Jahrgang 
1-26 (1867)
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I Gedicht von Jean Schuriem.*)

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auf und der Nebel und ein tüchtiger Südweſt kamen mir dabei trefflich zu ſtatten, ſo daß ich gegen Mittag das Fallrepp der königlichen Brigg ⸗Mosquito⸗*) hinaufſtieg und einige Augenblicke darauf die Ehre hatte, vor Seine Herrlichkeit den Admiral Lord Georg Stuart geführt zu werden, der von Helgoland eigens herübergekommen war.

Vortrefflich, vortrefflich, mein alter Harms! Erzähle weiter.

Nun, ich zog, wie es einer ordentlichen Theer⸗ jacke geziemt, meine Hoſe gehörig nach oben, machte die gebührende Reverenz, langte das mir übergebene

Schreiben aus meiner Taſche und ſagte:Hier iſt ein

Brief, Euer Gnaden; Gott gebe, daß ich Glück bringe und daß Sie unſerem armen Herzog helfen können! Und was erwiderte hierauf der Lord? «Brav gemacht, mein Junge,-» ſagte er, nachdem er den Inhalt des Papiers zweimal überleſen und dabei zufrieden mit dem Kopfe genickt hatte, Du ſollſt ſogleich die Antwort erhalten, einſtweilen aber

trinke dieſes ſteife Glas Grog, denn der Nebel wird

Dir auf die Haut gedrungen ſein, mein Burſche, und

Du haſt Deinen Trunk ehrlich verdient.-*

Das weiß Gott, Harms, entgegnete der junge Mann,Du haſt rechtſchaffen an Deinem Vaterlande gehandelt und durch Deine kühne Fahrt iſt wahr⸗ ſcheinlich zwölfhundert treuen deutſchen Herzen Leben und Freiheit gerettet. Gieb mir das Antwortſchreiben des Admirals, mein alter treuer Freund, und noch⸗ mals tauſend Dank für Deine Aufopferung.

Mit haſtigen Blicken durchflog der Fremde das an ihn adreſſirte Schreiben und je weiter er las, um

ſo mehr glättete ſich ſeine Stirn. (Fortſetzung folgt.)

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A Wanderleben.

Wanderleben, luſtig Leben! Wenn man kann von Ort zu Ort Unbekümmert um dasMorgen, Frei von Kummer, frei von Sorgen, Wie die Vöglein weiter ſchweben, Heute hier und morgen dort, 8

Engl 293die em Schiffe ſette der Herzog Friedrich Wilhelm nach ngland ur und ſtieg am 14. Auguſt bei Grimsby ans Land, von wo Hondon eilte.

238 1. Stunden meiner Muſe. Lieder und Gedichte von Jean ür Caſſel. Verlag von Carl Luckhardt. 1866.

Novellen⸗ZJeilung.

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Wanderleben, luſtig Leben! Silberwolken, Waldesgrün, Blumenfluren, grüne Matten, Sonnenſchein und Lindenſchatten, Machen Herz und Blick erheben Zu des Himmels Baldachin. 5 Wanderleben, luſtig Leben! Klarer Himmel, Morgengluth, Erlenhain und heit're Lüfte,

Und der Blumen zart' Gedüfte,

Und das Grün der Saaten geben Herz und Seele frohen Muth.

Wanderleben, luſtig Leben! Klare Fluthen, Silberſtrom, Kühlet die erſchlafften Glieder, Kräftiget und ſtärkt ſie wieder, Und die Blumenkelche geben Süßen, köſtlichen Arom!

Wanderleben, luſtig Leben! Teppich wird das grüne Thal,

Wenn nicht nah'n die müden Schritte, Weder Stadt noch Dorf, noch Hütte,

Die uns gaſtlich Obdach geben,

Wölbt der Himmel ſich zum Saal.

Wanderleben, luſtig Leben!

Wenn wir halten off'nes Mahl, Und die friſche Silberquelle Nimmer trübe, immer helle,

Die den Geiſt macht neubeleben, Wird zum ſchimmernden Pokal.

Wanderleben, luſtig Leben! Wenn der Vöglein Chor erſchallt,

Und uns grüßt mit ſüßen Liedern,

Und um ſie dann zu erwidern, Fröhlichen Geſang anheben, Daß das Echo wiederhallt.

Wanderleben, luſtig Leben!

Wenn man kann von Ort zu Ort,

Unbekümmert um dasMorgen,

Frei von Kummer, frei von Sorgen,

Wie die Vögel weiter ſchweben, Heute hier und morgen dort.

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