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ſand, hres vor⸗ uuſt Node nem auf;
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Vierte Folge.
„Es ſtand nicht in Deiner Macht.“
„Sonſt wäre ich ü— Alle, Alle zu retten.“
„Du biſt gut, Veronika.“
„Am Steuer befand ſich Feuer und Rauch aus— es donnerte in der Luft— Alles verſank in die Fluthen.“ ⸗
„Sie ſchoſſen aus der Nothkanone.“
„Ich rettete aber doch die Mannſchaften.“
„Du?“
ber das Meer geflogen, um garten, dem Förſter gehörig, entfa
getation üppiger, als man glauben möoͤchte.
den Baumhintergrund ſchimmert hier und dort ein ein Mann, der ſpie heller, geſpenſterhafter Dünenkopf, deſſen Sandhafer⸗ büſchel ebenſo geheimnißvoll rauſchen, wie die Nadeln der Kiefern. verſengenden Strahlen durch die offenſtehenden Fenſter der Förſterei.
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geheimnißvolle Walddunkel und ein kleiner Gemüſe⸗
ltet hier ſeine Ve⸗ Durch
Die glühende Auguſtſonne wirft ihre
In einem gepolſterten Lehnſtuhl ſitzt ein recht
„Ich ruderte dem Schiffe entgegen, hinaus auf alt ausſehender Mann. Sein graues Haupt iſt mit
das Meer.“ „Bei dieſem Sturme?“ I „Unſere Lodſche befand ſich am Ufer. Ich ſchob ſie in's Waſſer und rettete 8 Menſchen „Iſt's möglich!“ „Oft iſt Gott im Schwachen mächtig.“ „Ich begreife nicht—“
„Am Strande ließ ich die Männer und eilte vor⸗ Mann, abgeht, da außerdem ſehr entſtellende Blatternarben
d
Sie folgen mir auf dem Fuße.“ „Jetzt? „Da ſind ſie.“ „Kaum hatte Veronika alſo geredet, als die Haus⸗ thüre dröhnend aufflog und die Krugſtube ſich mit
Seeleuten füllte.—
aus.
Wenn am Haffſtrande der Sturm ausgetobt und die Sonne aufgeht und ihre langen Feuerſtreifen
einer großen bunten Zipfelmütze bedeckt; der roth⸗ geblümte, weite Schlafrock und die lange Pfeife geben ihm das Bild eines Patriarchen. das Leben.“ kupferfarbige, auf Ausſchweifung in baccho deutende Naſe, die nichtsſagenden, veilchenblauen Augen, die großen Hände und Füße, wie ein ſtattlicher Bauch kennzeichnen einen für ſeine Verhältniſſe wohlhäbigen
Seine etwas lange,
dem alle Schönheit und Liebenswürdigkeit
as ganze Geſicht bedecken. Der Alte blättert in einem Kalender und pafft
gewaltige Dampfwolken aus ſeiner Pfeife. Noch ein⸗ mal ſchaut er in's Buch, legt es langſam bei Seite und murmelt:
„So— nun bin ich auf den Beinen— zum
Herbſt iſt meine Hochzeit.“
Nun öffnet ſich langſam die Thüre— eine ſauber
über di ige fgewüͤ A virf 2 über die lehmigen, aufgewühlten Wogen wirft, blitzt gekleidete Frau tritt in's Zimmer.
es darauf wie Funken und Flammen. „Vlaſen das Ufer und die Waſſerfläche kocht und brodelt. Mit der See iſt es freilich anders. Da kann der Himmel im reinſten Blau prangen und keine Briſe die Luft durchziehen, die See rollt und rauſcht immer⸗ fort und vermag ſich ebenſo wenig zu beruhigen als Nationen, welche für ihre Freiheit kämpfen. war's auch am Morgen nach dem Sturme, der bereits vollſtändig ausgetobt hatte.— Die Friſche Nehrung zieht ſich einige Meilen nackt und verödet dahin und erſt hinter Polske, dem Aetzten großen Fiſcherdorfe, beginnt ein ſchöner Laub⸗
und Nadelholzwald. Wie ein Gürtel lehnt er ſich
nach der Haffſeite hin an die Dünenkette, um ſich in abgebrochenen Sätzen bis faſt zum Tief, dem Aus⸗ fluſſe des Haffes in die Oſtee, zu erſtrecken. Ein Strandhaus und eine Förſterei— Möwen⸗ kacken genannt— bilden gewiſſermaßen die letzte Station vor Pillau. Sie liegen eine halbe Meile voneinander entfernt und ſind Einſiedeleien⸗ im vollſten Sinne des Wortes. Beſonders iſolirt, ringsum von Kiefern und Birken umſchloſſen, liegt das Forſthaus mit ſeinen „Fhingebinden. Bei der Wohnung lichtet ſich das 4⁴
Dann decken
Die erſte Jugend hat ſie hinter ſich, aber die
noch recht lebendigen, faſt feinen Geſichtszüge, die munter blinkenden braunen Augen ſagen es,“ daß ſie früher hübſch geweſen ſein müſſe.
Ein Schlüſſelbund, welches ſie über einer breiten,
So mit hellen Spitzen eingefaßten weißen Schürze trug,
die ſaubere Haube mit buntem Bande geſchmückt, der zierliche ländliche Anzug ließen faſt errathen, daß
dieſe Perſon die Wirthin des Hauſes ſei.
„Schon ſo früh auf, Frau Welm?“ fragte der Förſter Wolfert.
„Ja, Herr,“ erwiderte die höchſt reſolut ſchei⸗ nende Frau, der man es anſah, daß ſie ein ſtrenges Regiment führe;„wichtige Geſchäfte veranlaſſen mich dazu.“
„Nun, darf ich fragen, welche?“
„Ich kann nicht mehr mit dem Wirthſchaftsgelde auskommen, welches Sie mir zeither gegeben.“
„Nicht?“
„Nein, nein. Jeden Tag verlangen Sie eine Fleiſchſpeiſe, das iſt bei den theuren Preiſen der Lebensmittel kaum möglich.“


