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ſich tragende, mit einem zierlichen Titelſtahlſtich verſehene Er⸗
Novellen
Geſelle, Andrew, es durch und durch und die Kunden haben ihn gern. Laß die Trauerzeit vorübergehen und dann heirathe ihn. 41
„Ach, mein lieber John,“ ſagte Janet, die in einen Strom von Thränen ausbrach;„mache Dir deshalb keine Sorge. Andrew und ich haben das ſchon mit einander be⸗ ſprochen und geordnet.“
Ein Skeptiker ſagte einſt zu Doctor Parr, er werde nichts glauben, was er nicht verſtehe, worauf ihm der Doctor antwortete:„Dann, Sir, wird Ihr Glaube der kürzeſte Aller ſein, die ich kenne.“
Ein Reiſender erzählte einſt in einer Geſellſchaft mit der Miene der Wahrheit ganz unglaubliche Dinge. Einer der Zuhörer, der ſich über dieſe Aufſchneiderei ärgerte, ſagte zu ihm:„O, was Sie da erzählen, iſt nichts Beſonderes. Ich kann Sie verſichern, daß der berühmte Organiſt Volger in einem Orgelconcert den Donner ſo vollkommen nachahmte, daß alle Milch drei Meilen im Umkreis gerann.“ C.
Vom deutſchen Büchermarkt. Eine Lilie im Thal. Hannover, Verlag von C. Meyer. 1867. Dieſe Lilie blühet der Unſchuld und dem Herrn. Es iſt eine die Tendenz der Andacht und Menſchenbeſſerung an
zählung, deren Verfaſſer ſich ſelbſt bei dieſer zweiten Auflage nicht genannt hat. Das Büchelchen wird abermals ſeine Kreiſe finden. O. B.
Charpie. Ed. Trewendt.
Der würdige und liebenswerthe Autor Holtei iſt ja dem deutſchen Publicum als Vorleſer im größten und kleinen Stil, je nachdem er Shakeſpeare oder irgend eine leichte Cauſerie vorträgt, allgemein bekannt und es giebt kaum eine namhafte Stadt oder einen literariſchen Kreis, in dem die angenehmen Abende, die er bereitet, nicht in gutem Andenken ſtünden.
Wir finden nun hier zum Beſten eines wohlthätigen Zweckes mancherlei von dem geſammelt, was dieſen Vorle⸗ ſungen zum Stoff gedient, anderntheils ſehen wir dieſe und
Von Karl von Holtei. Breslau, bei
„Zeitung.
jene hier und da ſchon mitgetheilte Piscen oder auch wohl gar verſchiedene ganz neue Arbeiten.
Dieſe Bände ſind daher ſchon ihrem Inhalte nach an⸗ ſpruchslos zuſammengeſtellt und ihre Erinnerung an frühere Verhältniſſe, Zeiterſcheinungen oder hervorragende Perſonen der Oeffentlichkeit ſind natürlich ungleicher Art, oft ernſt, oft heiter und ſcherzend. Alles, was dabei aus den Erlebniſſen des in dieſer Beziehung reichen Verfaſſers hervorgewachſen iſt oder ſeine Beziehungen zum Theater berührt, verdient auch da ein hohes Intereſſe, wo vielleicht dieſe und jene Jüngeren mit ſeinen Anſichten nicht ganz übereinſtimmen. Hinzufügen will ich noch, daß Holtei in Hinſicht auf die Bühne manches Wort ausſpricht, welches ſich eben gerade dieſe Jüngeren ſollten in Gold faſſen laſſen. O. B.
Polniſche Juden. Geſchichten und Bilder von Leo Härzberg⸗Fränkel, Wien, Hilberg's Verlag. 1867.
Man iſt es in Deutſchland gewohnt, durch die Bres⸗ lauer Märkte und die Leipziger Meſſe von polniſchen Juden eine für die Betroffenen ſehr wenig ſchmeichelhafte Meinung zu haben, und in der That darf man eingeſtehen, daß dieſes Urtheil des Publicums durch die reale Erſcheinungswelt gerecht⸗ fertigt wird. Man kann aber einen Volksſtamm und ſeine Eigenthümlichkeiten nur im Lande ſelbſt und im Hinblick auf
richtig abſchätzen, und dies übernimmt hier in einzelnen
novelliſtiſchen, halb betrachtenden Zügen der Verfaſſer, der den polniſchen Juden in Rußland nahe geſtanden. Die ein⸗ zelnen Bilder gehen ſehr in's Detail und muf die termini
Duldung dieſes Volksſtammes unter ruſſiſcher und polniſcher Herrſchaft mit politiſchen Perſpectiven berühren, ſo iſt's kein Wunder, daß viel Trübſal und unverſöhnter Jammer zu Tage kommt. Wenn ſolche Darſtellungen in einem höheren Ton gehalten wären, ſo würden ſie in die hiſtoriſchen Klänge der Völkerklagen einzurangiren ſein. O. B.
Inhalt:
Der verhängnißvolle Schuh. Erzählung aus dem ameri⸗ kaniſchen Kriege von Otto Heuſinger.(Schluß.)—
Banck.: Feuilleton. Der ſeltſamſte Tauſchhandel.— Johnſon unter den
deutſchen Büchermarkt.
Im Verlage von Hermann Coſtenoble in Jena erſchien und iſt durch alle Buchhandlungen zu beziehen:
Das Ideal und die Gegenwart, Von Adolph Bernhard Marx. Octav⸗Format. Elegant broch. 1 ½ Thlr. Das vorſtehende Werk des berühmten Theoretikers der
Allgemeine Moden-Beitung. Verlag der Dürr'ſchen Buchhandlung in Leipzig. 69. Jahrgang.
Wöchentlich eine Nummer.
Intereſſanteſter belletriſtiſcher Text. Detaillirteſte Modenberichte. 3
Muſik und Biographen von Beethoven ac. iſt die letzte be⸗ deutſame Arbeit, welche er kurz vor ſeinem ſchmerzlich empfun⸗ denen Heimgang vollendete. Es ſtellt die ſchwanken Begriffe von Idealität und Realität feſt, beweiſt die Idealitätloſigkeit der Jetztzeit, in der Kunſt beſonders eingehend auf Richard Wagner und Meyerbeer, in der Viſſenſchaft auf die Materialiſten, in der Religion auf Strauß, Renan und andere, die auf ganz materialiſtiſchem Boden ſtehen ꝛc.
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In jeder Nummer ein Portrait hervorragender Zeit genoſſen, oder Landſchaft ꝛc. in prachtvollem Stahlſtich.— Jährlich 52 höchſt elegante colorirte Original⸗ 2 Modenbilder des Moniteur de la mode à Paris
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Mit Modenbildern Stahlſtichen jührlich: 8 Thlr.
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1 8 4— 3. d... 1. Redigirt unter Verantwortlichkeit von Otto Sriedrich Dürr in Leipzig.— Verlag der Dürr'ſchen Buchhandlung in Leipzig.— Druck von A. Edelmann in Leipzu
ſeinen größeren geſchloſſenen Genieinde⸗ und aaen N *
technici des Iſraelitismus ein, und da g. beſonders die.
Gedicht von Moritz Pläſchke. Elegie.— Literariſche Briefe von Otto V
Zigeunern.— Der Arzt und ſein Patient.— Miscellen.— Vom.
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