Jahrgang 
1-26 (1867)
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Dünen anzulegen, zu denen ſie allmählich gelangt waren.

Gute Nacht, Harms, ſagte er, behende aus dem Boote ſpringend und dem Schiffer die Hand zum Abſchied reichend,rudere langſam zurück und morgen ſei bei der Hand, denn Du weißt, der Tag iſt wich⸗ tig und wir werden treue Herzen und wackre Arme nöthig haben.

Wird daran nicht fehlen, entgegnete der See⸗ mann in ſeiner trockenen Weiſe,und ſomit Gott befohlen, Herr, und auf ein fröhliches Wiederſehen!

Während der Schiffer wieder die Weſer langſam hinauf ruderte, ſchlug ſein bisheriger Gefährte einen ſchmalen Fußpfad ein, der durch das mit üppigen Kornfeldern bedeckte Marſchland führte. Er befand ſich auf dem kürzeſten Wege zu ſeiner Behauſung. Wer ihn ſo, wie er durch die Finſterniß ſchritt, hätte aublicken können, würde in ſeinen Geſichtszügen eine lebhafte Aufregung bemerkt haben, eine Aufregung, die ſich auch in ſeinem raſchen Gange deutlich aus⸗ ſprach. Der junge Mann war jetzt an eine kleine Eichenpflanzung gelangt und wollte dieſelbe eben ſchnell durcheilen, als ſich ein Kerl an ihn herandrängte, der plötzlich, ohne daß er ihn vorher bemerkt hätte, auf dem engen Wege erſchien. Unyillkürlich faßte der Fremde nach einem in ſeiner Bruſttaſche verborgenen Piſtol und trat, zur Vertheidigung bereit, entſchloſſen einen halben Schritt zur Seite, aber dem Andern ſchien es um einen Angriff nicht zu thun zu ſein, denn nach⸗ dem er unſerem Bekannten einen Augenblick ſcharf ins Geſicht geſehen, ſprang er behende in das Dick⸗ icht und ſein kniſternder Fuß verlor ſich bald in der Ferne.

Wenn das nicht der Dirks war, müßte ich mich ſehr irren, murmelte der junge Manndie Be⸗ ſchreibung, welche mir Harms ſoeben von ihm machte, paßt auf's Haar, ſo viel ich in der Dunkelheit be merken konnte. Der Kerl ſcheint alſo doch wirklich ein Verräther zu ſein!.. Gut, ich will die Vorſicht nicht außer Acht laſſen; zunächſt handelt es ſich jetzt um die Frage, ob ich in meine Wohnung zurückkehren ſoll?

Der angebliche Maler war einen Augenblick ſtehen geblieben, um mit ſich ſelbſt hierüber zu Rathe zu gehen, als er durch ein neues, jetzt ſtärkeres Geräuſch aufgeſchreckt wurde. Er wendete ſchnell ſeinen Kopf

der Richtung zu, von welcher daſſelbe herkam, und

hatte kaum noch ſo viel Zeit, durch einen raſchen Seitenſprung ſich in Sicherheit zu bringen, denn kaum nur noch fünf Schritte von ihm entfernt, drangen zwei bewaffnete Männer auf ihn ein, die er ſogleich an ihren Uniformen als franzöſiſche Gensd'armen er⸗

Vierte Folge.

kannte.Halte! tönte es durch die Stille der Nacht, und unmittelbar darauf krachte ein Schuß.

Hier haſt Du die Antwort, Franzoſe, rief der Fremde, ſich umwendend und auch ſein Piſtol abfeuernd, während er gleichzeitig, ohne weitere Zeit zu verlieren, durch die Büſche ſprang.

Das waren die zwei Schüſſe, welche man, wie ſich der Leſer erinnern wird, auf dem Landhauſe des Capitäns gehört hatte und die namentlich Juſtine ſo in Unruhe verſetzten.

Als der Flüchtling ſeinen Weg eine Zeitlang fort⸗ geſetzt hatte und ſich nicht verfolgt ſah, blieb er ſtehen, um zu überlegen, was nun zu thun ſei.

Der Weg nach meiner Behauſung iſt mir ab⸗ geſchnitten, ſagte er,das iſt klar dorthin darf ich alſo nicht zurückkehren und es handelt ſich jetzt nur um die Frage, wohin ich mich wenden ſoll.

Er blickte um ſich und ein Lichtſchimmer drang von dem Landhauſe zu ihm herüber.

Dort wäre ich am Ende an ſicherſten, murmelte er,bei dem Capitän wird man mich gewiß am letzten ſuchen. Und dann weiß ich, daß ich daſelbſt eine treue Verbündete, ein edeles Herz finde, das warm und innig für die Leiden des geliebten Vaterlandes ſchlägt. Ich will mich alſo dieſer Kriegsliſt bedienen, ſie iſt neu und ſagt meinem Geiſte zu; vielleicht ge lingt es mir meine Verfolger ſo irre zu leiten, bis ich Mittel gefunden habe, mich vor ihnen in Sicherheit zu bringen.

Ohne weiter viel zu überlegen, ſchlug der Flücht⸗ ling den nächſten Weg zu dem Landhauſe ein, und wir haben ihn dort unverhofft in den Kreis der da⸗ ſelbſt verſammelten Perſonen treten ſehen.

Freilich ahnte er nicht, daß er daſelbſt ſeinen gefährlichſten Feind, den Befehlshaber der Elsflether Gensd'armerie finden würde; allein er hatte Selbſt⸗ beherrſchung genug, ſeine Ueberraſchung durch nichts zu verrathen. Dennoch würde ein aufmerkſamer Be⸗ obachter gewahr worden ſein, daß die beiden Männer heimlich einen Blick mit einander wechſelten, welcher viel zu bedeutſam war, um daraus nicht die ver⸗ ſchiedenſten Schlüſſe ziehen zu können.

Der Maler hatte ſich, wie wir geſehen haben, mit lächelnder Miene vor den Herren, mit den Zeichen tiefer Achtung vor der jungen Dame verneigt.

Jetzt hob er ſeinen Kopf ruhig empor, denn er fühlte, daß er wegen ſeines ſo unerwarteten Erſcheinens eine ſchnelle Erklärung geben mußte, wenn er nicht Verdacht erregen wollte.

Verzeihung, ſagte er mit klarer feſter Stimme, wenn ich zu einer Stunde noch ſtöre, wo man ſonſt allerdings Niemand mehr zu beläſtigen pflegt.