ich.
Bendik reitet nach Seeland, zu freien ein ſchönes Weib: Ihm war nicht beſcheert, daß er wiederkehrt', drum ließ er ſein Leben und Leib.
don. ampe. Er war nicht länger im Königshof, als zwei der Monde dnn bloß ſſa... 2 oß⸗ i 3 Da war zum Königstöchterlein ſein Lieben gar ſo groß. he Bande Der König bauet die Goldburg, war beides hoch und lang: unſch„Wer's wagt, die Burg zu beſchreiten, der ſucht ſeinen „r 1 den un Untergang!“ bler Der König bauet die Goldburg, war beides hoch und breit: Der⸗„Wer's wagt, die Burg zu beſchreiten, dem iſt das Verderben lden. nicht weit.“ dcd Gab er Autwort, jung Bendik, er ſtand nicht gar zu fern: leger„Ich wag' es, die Burg zu beſchreiten, und ſonder Urlaub e⸗ vom Herrn!“ oeſie heſ Tags reitet Bendik zum Jagen, und fällt die Thier' im Hain heil⸗ 3 zut 3 3. 4 e ict Spricht Nachts mit ſeiner Jungfrau in ihrem Kämmerlein. achte rulen Sitz' ich bei dir, bedünkt's mich, ich fäß⸗ im Sonnenſchein 7 t..—/ Wenn ich von dir ſoll ſcheiden, verzagt das Herze mein. ii. Sitz' ich bei dir, bedünkt's mich, ich ſäß' im Sonnenſchein, An⸗’ Wenn ich dich wiederfinde, dann jauchzt das Herze mein. den ngel So lieblich dünkt mich dein goldiges Haar, wie der Apfel, der's le— Zweigelein ziert— d Selig iſt, wer dich fahen mag, Gott gnad' ihm, der dich die verliert!“ heit— Tans reitetBendik zum Jagen, und fällt die Thier' im Hag, 1 Spricht Nachts mit ſeiner Jungfrau, das gilt ſein Leben ck. Prich 3 gilt hernach!— die mit Herein kam des Königs Diener klein, er brächt' die Kunde den von fern: „Bendik beſchreitet die Goldburg, und ſonder Urlaub vom leh⸗ Herrn 1a 3 — 8 4 als 2 und Das war der Dänenkönig, er ſchlägt auf die Tafel ſo ſchwer: den„Bendik entrinnt mit dem Leben nicht, gewänn' ich ſo Land in als Meer! b alb Die Kirche zu Lund in Schonen iſt ganz gedeckt mit Blei, em 1 Bendik entrinnt mit dem Leben nicht und war ſie dreimal neu! Die Kirche zu Lund in Schonen iſt ganz gedeckt mit Gold, e⸗
Bendik entrinnt mit dem Leben nicht, ob er dreimal ſie füllen wollt'!“
Fürbitte thät für jung Bendik, wem immer Rede verliehn: Der Vogel auf wilden Zweigen, das Wild im Hag ſo grün. Fürbitte thät für jung Bendik, wem immer Leben beſcheert: Der Baum aus dem wilden Walde, die Blum' in blühendſter Erd'.
Fürbitte thät für jung Bendik, wer ie derdſ in Meeresgrunde, der Menſchaus
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verſtand: unheim's Land.
Vierte Folge.
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Einging ſie, Arolilia, fiel vor ihrem Vater auf's Knie: „Hör' du's, mein herzlieber Vater, den Gefangenen gieb du mir hie!“
„Hinweg, hinweg, Arolilia! zornig iſt mein Muth! Und übel ziemt's meinem guten Schwert, zu wühlen in Wei⸗ berblut!“
Einging die Dänenkönigin, ihr rann auf die Wange die Zähr': „Ich bitte dich, lieber Herre mein, erfülle mein Begehr!
Du nahmſt mich aus meines Vaters Hof wohl wider ſeinen Willen, Was ich immer erbäte von dir, wollteſt du mir erfüllen!“
„Was du immer erbitteſt von mir, ſoll dir beſchieden ſein, Nur nicht, daß Bendik lebend entrinnt, das weiger' ich dir allein!“—
Südwärts von der Kirchen litte jung Bendik den Tod, Droben mitten im Hochgemach ſtarb ſie, ſein Mägdlein roth.
Südwärts von der Kirchen ließ Bendik Leben und Leib, Droben mitten im Hochgemach ſtarb ſie, ſein herrliches Weib.
So legten ſie Bendik gen Süden und Arolilia gen Nord, Da wuchſen auf ihrem Grabe zwei Lilienblumen am Ort.
Es wuchſen auf ihrem Grabe zwei Lilienblumen ſo fein, Sie verſchlangen ſich über'm Kirchendach, da ſtehn ſie dem König zur Pein.
Es wuchſen auf ihrem Grabe zwei Lilienblumen ſo licht, Sie verſchlangen ſich über'm Kirchendach, da ſtehn ſie dem Herrn zum Gericht.
„Und wäre ſolches mir geſtern kund, daß Liebe ſo theuer wär', Nicht hätte Bendik ſein Leben gelaſſen für alle Lande umher!“
Gab Antwort die Dänenkönigin mit ſtrömender Thränenfluth: „Gott verzeihe dir, Herre mein! hernach, da biſt du gut!“ Arolilia! Aber was ſäumſt du ſo lange?
Es giebt allerdings noch einige nordiſche Volks⸗ lieder, welche einen verwandten Stoff behandeln, und ein paar davon ſind wahrſcheinlich die älteren, nichts⸗ deſtoweniger indeß verdient das hier mitgetheilte unſere Aufmerkſamkeit wegen der reizvollen Steigerung und Gewandung ſeiner Gedanken und Stimmungen. Daß Alles, dem Jähzorn des Alters gegenüber, für den Liebenden, für das Leben der Jugend und ihrer Liebe bittet, das jung, voll Liebe und Poeſie iſt und mit der Romantik der Jugend in unwillkürliche Ver⸗ bindung gebracht werden kann, macht eine phantaſtiſch bezaubernde Wirkung und die Uebereilung des gefühl⸗ abgeſtumpften Königs, dem nur noch die Leidenſchaft des Stolzes, der Rache jung geblieben iſt und der
bei ſeinge ſelbſt ſein Königswort brechenden Verblen⸗


