mit Beifall aufgenommen wurden.

Misrellen. Ein Lehrer hatte ſich bemüht, ſeine Schüler über die

Beſchaffenheit der Wunder zu belehren, und als er glaubte,

durch die Berathungen einer Commiſſion über den Werthes ihnen ganz deutlich gemacht zu haben, ſagte er zu einem

*

dieſer ſeit vielen Jahren als ausgezeichnet bekannten Samm⸗ Knaben: