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1814 von ihm die Memoiren der Marquiſe de La Roche
Ruhme gereichte. Großes Aufſehen erregte ſein 1821 er ſchienenes Werk Des
Reſtauration zur Zeit, wo er ſich aus dem Staatsdienſte zu
Ueberſetzung der dramatiſchen Werke
erſchienen. ſchichte des Mittelalters ſo
Titel wählte die Académie frangaise ihn am 2. November 1828 an Stelle des verſtorbenen Herru de Leze zu ihrem Mitgliede.
Seine Schriften während der Dauer der Julidynaſtie können wir mit Stillſchweigen übergehen, dagegen müſſen wir die nach 1848 veröffentlichten erwähnen, welche eine wahre Bereicherung der franzöſiſchen Literatur ſind. Dazu gehören die Histoire de la Convention nationale in 6 Bänden; die Histoire du Directoire de la république française in 3 Bänden; Etudes historiques et biographiques in2 Bänden; Etudes littéraires et historiques in 2 Bänden; le Parle- ment et la Fronde und zuletzt la Vie politique de M. Royer-Collard, ses Discours et ses Ecrits in zwei Bänden
eine zweite Auflage nothwendig. Während die erwähnten
Urtheil bekunden, zeigt ſich in dem letzten Werke über das Leben ſeines politiſchen Freundes Royer⸗Collard das große und ſcharfſichtige Talent de Barante's in der Politik am deutlichſten. Indem er das Leben eines der bedeutendſten und der reinſten Vertreter der conſtitutionellen Doctrinen
aus ſeinem Leben, von ſeinen Gedanken, gewiſſermaßen einen Theil ſeiner eigenen Memoiren verwebt, aber das Alles aus einem Gefühl der Liebe und Beſcheidenheit der Er⸗ innerung ſeines großen und berühmten Freundes gewidmet.
Was nun den perſönlichen Charakter des jetzt Ver⸗ ſtorbenen betrifft, ſo galt derſelbe überall für einen Ehren⸗ mann, und in der Geſellſchaft war er beliebt, geachtet und man hörte ihn gern, weshalb es auch ſehr ſchmerzlich bedauert wurde, als er ſich aus dem öffentlichen Leben zurückzog. Durch ſſeine Schriften hat er ſich ein dauerndes Denkmal geſichert 1. d ſein Andenken wird in Frankreich in Ehren bleiben. 4 3 I
Eine Gefangenſchaft unter griechiſchen Rüäubern. In drei Ländern Europas— Italien, Spanien und Griechenland—, die mit ahlrei n Räuberbanden geſegnet ſind, haben dieſelben in des nen Zeit ſich einen ſehr ein⸗ träglichen Erwerbszweig gebildet, welcher darin beſteht, daß ſie Leute einfangen, ſie ins Gebirge ſchleppen und von ihren Verwandten für die Freilaſſung derſelben große Geldſummen erpraflegne ein g⸗Schickſal traf auch den frühern griechiſchen
1848 ſeine Muße mit Erfolg gewidmet hatte. So erſchienen jaquelein, ein populäres Werk, das der Vendée zu großem
Communes et de l'Aristocratie de la France, von dem drei Auflagen vergriffen wurden. Eine ſehr große literariſche Thätigkeit entwickelte er unter der
rückgezogen hatte. Er nahm einen ſehr wichtigen Antheil an
Schiller's. Den größten Enthuſiasmus erregte aber ſeine Geſchichte der Herzöge von Burgund aus dem Hauſe Valois, die von 1824 bis 1826 in drei Bänden erſchien und von der bis 1827 vier Auflagen hoh Es war ihm gelungen, der franzöſiſchen Ge⸗
viel Reiz und Intereſſe zu geben,
daß der Verfaſſer von ſehr Vielen für einen der erſten Ge⸗ ſchichtsſchreiber ſeiner Zeit erklärt wurde, und unter dieſem
Das letztere Werk erſchien 1861, und 1863 war davon ſchon
audern geſchichtlichen Werke ein bewundernswerthes ſicheres
vor 18 Jahren erzählt, hat Barante damit viel von ſich ſelbſt, hören.
Novellen⸗ZJeilung.
Finanzminiſter Soteropulos, der über ſeine Gefangenſchaft „unter dem 25. October Folgendes berichtet:
„Ich wurde gefangen genommen, als ich an der Thür ⸗ meines Landhauſes ſaß, und war 36 Tage lang in der Ge⸗ walt der Banditen. Während dieſer Zeit verlebte ich die Nächte im Freien mit keiner andern Decke als einem wollenen Rock, der mich vor der Kälte und dem Regen ſchützen mußte; und häuſig blieb ich ganze Tage in bewäſſerten Maisfeldern,
den brennenden Sonnenſtrahlen ausgeſetzt, der nothwendigen
der Ueberſetzung der Meiſterwerke des Auslandes für das Nahrung beraubt und oft ſelbſt des Waſſers, um meinen Theater und veröffentlichte 1821 in ſechs Bänden eine Durſt zu löſchen. Ich wurde nicht eher in Freiheit geſetzt,
bis die Räuber von mir ein Löſegeld von 60,000 Drachmen in Gold erhalten hatten und von mir noch außerdem 10,000 Drachmen ausgegeben worden waren, theils in Folge der
en Geldprämie, theils wegen der Nothwendigkeit, verſchiedene Boten zu Fuß und zu Pferde an verſchiedene Orte zu ſenden, theils durch die Bezahlung von 500 Drachmen, deren ich durch gewiſſenloſe Menſchen beraubt.purde, während meine Verwandten mit meinem Löſegelde hierhin und dorthin liefen und zuweilen von den Beamtendder Regierung, zuweilen von Banden von Verbrechern verfolgt wurden, welche die Abſicht hatten, ſie zu ermorden, um ſich in den Beſitz des (Löſegeldes zu ſetzen. Meine Verwandten konnten in Folge der Maßregeln, welche die Regierungsbehörden angeordnet hatten, nicht mit den Leuten in Berührung kammen, welche von den Räubern beauftragt waren, das Löſegeld für meine Freilaſſung in Empfang zu nehmen. In der Dunkelheit der Nacht, in der ich gefangen genommen wurde, war es mir un⸗ möglich, die Zahl der Räuber zu bemerken, welche in mein (Eigenthum eingedrungen waren. Aber bei dem erſten Halt, den wir 20 Minuten von Kypariſſia vor dem Gebäude der Panegyriſtria machten, bemerkte ich, daß ich von fünf Räubern escortirt wurde, von denen zwei, welche durch ihre zerlumpte
Kleidung ekelhaft waren, ſich gar nicht verſtellten und mir
erzählten— und ich glaube, ſie ſagten mir die Wayrheit—, ſie gehörten zu der Bande Lingos, ſie hätten ſich aber von derſelben getrennt und ſich vorgenommen, ſich der Bande Kitzos in Attica anzuſchließen; einer von ihnen hieß Mitzos Laphaſanos, der andere Euthemios. Der Letztere ſchien nach ſeinem Accente zu den walachiſchen Schäfern zu ge⸗ Die übrigen Drei, welche ſich während des Tages immer vor mir verbargen, ſchienen nach ihrem Anzuge und Accente, ſo weit ich es beurtheilen konnte, Leute aus Aloniſtina oder auch wohl Tzakonier zu ſein. Es unterliegt mir keinem
Zweifel, daß der Plan meiner Gefangennehmung von Per⸗
ſonenentworfen worden warz die mich zu Grunde zu richten
wünſchten und die zu dieſem Zweck den Banditen fälſchlich
vorgeſpiegelt hatten, daß ich ein coloſſales Vermögen beſäße, damit ſie von mir ein ſehr großes Löſegeld fordern ſollten, das zu bezahlen ich nicht im Stande ſei, was dann die Räuber veranlaſſen würde, mich zu ermorden. Während der erſten Nacht ſagten die Räuber zu mir: ⸗Wir wiſſen ganz beſtimmt, daß Sie 200,000 Drachmen in der Bank beſitzen, und daß Ihr Grundbeſitz weitere 200,000 Drachmen werth iſt. Wir
beabſichtigten deshalb, von Ihnen ein Löſegeld von 300,000
Drachmen zu verlangen, denn wir dachten, die übrigen 100,000 Drachmen würden hinreichend ſein, daß Sie davon leben könnten, beſonders da Sie keine Kinder haben. Aber bei reiferem Nachdenken dachten wir, es würde in den Augen Gottes ein Verbrechen ſein, einen politiſchen Mann, um den Zwecken ſeiner Feinde zu dienen, der Mittel zu berauben, ſeinen Einfluß zu behaupten. Wir haben deshalb in dem Briefe, den wir an Madame Soteropulos geſchickt haben,
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