Jahrgang 
1-26 (1867)
Einzelbild herunterladen

tter gutes o manches eluft und en Appetit einen der twa fünf⸗ erade Hal⸗ hon etwas dem rothen nes leber⸗

die unge⸗ eeren geiſt⸗ mit ſeiner mit ihrem en Körper

de, ſagte die Taſſe und nun wmauch ein Gefechten dem Dein a hat und en Frieden

indem er gehalten den, wenn er hervor⸗ ſtand? und nun e Zug des

Naͤdchen, angen ſich Wünſchen g ihm ge⸗ möge!: deutſches an, indem erte.

t auc tin

t wit ein

in, ent⸗ und von Kaiſer 1 iſt boren,,

eworden. 4 nüftan 4

alte Soldat fort,iſt ſein grades, offenes Benehmen

und ſchmeichelnd ihren Arm um den Nacken des Va ters legte,nein, ich kehre mich nicht an Deine Worte, denn weiß doch, in Deinem Herzen ſieht es ganz anders aus! Du haſt Dich nun einmal in Deine militäriſchen Ideen ſo hineingelebt, daß es Dir ſchon zur Gewohnheit geworden iſt, Alles nur aus⸗ ſchließlich nach dieſem Maßſtabe zu beurtheilen, und Dein großer Kaiſer nun, der iſt einmal Dein Ab⸗ gott, vor dem alles Uebrige verſchwinden muß! Aber lieber Vater, wenn nun ſo ein Unglücklicher, der um der Liebe willen, welche er für ſein Vaterland hegt, von ſeinen Feinden gehetzt und gejagt, dieſe Schwelle überſchritte und eine Zuflucht bei Dir ſuchte, könnteſt Du dann wohl im Stande ſein, ihm Deine Thüre zu verſchließen?

Nein, meine Tochter, entgegnete der Capitän, zu einem ſolchen Spion und Angeber würde ich mich allerdings nicht hergeben, aber ebenſo wenig möchte und dürfte ich Anſtand nehmen, den Behörden hülf⸗ reiche Hand zu leiſten, wenn ſie ſich in einem ſolchen Falle an mich wendeten.

Dann gebe der Himmel, daß uns niemals eine ſo ſchwere Prüfung auferlegt werde, ſagte ſeufzend die junge Dame,denn mir bräche darüber ficher das Herz.

Wie kommen wir überhaupt auf ein ſolches Thema? entgegnete der Capitän, indem er ſeiner Tochter ſanft über das Haupt ſtrich.Laß uns davon abbrechen und das Geſpräch einem harmloſeren Gegen⸗ ſtande zuwenden. Sieh, fuhr er fort, indem er ſeinen Arm erhob und mit der Hand nach dem gegen⸗ überliegenden Hauſe zeigte,ſieh, unſer Nachbar hat heute noch nicht einmal ſeine Fenſterladen geöffnet, es wird ihm doch Nichts zugeſtoßen ſein?

Er verließ uns ja geſtern munter und geſund,

Vierle Folge.

83

und eine gewiſſe Charakterfeſtigkeit, die den Mann ſtets wohl kleidet. Ich glaube, er wäre auch beſſer an ſeinem Platze geweſen, wenn er Pinſel und Palette mit dem Degen vertauſcht hätte.

Es widerſpricht dies vielleicht ſeinen Neigungen, erwiderte die junge Dame,oder, fügte ſie, halb mit ſich ſelbſt ſprechend, hinzu,er glaubt vielleicht, daß die Zeit hierzu noch nicht gekommen iſt.

So werden wir wuut dieſen Abendallein zubringen müſſen, ſagte mit einem kleinen Anflug unangenehmer Enttäuſchung der Capitän,denn Lieutenant Billot von der Gensd'armerie, welcher doch ſonſt unſer täg⸗ licher Gaſt iſt, ſcheint auch auszubleiben.

Dienſtgeſchäfte werden ihn noch fern halten, lieber Vater, entgegnete Juſtine in einem Tone, in welchem ſich eine gewiſſe Gleichgültigkeit ausdrückte.

Er iſt ein thätiger Soldat, fuhr der Alte be⸗ harrlich fort,und ich glaube, es wird nicht lange dauern, ſo hat er ſein Capitänpatent in der Taſche.

Soll ich Dir noch eine Taſſe Thee einſchenken? fragte die Tochter, welche offenbar möglichſt ſchnell über dieſen Gegenſtand hinwegzugehen wünſchte.

Der Vater reichte ſtillſchweigend ſeine Taſſe hin⸗ über und fuhr dann fort:

Du weißt, mein Kind, was uns in dieſe Gegend geführt hat. Der Schuß, welchen ich bei Friedland in die Bruſt erhielt, ſetzte meiner militäriſchen Lauf⸗ bahn ein Ziel. Ich war genöͤthigt meinen Abſchied zu nehmen, und begab mich auf den Rath der Aerzte hierher, weil ſie glaubten daß die friſche Seeluft zur Kräftigung meiner Geſundheit beitragen würde..

Und Gott ſei Dank, dieſe Erwartung iſt keine vergebliche geweſen! ſagte das junge Mädchen mit freudig bewegter Stimme, indem es den Vater liebe⸗ voll anlächelte.

entgegnete Juſtine, indem ein ſanftes Roth die Wangen

färbte,er hat vielleicht ſchon früh einen Ausflug nach

der Seeküſte gemacht, denn Du weißt ja, er iſt Marine⸗ maler und es ſcheint ihm viel daran zu liegen, ſeine Mappe zu füllen.

Sonderbar, murmelte der Capitän,wie man ſich doch leicht an Jemand gewöhnen kann! Wie lange iſt es her, meine Tochter, daß wir Herrn Werner's Bekanntſchaft machten? 1

Nun, ſie iſt in der That noch ziemlich neu, erwiderte Juſtine möglichſt unbefangen,aber in dieſer Abgeſchiedenheit iſt man froh, wenn man einem ge⸗ bildeten Menſchen begegnet, und das gegenſeitige Be⸗ dürfniß der Annäherung reißt ſchnell die conventio⸗ nellen Schranken nieder.

Was mir beſonders an ihm gefällt, fuhr der

2

Allerdings fühle ich mich jetzt bedeutend als früher, aber...

Nein, nein, mein Vater, kein Aber, fiel Juſtine raſch ein,ich weiß ſchon, was Du damit ſagen willſt. Richte Deine Blicke nicht zu ängſtlich in die Zukunft ich erkenne die zarte Fürſorge, welche darin für mich liegt, auf das Dankbarſte an, aber ich hoffe auch, daß wir noch recht lange zuſammen bleiben werden und daß es mir vergönnt ſein wird, Dir noch im ſpäten Greiſenalter eine ebenſo treue. Pflegerin wie jetzt zu ſein.

Du biſt ein kleines verwöhntes Kind, ſagte der Alte, lächelnd mit dem Finger drohend,übrigens, murmelte er vor ſich hin,iſt es Billot's Sache, mit dem Mädchen ins Reine zu kommen, und er mag zuſehen, wie es ihm gelingt, ſich ihre Gunſt zu er⸗ werben.

wohler