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— fendern auch derjenigen Geſetze, welche die Vermehrung
nin jenem Falle dieſe Veränderungen geringer ſind.
Veränderungen auf, indem ſie bald zu⸗, bald abnimmt.
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einen langſam der Mittagslinie entlang ziehenden Wanderer herausſtellen, ſo würde der Fall dagegen ein ganz verſchiedener ſein, wenn die Bewegung längs eines Breitegrades ſtattfände. In dieſer Richtung ſind die Veränderungen des Klimas weit weniger auf⸗ fällig und hängen viel mehr von geographiſchen, als von aſtronomiſchen Urſachen ab. Bei Wanderungen dieſer Art tritt nie jener ſchnelle Wechſel im Aeußern, in der Hautfarbe und in der Geiſteskraft ein, welcher ſich im andern Falle geltend machen muß. Obgleich daher die Mitteltemperatur Europas von Polen nach Frankreich zunimmt, namentlich durch den Einfluß der großen atlantiſchen Strömung, welche vom Golf von Mexico und vom Stillen Ocean Hitze herüber⸗ trägt, ſo iſt jene Zunahme doch weit geringer, als man ſie antreffen würde, wenn man dieſelbe Ent⸗ fernung nach Süden zurücklegte. Durch die Künſte der Geſittung vermag der Menſch viel leichter Schwie⸗ rigkeiten, die aus Veränderungen längs einer Breite⸗ gradlinie entſpringen, als ſolche längs einer Mittags⸗ linie zu vermeiden, aus dem einfachen Grunde, weil
Die auswandernde indoeuropäiſche Maſſe, welche ſich ſo gewaltſam in alle Gegenden Europas eindrängte, gerieth nicht nur unter den Einfluß der Klimageſetze,
und Verminderung der Bevölkerung beſtimmen; denn obgleich ohne Zweifel Geburt und Tod jedes menſch⸗ lichen Weſens in religiöſem Sinne eine Beſtimmung des Himmels ſind, ſo muß der Gegenſtand doch in politiſcher Hinſicht von einem weniger würdevollen Geſichtspuncte aus betrachtet werden. Die Bevöl— kerung wird durch Geſetze beſtimmt.
Die Bevölkerung alter Länder weiſt hundertjährige
Dieſe Veränderungen ſtehen oft im Zuſammenhange mit Staatsereigniſſen, ſo daß ſie einfach als Folgen derſelben erſcheinen. Die Bevölkerung des geſammten römiſchen Reiches ward durch die Einführung des Chriſtenthums mächtig berührt; die Italiens durch die Kriege Juſtinian's verringert. Der Norden Afrikas wurde durch die Wirkungen der theologiſchen Strei⸗ tigkeiten faſt entvölkert, durch den Einfluß des Moham⸗ medanismus aber wieder emporgebracht. Die Ein⸗ führung des Feudalſyſtems ſetzte eine Prämie auf die Erzeugung von Menſchen, und demgemäß kamen unge⸗ heure Maſſen zum Vorſchein. Die Kreuzzüge gaben Veranlaſſung zu einer Verminderung. Vom elften bis zum ſechszehnten Jahrhundert, während fünfhun⸗ dert Jahren, verdoppelte ſich die Bevölkerung Englands nicht, binnen fünfzig Jahren dagegen, vom Jahre 1790 an, verdoppelte ſie ſich trotz größerer Kriege, und
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daß dies von einer örtlichen Urſache herrührte, geht klar aus dem gleichzeitigen Stillſtande vieler anderer Länder hervor.
Von einer Verminderung von Urſachen herrüh⸗ rend, welche ſogleich als widerſtrebende Triebfedern erklärt werden ſollen, hat der jährliche Zuwachs der Bevölkerung der Vereinigten Staaten beinahe drei⸗ mal ſoviel als der Preußens, ſeinen Gewinn bei der Theilung Polens inbegriffen, viermal ſo viel als der Rußlands, ſechsmal ſo viel als der Großbritanniens, neunmal ſo viel als der Oeſterreichs, zehnmal ſo viel als der Frankreichs betragen.
Ferner iſt der geographiſche Mittelpunct der Be⸗ völkerung einer Verrückung unterworfen. So hat ſich der Mittelpunct von Europa ſeit dem Falle des Heiden⸗ thums nördlich von ſeiner alten Stellung verſchoben. Die Errichtung des Feudalſyſtems verurſachte die erſte Verpflanzung deſſelben, die Entwickelung der Manu⸗ facturgewerbthätigkeit im Nordweſten Europas die zweite.
In den Vereinigten Staaten nimmt die Zunahme der Bevölkerung eine faſt weſtliche Richtung. Der Mittelpunct der Abgeordnetenbevölkerung der Union befand ſich im Jahre 1840 am äußerſten Nordweſtende von Virginien. Seit 1790 war er weſtwärts vorge⸗ ſchritten, in welchem Jahre er ſich in Baltimore County, Maryland, 182 Meilen davon entfernt bei⸗ nahe unter demſelben Breitegrade befand.⸗
Montesquieu äußert an einer Stelle eine Mei⸗ nung, der man ſich ohne Zweifel heutigen Tages ge⸗ waltig entgegenſtemmen würde, wenn man ſie anders als ſcherzend aufſtellen wollte:„Der Menſch iſt das werth, was er im Preiſe gilt; in einigen Ländern iſt er nichts, in andern weniger als nichts werth.⸗ Hieraus möchte zu folgen ſcheinen, daß, wenn das Produciren von der Nachfrage abhängt, die Bevöl⸗ kerung durch jene wohlbekannten Geſetze berührt werden würde, welche im Falle anderer Waaren Stich halten.
Die Betrachtung dieſer Seite des Falles dem Scharfſinn des Leſers überlaſſend, darf als über jeden Widerſpruch erhaben behauptet werden, daß die Be⸗ völkerung nicht nur durch natürliche Triebfedern, ſondern auch durch die menſchliche Geſetzgebung oder
die Politik der Regierungen beſtimmt wird, denn
Regierungen vermögen durch ſo offenbare Mittel, wie daß ſie ſich freiwillig in Kriege einlaſſen, eine unſtrei⸗ tige Verminderung in Folge der Zerſtörung von Menſchenleben, welche daraus hervorgeht, zu verur⸗ ſachen, auch vermögen ſie durch den Lanf, den ihre Politik inne hält, die Zahl der Geburten zu vermin⸗ dern. Man ſollte ſie eben ſo ſehr für das Verhindern
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