Jahrgang 
1-26 (1867)
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Mein Sohn, mein Sohn, ſagte die arme Frau,Du mußteſt nicht ſo ſprechen. Was mußte ich ſagen, Mutter? Mein Sohn, Du mußteſt ſagen: Seht hier die Liebe uund den Stolz des Königs. Gut, Mutter, ich werde es morgen ſagen.

1 Am folgenden Tage ging der König auf die Jagd. Man führte ihm ſeine Lieblingsſtute vor. Er ſaß im Sattel und ſagte der Königin gleichgültig Lebewohl, als Briam dem Pferde auf das Kreuz ſchlug und rief:

Hier iſt die Liebe und der Stolz des Königs. Der Fürſt warf einen finſtern Blick auf Briam, worauf dieſer im vollen Galopp die Flucht ergriff. Er begann ſchon von weitem die Stockſchläge zu riechen die ihn erwarteten.

Als ſeine Mutter ihn ganz außer Athem in ihre Hütte eintreten ſah, ſagte ſie:

Mein Sohn, kehre nicht ins Schloß zurück, ſie werden Dich tödten.

Geduld, meine Mutter; man weiß nicht, wer ſtirbt

oder wer lebt.

Leider! entgegnete ihm ſeine Mutter weinend;Dein Vater iſt glücklich, daß er geſtorben iſt; er ſieht weder Deine Schande, noch die meinige.

Geduld, liebe Mutter, die Tage folgen einander,

4 gleichen ſich aber nicht.

Kinder bereits ſeit drei Monaten in dem Grabe, als der König den vornehmſten Beamten an ſeinem Hofe ein Feſt gab. Zu ſeiner Rechten ſaß der Anführer ſeiner Wache, zu

Der Vater Briau's ruhte in der Mitte ſeiner ſechs

Deinen Gebieter zu legen?

ſeiner Linken der Oberhofmeiſter. Die Tafel war mit Obſt, Blumen und Lichtern bedeckt; man trank aus goldenen Bechern die herrlichſten Weine. Die Köpfe erhitzten ſich; man ſprach laut und ſchon mehr als ein Streit hatte begonnen. Briam, närriſcher als je, ſchenkte den Wein in der Runde ein und ließ kein Glas leer. Aber während er mit der Hand die vergoldete Weinflaſche hielt, nagelte er die Kleider je zweier * Gäſte ſo feſt zuſammen, daß Niemand ſich erheben konnte, ohne ſeinen Nachbar mit fortzuziehen. Dreimal hatte er dieſes Verfahren angefangen, als der von der Hitze und dem Wein aufgeregte König ihm zurief: Narr, ſteige auf die Tafel und beluſtige uns durch Deine Geſänge. 1 Briam ſprang ſchnell in die Mitte des Obſtes und der 1 Blumen und dann begann er mit dumpfer Stimme zu ſingen: 4

4

Alles kommt zu ſeiner Zeit, Der Wind und der Regen, Die Nacht und der Tag, Der Tod und das Leben, Alles kommt zu ſeiner Zeit. Wozu dieſes Klagelied? ſagte der König. Narr, laß mich lachen oder ich laſſe Dich weinen! Briam betrachtete den dann fuhr er fort: Alles kommt zu ſeiner Zeit, Glück oder Unglück, Das Schickſal iſt taub. Schmach und Rache, Alles kommt zu ſeiner Zeit.

drohen. Ich werde Dich züchtigen, wie Du es verdienſt.

Munter, angekommen,

Fürſten mit wilden Augen und

Schurke, ſagte der König,ich glaube, Du willſt mir w

Er erhob ſich, aber ſo raſch, daß er den Anführer ſeiner

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Wache mit ſich fortriß. Dieſer Letztere, überraſcht, neigte ſich, um ſich zu halten, vorwärts und klammerte ſich an den Arm und an den Hals des Königs.

Elender, rief der Fürſt,wagſt Du, Deine Hand an

Und ſeinen Dolch ergreifend, wollte der König den

Officier erſtechen, als dieſer zu ſeiner Vertheidigung mit

einer Hand den Arm des Königs ergriff und mit der andern ihm ſein Stilet in den Hals ſtieß. Das Blut ergoß ſich in

einem Strome, der Fürſt ſtürzte nieder und riß in ſeinen

letzten Zuckungen ſeinen Mörder mit ſich nieder.

Mitten in dem Geſchrei und dem Tumult erhob

ſich der Anführer der Wache ſchnell, zog ſeinen Degen und ſagte:

Meine Herren, der Tyrann iſt todt. Es lebe die Freiheit! Ich mache mich zum König und heirathe die Königin. Wenn irgend Jemand ſich meinem Plane widerſetzt, ſo möge er ſprechen, ich erwarte ihn.

Es lebe der König! riefen alle Höflinge; es gab ſegar unter ihnen einige, welche, um von der Gelegenheit Nutzen zu ziehen, eine Bittſchrift aus ihrer Taſche zogen. Die Freude war allgemein und grenzte an Wahnſinn, als plötzlich Briam mit einem ſchrecklichen Auge und einer Streit⸗ axt in ſeiner Fauſt vor dem neuen König erſchien.

Hund, Sohn eines Hundes, ſagte er zu ihm,als Du die Meinigen getödtet, haſt Du weder an Gott, noch an die Menſchen gedacht. Jetzt haben wir Zwei es mit einander zu thun.

Der Anführer der Wache verſuchte ſich in Vertheidi gungsſtand zu ſetzen. Mit einem wüthenden Hiebe ſchlug Briam ihm den rechten Arm ab, der wie ein abgebrochner Zweig herabhing.

Und jetzt, rief Briam,wenn Du einen Sohn haſt, ſo ſage ihm, er möge Deinen Tod rächen, wie Briam, der Narr, heute ſeinen Vater rächt.

Mit dieſen Worten zerſpaltete er ihm den Kopf in zwei Theile. Es lebe Briam! riefen die Höflinge.Es lebe unſer Befreier! In dieſem Augenblick trat die Königin ganz be⸗ ſtürzt ein und warf ſich zu den Füßen des Narren, den ſie ihren Rächer nannte. Briam hob ſie auf und indem er ſich, während er ſeine blutige Streitaxt ſchwang, neben ſie ſetzte, lud er alle Beamten ein, ihrer legitimen Souveränin Treue zu ſchwören.

Es lebe die Königin! riefen alle Anweſende.

Die Freude war allgemein und ſie grenzte an Wahn⸗

ſinn.

Die Königin wollte Briam am Hofe behalten, aber e

bat in ſeine Hütte zurückkehren zu dürfen und als ganze Be⸗ lohnung wollte er nur das arme Thier, die unſchuldige Ur⸗ ſache ſo vieler Leiden, annehmen.

fing die Kuh an, die durch ihr Blöken herbei⸗

V zurufen, die ſie nicht mehr hören konnten. Die arme Wittwe trat weinend heraus.

Mutter, ſagte Briam V Du biſt gerächt.

zu ihr,hier iſt Bukolla und

So endigt die Geſchichte. Niemand weiß, was mit Briam geworden iſt. Aber in dem Lande zeigt man jetzt die Ruinen der Lehmhütte, worin Briam und deſſen Brüder

ohnten, und die Mütter ſagen zu den Kindern:Hier lebte derjenige, welcher ſeinen Vater gerächt und ſeine Mutter ge⸗ V tröſtet hat.

An der Thür der Hütte