„Sonſt war es doch möglich— ſonſt—“ „Jetzt nicht mehr.“
auf, lief hin und her und rief endlich: „Gut— gut— Alles ſoll ſich Zeit ändern.“ „Nach Belieben.“ „Wie?“ „Ich ſagte nichts!“ „Ich bin geſonnen, zu—*
hier in kur
Gott Lob, es iſt heraus!“
blätterte darin. „Alſo Sie heirathen, Wirthin auf's Neue mit bebender Stimme. G 91 „Ja. „Wen? wenn ich fragen dürfte.“ „Meine Nichte Margareth!“
„Verliert ſich Alles nach der Hochzeit.“ „Auch das graue Haar?“ „Das nicht— aber—“
„Ich— Ihnen?“
„Ja.“
„Hölle und Teufel— Sapperment!“
Der alte Herr lief wie beſeſſen im Zimmer umher, dann rief er:„Wenn, Frau Welm, wenn?“
„Sie entſinnen ſich nicht?“
„Nein— nein!“
„Es war am erſten Auguſt vorigen Jahres— ich befand mich auf der Bleiche im Garten.“ „Alle Teufel!“ „Sie geſellten ſich ſagten: Chriſtine!
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„Nun, dabei finde ich Nichts!“ „Aber ich!“ 4„Haſt mir ſo lange treu und redlich gedient,
Chriſtine,“ ſagten Sie,„deshalb ſollſt Du nächſtens mein Weib werden.“
„Habe mich anders beſonnen.“
„So, ſo, darum opferte ich meine Jugend, um
zu mir, ergriffen meine Hand
und— Sie ſtießen einen Seufzer
aus
Novellen⸗Zeilung.
„So, ſo— Sapperment!“— Der alte Herr ſtand
Es folgte eine lange, lange Pauſe, die keines für ein U— mir nicht— d von Beiden zu unterbrechen wagte. Frau Welm's Ge⸗ ſicht verzog ſich wie der Himmel vor einem Gevitter — der Förſter ergriff ſehr verlegen den Kalender und
Herrn Wolfert?“ fragte die erſt recht an— das iſt ſo meine Art.
„Hahaha— mit Ihrer Gicht, Ihrem Podagra?“
„Sie haben mir vor kurzer Zeit verſprochen—“
„Es geht nicht anders— übrigens kamen Sie
— ſo iſt Ihr wahrer Name— konnten mit Ihrem Manne nicht Frieden halten.“
„Wer ſagt das?“
„Alle Gaſſenbuben— in Danzig.“
„Herr, Sie beleidigen mich.“
„Sonſt werde ich Sie nicht los.“
„Ich ſehe— im Guten fange ich Nichts an.“
„Noch weniger im Böſen.“
zer
„Zu— 2„Geſtern iſt Magareth förmlich Ihnen verſchachert „Heirathen!“ worden— habe Alles erfahren.“ „Zu heirathen?“ kreiſchte die Frau;„zu hei⸗„So?— Sapperment!“ 2 rathen?“„Mir iſt es hinterbracht worden.“ „Ja— ja— in's Teufels Namen— ja—„Frau!“
„Frau hin— Frau her— mir macht man kein a müſſen Sie früher
aufſtehen, ich bedaure von Herzen das arme Mädchen, welches Sie nehmen muß.“
„Mäßigen Sie ſich.“ „Ich— mich mäßigen— ich? Jetzt fange ich Margareth ſoll heute noch Alles erfahren— Alles— wie Sie
mich behandelten, kränkten, beleidigten, ärgerten, mal⸗ trätirten, mich unglücklich machten.— mich verſtießen.* Frau Welm brach in Thränen aus. Dieſem ächt weiblichen Kniff konnte der alte Förſter kaum widerſtehen. Hin ſank er auf einen (Stuhl— der Schweiß ſtand ihm auf der Stirne— er zog ſein rothbeblümtes ſeidenes Taſchentuch aus dem Schlafrocke, wehete ſich damit Enfr Im uderi „Herr, hilf mir, befreie mich von dieſem Satanas!“ „Ich— ein Satanas— ich!“ rief die Frau— und neues Schluchzen folgte dieſen Worten.
„Aber Sapperment, Frau, ich begreife Sie nichtt
Erſt fahren Sie auf mich los, als wollen Sie mich zerreißen, dann brüllen Sie, zuletzt verlangen Sie mich gar zu heirathen.“
„Ich brülle, Nicolaus, weilsich Dich ſo unaus⸗ ſprechlich liebe, geliebt habe ſeit kangen, langen Jahren — und lieber ſterbe ich, als daß ich mich von Dir trenne.“——
Herr Wolfert riß den Mund auf, ſeine Wirthin bekam Weinkrämpfe.— 4
Am Strande herrſchte ein reges Leben. Das geſtern verunglückte Schiff beklagte den Verluſt von 2 Menſchen. Die übrigen 8 mit Einſchluß des Capitäus und Steuermannes verdankten Veronika ihr Leben, welche ſehr wohl ein Boot durch Sturm und Wellen
im Alter aus dem Hauſe geſtoßen zu werden!“
zu lenken. verſtand und öfter ſchon Proben ihrer Geiſtesgegenwart abgelegt hatte. Solchen Muth, ſolche
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als abgeſchiedene Frau in mein Haus, Frau Döllert
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