Jahrgang 
1-26 (1867)
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Kaltblütigkeit hatte man ihr kaum zugetraut um ſo mehr erregte es Verwunderung, daß ihr die kühne That gelungen.

Die Kauffahrtsbrigg kam mit voller Ladung von Petersburg nach Danzig, führte Talg und Heringe und gerieth nach langem anhaltenden Nordſturm auf den Strand. Eine alte Sage erzählt, daß die Pfarrer der auf der Nehrung gelegenen Fiſcherdörfer in ihrem Sonntagsgebete die Bitte um den Segen des Strandes einſchließen. Für die Wahrheit dieſer Behauptung können wir allerdings nicht Bürgſchaft leiſten, ſo viel iſt uns jedoch bekannt, daß die Nehrunger das Scheitern eines Schiffes an ihrer Küſte nicht ungern ſehen. Das ⸗Warum» liegt auf der Hand da giebt's Mancherlei aufzufiſchen, Mancherlei in Sicherheit zu bringen, was die Eingebornen meiſterhaft verſtehen.

Der Strandwächter, Margarethens Vater, welcher durch dergleichen Geſchäfte reich geworden war, hatte häufig die Pflicht, die aufgefiſchten Gegenſtände in Verwahrung zu bringen.

Man ſprach Vielerlei vom Krüger Wolfert und tadelte vielfältig ſeinen Egoismus, obgleich ihm offener Betrug niemals bewieſen werden konnte aber die Welt fällte ſo ihre Urtheile, die meiſtens nicht in allen Stücken zutreffen, jedoch immer ihren Grund haben.

Während auf der See eine Menge von Böten kreuzten, um die umherſchwimmenden Fäſſer aufzu⸗ fiſchen, befanden ſich am Strande drei Männer. Der

Aelteſte von ihnen ſchien kein junger Menſch mehr zu ſein. Seine Rieſengröße harmonirte mit ſeinen eckigen, ſcharfen Zügen, deren tiefe Furchen ſich über die Stirne und Wangen zogen und auf einen in⸗ triguanten, hinterliſtigen Charakter deuteten, der ſich in allen ſeinen Bewegungen, namentlich aber in ſeinen unheietichen grauen Augen bemerklich machte. Ein langer blauſchwarzer Bart, dem man es anſah, daß er gefärbt war, umgrenzte den höhniſch verzogenen Mund. Das gelbbraune Geſicht, in dem man ſo manche Lebensſtürme las, glich faſt einer amerikaniſchen Roth⸗ baut. Die Worte dieſes eben beſchriebenen Mannes blieben ſtets abgemeſſen, kurz und bezeichnend, ſo daß man einen feinen, höchſt gewandten und für den erſten

Wudenblic einnehmenden Weltmann herausfinden onnte.

Es war der Capitän der ehemaligen Brigg, deren Wrack etwa hundert Schritte vom Lande im Waſſer lag.

Der zweite, jedenfalls älteſte Mann hatte nicht ſoviel Toilettenkünſte zu ſeiner Verjüngung angewendet, wie der eben beſchriebene Capitän. Seine Geſtalt

Lolge. 183

Geſicht, die ungeheure Körperfülle, die ungehobelten, faſt herausfordernden Manieren ließen den Schank⸗ wirth und Krüger errathen, dem es weder an Routine fehlt, Gäſte anzulocken, noch ungeheure Rechnungen zu machen.

Der Jüngſte von allen, der Steuermann des geſtrandeten Schiffes, ein kaum vierundzwanzigjähriger junger Mann, zeigte in ſeinem Betragen den unter⸗ nehmenden Abenteurer. Er beſaß ein gemeines Ausſehen, ein ſommerſproſſiges Geſicht, aufgewulſtete Lippen, blaue, kleine Augen, blondes Haar und einen fragmentären Schnurrbart von gleicher Farbe. Alle Drei ſaßen auf Ballen und Kiſten, welche am Strande

aufgeſtapelt lagen. (Fortſetzung folgt.)

Gedichte von Carl Twelckmeyer.

Im Glück nicht jubeln

Hat dir der Herr ein Glück beſchieden, Trifft dich der Freude Sonnenblick,

O zitt're, Herz, für deinen Frieden: Schon naht der Feind ſich deinem Glück!

Die Welt, die arge, kann's nicht leiden, Daß ungetrübt ein Menſch ſich freut; Sei auch das Glück noch ſo beſcheiden, Das kleinſte ſelbſt weckt ihren Neid.

Und ach! wie manches Glück hienieden Hat ſchon der blaſſe Neid zerſtört, Wie manchen ſtillen Herzensfrieden In tiefen Seelenſchmerz verkehrt!

Drum was dir's Herz macht höher ſchlagen, Im Auge blitzt wie Sonnenſchein,

O, als Geheimniß woll'ſt du's tragen

In deines Herzens tiefſtem Schrein.

Daß du dich freu'ſt, iſt Gottes Wille, Der dir das theure Gut beſcheert.

Drum ſei beglückt! nur ſchweige ſtille, Daß ja die Welt nichts davon hört.

Und im Sturm nicht zagen!

Wenn hoch der Trübſal Wogen ſchlagen, Dein Schifflein ſchwanket hin und her; Was willſt du, Herz, doch gleich verzagen, Als ob kein Gott im Himmel wär'?