Jahrgang 
1-26 (1867)
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fahren, das könnte ſie ſtörriſch machen und Unfrieden ſtiften, darum mögen wir auch keine Bibel.

Aber ihr glaubt doch an Chriſtum und das Wort der Apoſtel?

Allerdings verehren wir den Erlöſer hoch, doch auch das neue Teſtament können wir nicht unbedingt annehmen.

Wie ſo?.

Der Zigeuner blieb die Antwort ſchuldig und man kam jetzt in das Dorf, das aus einer langen Reihe mit Schilf be⸗ deckter Lehmhütten beſtand; vor einem beſſer ausſehenden Steingebäude machte der Wagen Halt. Der Präſident ſtieg aus, eine Schaar halbnackter, wildausſehender Kinder drängte ſich lärmend und ſchreiend um ihn, neugierig begafften ihn die Weiber, welche ſämmtlich nur wenig von der Cultur be⸗ leckt waren, aber Niemand begrüßte den Präſidenten.

Was iſt das für ein ſteinernes Gebäude? fragte Johnſon.

Das iſt unſere Kirche, unſer Rathhaus und unſere

Schule.

So treten wir ein.

Der Mayor verlangte den Schlüſſel, welcher jedoch nicht aufzufinden war, und es dauerte eine geraume Weile, bis der Schloſſer herbeikam und das Haus öffnete. Endlich thaten ſich die Pforten auf; der Präſident entblößte ſein

pt und trat ein, aber was ſah er da? Umgeſtürzte Stühle, z chene Gläſer und Flaſchen, Ueberreſte von Speiſen. Bin ich denn in der Kirche? Geſtern feierten wir hier ein Hochzeitsmahl. Xe ein Mahl? Von jeher unſere Sitte geweſen, ſo halten ee.

Der Präſident ſchüttelte den Kopf und ſagte:Chriſtus verjagte die Schächer aus dem Tempel, und ihr haltet Ge⸗ lage in demſelben?

Sie wiſſen nun, warum wir auch das neue Teſtament nicht unbedingt annehmen.

Beim Heraustreten drängte ſich die Jugend neugierig um Johnſon, der eine cordiale Anſprache an die Kinder hielt und eine Prüfung im Katechismus mit ihnen begann.Darf man ſtehlen? fragte er einen Knaben. Dieſer ſah den Frager verwundert an und antwortete nach einigem Zögern: Seinen Freund darf man nicht beſtehlen, wohl aber ſeinen Feind! Johnſon wollte den Irrthum corrigiren, griff aber zuvor nach ſeiner Doſe, um eine Priſe zu nehmen. Die ſilberne Doſe war verſchwunden. 4

Ich bin nicht euer Feind, ich kam als euer Freund und Gaſt, und dennoch hat mir Jemand meine Doſe entwendet!

Allgemeine Verlegenheit, Jeder betheuerte hoch und heilig, er ſei nicht der Dieb; ein naſeweiſer Junge rief den

Präſidenten an: Was bekomme ich, wenn ich den Dieb verrathe? Der Präſident griff mechaniſch nach der Taſche, um eine Münze herauszuholen, aber auch ſeine Börſe war weg! Ich kann dir nichts geben, Kleiner, auch mein Geld iſt geſtohlen. Das wird der Mahor gethan haben, ſagte ein kleines, ſchwarzäugiges Mädchen. 8 Johnſon muſterte die Obrigkeitsperſon vom Kopf bis zu den Füßen, doch ſein inquiſitoriſcher Blick las auf deſſen Antlitz nichts von Schuldbewußtſein. Nun entſchloß ſich der Prüſident, ſchleunig ſeine Studien einzuſtellen und abzureiſen. Beim Abſchiede hielt ihm der Mayor noch eine Anſprache

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Folge.

und verſicherte, daß der Präſident ſtets auf die Bewohner von Percop zählen könne.

Was iſt aus meiner Doſe geworden? fragte dieſer; nicht für 500 Dollars iſt ſie mir feil, denn ſie iſt ein theures Andenken von meinem unglücklichen Amtsvorgänger Lincoln. Schaffen Sie mir die Doſe wieder und ich gebe Ihnen mein Ehrenwort, daß ich den Preis zahle, ohne nach dem Thäter zu fragen.

Wenn Sie mir Ihr Ehrenwort geben und die Dollars wirklich bezahlen, ſo ſollen Sie die Doſe haben. Doch wann bekomme ich das Geld? erwiderte der Mayor.

Längſtens in drei Tagen von heute an.

Gut, ich will Ihrem Ehrenworte trauen, ſagte der Mayor, entfernte ſich und kam gleich darauf mit der Doſe wieder.

Johnſon nahm eine Priſe, ſchüttelte den Kopf, kehrte

dem Mayor den Rücken und verließ Percop. Die 500 Dollars erhielt der Mayor pünktlich zugeſendet. r.

Der Arzt und ſein Patient.

Ein Arzt behandelte unſern Freund Z..., der von einem der funfzehnhundert Fieber befallen war, welche der Vocabularius Hippocraticus aufzählt.

Nun, mein theurer Kranker, ſagte er eines Morgens zu ihm,Sie ſehen ganz prächtig aus; Sie ſind hergeſtellt;

(Sie haben meine Vorſchriftengut befolgt und...

Was haben Sie mir denn verordnet, lieber Doctor?

Zuerſt ſtrenge Diät.

Ich habe gegeſſen wie ein Wolf

Keinen Wein!

Ich habe wie ein Bürſtenbinder von meinem beſten Burgunder getrunken.

Die Transpiration...

Ich habe meine Fenſter ganz öffnen laſſen.

Eine vollſtändige Ruhe!

Ich habe geſtern Abend zwei Polkas, drei Walzer und vier Quadrillen getanzt.

Nun, rief der ganz irre gewordne Aesculap,ſo haben Sie wenigſtens die Arznei genommen, die ich...

Sicher, ich habe ſie zwiſchen den Daumen und den Zeigefinger genommen und ſie zum Fenſter hinausgeworfen. Sie ſehen wohl, lieber Doctor, daß ich nichts Andres thun konnte, um zu geneſen.

Der Doctor ergriff die Flucht und kam nicht wieder.

Glücklicher Weiſe ſind nicht alle Doctoren von dieſer Art und die geſchickteſten ſind oft die beſcheidenſten.

Der Doctor Larrey wiederholte oft im Verlauf ſeiner glücklichſten Erfolge mit einer bewundernswerthen Be⸗ ſcheidenheit:

Ich werde mir niemals erlauben zu ſagen: Dieſen Kranken habe ich geheilt. Ich werde ſtets ſagen: Dieſen Kranken habe ich behandelt, und ſeine Krankheit hat ſich glück⸗

C.

licher Weiſe verloren.* 1

Misrellen.

John Danders, ein Hufſchmied auf dem Lande, der eine ganz junge Frau hatte, war durch ſeine lange Arbeit, da alle Farmers rund herum ſeine Kunden waren, reich geworden. Als er auf dem Todtenbett lag, ließ er ſeine Frau Janet

zu ſich rufasund ſagte ihr:Janet, mit mir geht es ſchnell

u Ende. Was nun das Geſchäft betrifft, ſo kennt der erſte 5