Jahrgang 
1-26 (1867)
Einzelbild herunterladen

tgegnete in as, was t ſen und vidh e der Rein⸗ ſche wir fi u zu dürfen afuͤr lieſen 3 man Liele baͤuſig üͤben

Viele leider

nuch geſühnt ande Freund⸗ 8 Auerbieten en werden? genen Zauber ſtreckte. in dauernder aron, inden eine Lippen ich keines⸗ Anſehen zu einen ſolchen t, mich mit junge Dane faaſſungsver⸗ Doch weuu t bereits ſt⸗ wäten, ic then habel die ſouſt vit aufgegeben

1 entgeguett bnen gegel pielen wil, ſich dann d ſich di rin urtheilel u, daß mich n, 9

führte, lo

Vierte

gung ihres Herzens Zeugniß ablegte,wird mich ſtets mit eben ſo viel Stolz wie Freude erfüllen, und wenn Sie dieſe Gefühle auch auf Billot übertragen wollen, ſo glaube ich in ſeinem Namen verſichern zu dürfen, daß er ſich glücklich und geehrt fühlen wird, in dem ſchönen Bunde, welchen wir ſchloſſen, der Dritte zu ſeiu.

So ſei es! rief Herr von Oppenhof, in die Hand, welche Juſtine ihm reichte, lachend einſchlagend, es iſt ja ſchon zum Oefteren vorgekommen, daß aus alten Nebenbuhlern ſpäter die beſten Freunde gewor⸗ den ſind.

Ja, ſagte Papa Kirchheim, welcher bei den letzten Worten eingetreten war und eben noch den Namen Billot gehört hatte,wenn es je ein ehrlicher Mann verdiente, ſein redliches und beharrliches Werben um die Hand eines Mädchens belohnt zu ſehen, ſo iſt dies der Capitän geweſen. Wiſſen Sie auch, Herr Oppenhof, daß nicht viel daran fehlte, ſo hätte man mich ſtatt Ihrer vor ein Kriegsgericht geſtellt, weil man mich beſchuldigte, Ihr Entkommen bewirkt zu haben. Damals war es ebenfalls Billot, welcher muthig die ganze Schuld auf ſich nahm und aus Liebe zu mir, oder vielmehr hier zu dieſem eigenſinnigen Kinde, ein paar Wochen Arreſt geduldig aushielt. Aber, fügte der alte Veteran pfiffig lächelnd hinzu, ich glaube, er hat ſich darüber nicht beklagt, denn als er uns ſpäter wieder ſeinen erſten Beſuch machte, blickte der gute Billot in ein Paar ſtrahlende Augen und es öffnete ſich für ihn ein Herz, welches er für ſich be⸗ reits für immer verſchloſſen geglaubt hatte.

Inwieweit dieſe Worte des Veteranen auf Wahr⸗ heit beruhten, hiervon hatte Herr von Oppenhof ein Jahr ſpäter, als die Verbündeten abermals in Paris ein⸗ zogen, Gelegenheit, ſich zu überzeugen. Der frühere Capitän Billot hatte es bis zum Bataillonschef ge⸗ bracht und dann ſeinen Abſchied genommen. Glücklich im Beſitz ſeiner jungen Frau und ſtolz auf deren Schönheit und Tugend, führte er in Paris ein glück⸗ liches und zufriedenes Leben.

Herr von Oppenhof, der auch den zweiten Feldzug gegen Napoleon mitgemacht hatte, ging täglich in dem Hauſe der ihm ſo befreundeten Familie aus und ein

und kündete eines Tages zur Freude aller Mitglieder derſelben ſeine eigene Verlobung mit einem deutſchen Fräulein mit jener Jugendfreundin an, von der er Juſtine einſt bei ſeinem Beſuch in Oldenburg er⸗ zählt hatte.

Folge. Gedichte von Carl Haberland.

119

Wie iſt die Wange Dir ſo bleich.

Wie iſt die Wange Dir ſo bleich! Das Lächeln iſt entſchwunden, Das einſt um Dich ſo anmuthreich Geſpielt in ſchönen Stunden.

Was ſieheſt Du ſo ſtarr mich an Mit Deinem Aug', dem blauen? Es liegt auf Dir der Schwermuth Bann, Des Trübſinns dumpfes Grauen.

Ach, nur zu klar in dieſem Blick Kann ich Dein Schickſal leſen,

Daß flüchtig nur Dein kurzes Glück, Nichts als ein Traum geweſen.

Du haſt geliebt; ſtatt Freud' und Luſt Trägt Dein Herz Todeswunden,

Dein Auge ſagt's, die kranke Bruſt Kann nimmermehr geſunden.

Du gleichſt der Roſ' im ſtillen Thal, Die unter ſüßem Beben Verrätheriſch der Frühlingsſtrahl Geküßt ins kurze Leben,

Und die im kalten Hauch der Nacht Erſtarrt das Haupt muß neigen, Eh' ſie des vollen Kelches Pracht Der grünen Flur durft' zeigen.

Du warſt des Scherz und Frohſinns Pfand In Deinem heit'ren Lächeln,

Bald wird des Todes kalte Hand

Dem Herzen Frieden fächeln.

An Deinem Grab wird man dann ſteh'n, Wie an dem Heiligthume,

Und Deiner Seele Fried' erfleh'n,

Des Thales ſchönſte Blume.

Ruhe im Walde.

Ich tret' in Deinen kühlen Schatten,

Du freundlich lachend grüner Wald,

Schon fühl ich meine Kräft' ermatten,

Und leiſer auch mein Lied erſchallt.

Wie ſcheinſt Du mir zur Ruh' zu winken, Du blumig Plätzchen, traut und kühl,

Laß ſanft auf Deinen Schooß mich ſinken, Bergen das Haupt ins blum'ge Pfühl!