Jahrgang 
1-26 (1867)
Einzelbild herunterladen

ſeidem ſeine

Schſſe ſnd Siegel einge⸗ Adreſſe die eramt.

reſenfarbige

pßkanzler die daß er ein⸗ mpiègne zu⸗ Baſſano. ütet, ſo ver⸗ ſchwarzen n Heſen von nöpft werden, für eine

denn dieſe begiebt man

en Coupé 88. Bei der ichen Dienern darauf ſteigt tritt in den hhren Poſten

mer, wo er findet. Ge⸗ ler, Gelehrte, harlachrother ge bekleiden, und Dreiſpitz rſchal.

Eingeladenen je des Cartes ieren. Die f, die Knie⸗ en erſchinen

ſic die ganze die Herren in vornehanſten

ſain dagegen vorüber,

Vierte

aus jedem Teller ein werthvolles Bild machen. Der Kaiſer und die Kaiſerin werden von ihren Kammerdienern beſonders bedient; die Huiſſiers und übrigen Diener bedienen die Gäſte

beſtimmt iſt.

Die Muſik der ganzen Mahlzeit in einer nahen Gallerie, lärmend, daß die Unterhaltung dadurch unterbrochen würde.

Wenn die Mahlzeit vorüber iſt, den großen Salon zurück, indem man durch den Gardenſaal ſchreitet, wo die prächtigen Geſtalten der Gardiſten beim Salutiren etwas lebendiger ausſehen. Der Kaiſer führt die Kaiſerin, und die Gäſte kehren paarweiſe in derſelben Ordnung zurück, wie ſie zum Diner gingen.

Der Kaffee wird in der Gallerie des Cartes getrunken, dann läßt der Kaiſer die Herren benachrichtigen, daß ſie ſich in's Rauchzimmer begeben können; die Kaiſerin geht mit den Damen in den Familienſalon. Gegen zehn Uhr kehren die Raucher zurück, der Kaiſer hat inzwiſchen ſeine Würfelpartie gemacht und man tanzt nun nach Claviermuſik. Um 11 Uhr wird im Salon der Kaiſerin der Thee ſervirt, wobei ſich neuerdings die hohe Dame eine neue Art der Unterhaltung ausgeſonnen hat. Sie läßt ſich nämlich ein Etui mit den Karten der ſämmtlichen Eingeladenen überreichen und zieht auf's Gerathewohl einen derſelben heraus; ſie ruft nun den gezogenen Namen laut, und der Eigenthümer deſſelben hat die Aufgabe, eine Geſchichte zu erzählen, welche eine Stunde lang die Geſellſchaft angenehm unterhält. Die Kaiſerin ſcheint indeſſen bei dem Manöver des Kartenziehens etwas parteiiſch zu verfahren, denn ſie bringt meiſt die Namen be⸗ kannter Schriftſteller zum Vorſchein, die wohl im Stande ſind, eine intereſſante Geſchichte zu erzählen, wie z. B. Edmond About, Octave Feuillet, Alberi, Second und der⸗ gleichen. Dieſe Herren ſind ſtets gewohnt, das Publicum mit pikanten Erzählungen zu unterhalten, und überbieten einander dann ordentlich, wenn die Reihe an ſie kommt, ſich vor einer ſo gewählten und ſchönen Zuhörerſchaft zu produciren. Gegen Mitternacht verabſchiedet ſich die Kaiſerin von ihren Gäſten und zieht ſich zurück, was die Damen meiſt

auch als Signal zum Aufbruch betrachten; der Kaiſer begiebt ſich etwas ſpäter in ſeine Gemächer, aber die anderen Herren können ſich noch beliebig lange in dem Salon aufhalten.

Des Morgens frühſtücken alle Gäſte gemeinſchaftlich im Salon und hierauf geht es zur kaiſerlichen Jagd, wobei mehr als ein Ungeladener zugegen und mehr als ein Neu⸗ gieriger verſteckt iſt. Spazierfahrten ſowie Spiele und Unter⸗ haltungen aller Art füllen den übrigen Theil des Tages bis zum Diner aus. r.

kaiſerlichen Garde ſpielt während der

Herr de Barante.

Am 22. November c. ſtarb der mehr als 84 Jahre alte Herr de Barante in ſeinem Schloſſe Barante in der Auvergne. In ihm hat die Académie française eines ihrer älteſten Mit⸗ glieder und Frankreich einen ſehr geehrten Literaten und Staatsmann verloren, der allerdings ſchon 1848 der poli⸗ tiſchen Bühne ſeines Vaterlandes Lébewohl geſagt hat, aber als ein ſehr bedeutender Mann es dennoch verdient, daß wir unſern Leſern Näheres über ſein Leben mittheilen.

Amable⸗Guillaume⸗Prosper Brüyieéres Baron de Barante wurde am 10. Juni 1782 zu Riom im Departement Puy⸗de⸗Dôme geboren. Er beſuchte die Militärſchule in Effiat, vollendete dann ſeine Studien in einem Penſionat in Paris und trat 1798 in die polytechniſche Schule ein,

worin er drei Jahre lang blieb. bahn begann er 1802 als Surnuméraire im Miniſterium des Innern.

in der Weiſe, daß gewöhnlich für je zwei Gäſte ein Diener literariſchen Arbeiten und in wurden einige Artikel veon ihm veröffentlicht.

Miſſionen in Deutſchland, dieſelben zur Zufriedenheit des Kaiſers erledigte, läßt ſich aus ſeiner Ernennung zum Unter⸗Präfecten in Breſſuire im Jahre 1807 ſchließen. Vendée Departement Zeit vermählte er ſich mit Fräulein d'Houdetot, und Napoleon unterzeichnete den Heirathscontract.

kehrt man wieder in V und außerdem übertrug der K

zeigte Hr. doch als entſchiedener Anhänger der Bourbons und in Folge deſſen behielt er auch unter Ludwig XVIII. eine Präfecten⸗

treu und diente der kaiſerlichen Regierung nicht.

Folge. 77

Seine adminiſtrative Lauf⸗

Schon zu dieſer Zeit fand er Vergnügen an der Décade philosophique Im Jahre

1Q2;; A; ½; 7

1805 erſchienen von ihm die Briefe des Fräulein Aiſſé und jedoch nicht ſo der Damen de Lafayette, de Villars und de Tencin. Im Jahre

V 1806 erfolgte ſeine Ernennung zum Auditeur im Staatsrathe

Kaiſer Napoleon ihm verſchiedene

Polen und Spanien. Daß er

1809 wurde er zum Präfecten in der ſpäter für vieſen Poſten in dem

und vier Jahre Um dieſelbe

der Loire Inférieure ernannt.

Trotz des ihm von dem Kaiſer bewieſenen Wohlwollens de Barante bei dem Sturz des Kaiſerreichs ſich

Bourbons Nach der Rückkehr Ludwig's XVIII. aus Gent wurde Hr. de Barante von ihm zum Staatsrath und Generalſecretär im Miniſterium des Innern ernannt und zwei Departements, Puy⸗de⸗Dome und Loire Inférieure, wählten ihn zu ihrem Vertreter in der Deputirtenkammer, in der er ſich den conſtitutionellen Royaliſten anſchloß. Als das Geſetz von 1816 das Alter für die Wählbarkeit der Deputirten höher ſtellte, mußte er die Kammer verlaſſen. Er trat nun wieder in den Staatsrath und wurde für die Generaldirection der indirecten Abgaben berufen. Als Commiſſär des Königs in der Deputirtenkam⸗ mer von 1818 unterſtützte er das Geſetz über die Recrutirung der Armee und bewirkte, daß das Tabaksmonopol der Re⸗ gierung zur Annahme gelangte. Am 5. April 1819 er⸗ nannte der König ihn zum franzöſiſchen Pair. Nach dem Sturz ſeines Freundes Decazes verlor Hr. de Barante ſeinen Poſten als Generaldirector der indirecten Abgaben, ſchloß ſich den Doctrinärs an, welche damals der Regierung Oppoſition machten, und ſchlug den ihm angetragenen di⸗ plomotiſchen Poſten als bevollmächtigter Miniſter in Däne⸗ mark aus. In dieſer Zeit hielt er in der Pairskammer mehrere Reden, die er veröffentlichte, worin er die innere und auswärtige Politik der Regierung ziemlich lebhaft bekämpfte.

Nach der Julirevolution im Jahre 1830 unterſtützte Herr de Barante die Regierung Ludwig Philipp's und bis 1848 war er einer der eifrigſten Anhänger der Politik deſſelben. Eine Zeitlang bekleidete er den Geſandtſchaftspoſten in Turin und Petersburg. In der Pairskammer votirte er ſtets mit den Conſervativen und vertheidigte Guizot gegen die An⸗

ſtelle. Während der hundert Tage blieb er den

er ſich als Berichterſtatter der Adreßcommiſſion entſchied ſcharf gegen die damals herrſchende reformiſtiſche Aufregung aus, welche den Ausbruch der Februar⸗Revolution und den Sturz Ludwig Philipp's herbeiführte, von dem er am 9. April 1846 zum Großkreuz der Ehrenlegion ernannt worden war. In Folge dieſer politiſche Umgeſtaltungen zog Hr. de Barante ſich ganz aus dem Fffenttichen Leben zurück, und er gehört zu der kleinen Zahl Staatsmänner, die ſich weder der Republik, noch dem zweiten Kaiſerreich genähert haben.

Von dieſer Periode an gehörte ſeine Zeit gänzlich lite⸗ rariſchen Beſchäftigungen, denen er aber auc. 4814 bis

griffe der Oppoſition. Im Anfange des Jahres 1848 ſprach